Skiclub Kelkheim e.V. - Verein zur Förderung des Skisports
Pistenpost 107
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Alfreds Schneeball

Liebe Leserinnen und Leser,

Vierzig Jahre Skiclub Kelkheim, davon selbst 37 Jahre Mitgliedschaft, kaum zu glauben, wo ist die Zeit geblieben.

Als begeisterter Wintersportler von Kindheit an, aufgewachsen im „Herzen der Natur“ am Fuße des Vogelsberges und als späterer Wahl-Kelkheimer, war mir 1973 der Aufruf zur Gründung eines Skiclubs nicht entgangen. Zuvor nie einem „Verein“ zugehörig, nur während der Jugendzeit mehrere Jahre bei den Pfadfindern, auch in der Funktion eines „Wölflings-Gruppenleiters“, hatte ich kaum die Absicht, irgendwann mal „Vereinsmeier“ zu werden.

Nach diesem Aufruf reifte jedoch in mir der Entschluss, es doch mal in einem „Verein“ zu versuchen, hatte ich doch schon zuvor der heftigen Umwerbung eines Kelkheimer Gesangsvereines widerstanden. Irgendwelche Umstände hatten mich damals aber daran gehindert, schon die Gründungsversammlung zu besuchen.

Drei Jahre später sah meine Welt zwangsläufig etwas anders aus. Nicht nur einmal im Jahr zum Alpinskilauf in die Alpen fahren, nein, um in der Zeit dazwischen auch mal Schneeluft schnuppern zu können, wurden im Taunus die Langlaufbretter angeschnallt.

Nach einem überlebten Blitzschlag in Finnland und auf Anraten des Arztes hatte ich mit ganzjährigem Waldlauftraining begonnen. Und da der neue Skiclub nicht nur mit Alpinsport, sondern mehr und mehr auch mit Ausdauersport, mit Waldlauf, Skirollerlauf und Skilanglauf sich einen Namen gemacht hatte, fiel mir der Entschluss dann doch leicht diesem „Club“ endlich beizutreten.

Dort traf ich auf Gleichgesinnte, die sich euphorisch mit den Geheimnissen der Wachstechnik und der richtigen Skilanglauftechnik befassten. Erste Teilnahmen an Rennen und Volksläufen waren die Folge. Als dann gar noch der Vorsitzende – Heinz Maschke – einen talentierten Nachwuchsübungsleiter ausgemacht hatte, war die „Vereinsmeierei“ in mir geweckt.

Als Redakteur für die Nordische Berichterstattung in der Pistenpost, mit dem Auftrag zur Verfilmung und Produktion des größten Ereignisses, das der Skiclub bis heute auf die Beine gestellt hat, dem Weltrekord im Skirollerlauf unseres Klaus Dieter Schulz, wurde ich in die Gemeinschaft des SCK fest eingebunden. Nach Heinz Maschkes plötzlichem, viel zu frühen Tod, war es geradezu moralische Verpflichtung und Auftrag, gemeinsam mit den Freunden sein großartiges Werk in seinem Sinne weiterzuführen. Während meiner 37-jährigen Mitgliedschaft ließ ich mich dann letztlich doch mit 32 Jahren Übungsleiter, nach 12 Jahren Sportwart Nordisch, sogar noch zum vorsitzenden „Vereinsmeier“ machen und das bis dato 14 Jahre.

So darf man dann doch auch ein wenig stolz darauf sein, mit dazu beigetragen zu haben, dass der SCK – mit seiner heute um die 500 schwankenden Mitgliederzahl – und trotz der oft schlechten Winter, nichts an seiner Attraktivität und Bekanntheit verloren hat.

Ich bedanke ich mich bei allen Sportfreundinnen und -freunden, die ebenso mit dazu beigetragen haben, dass der Skiclub es schaffte, einer der größten Kelkheimer Sportvereine zu sein und gar den weit verbreiteten Trend des Mitgliederschwundes erfolgreich abgewendet hat. Entgegen dem Zeitgeist und einer falsch verstandenen Individualisierung in einer vom Kommerz beherrschten Gesellschaft ist das „Ehrenamt“ immer noch ein unverzichtbarer Teil der demokratischen Gesellschaftsform geblieben.

In diesem Sinne wünsche ich dem Skiclub weiterhin viel Erfolg, insbesondere auch zukünftigen „Vereinsmeiern“ die ihnen gebührende, öffentliche Anerkennung für ihren zeitaufwendigen, oft aufreibenden, kostenlosen Dienst an der Gesellschaft.

Autor: Alfred Herrmann


Unsere Vereinsräume können auch privat genutzt werden.
Tel.: 06195/3355

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Zeittafel 40 Jahre Skiclub Kelkheim

"1973, zur Zeit der 1. Ölkrise mit autofreien Sonntagen, hatten wir herrlichen Schnee auf dem Feldberg, durften ihn aber nicht nutzen, denn nur Vereine durften sich auch an autofreien Sonntagen einen Bus mieten. Da wir nicht wussten, wie lange diese Einschränkungen noch eingehalten werden müssen, war die Gründung des Skiclubs quasi eine Notwendigkeit. Bis allerdings die Formalitäten alle erledigt waren, war der Winter schon fast vorbei.“

Dr. Rudi Heinrich

1973

12.12.1973

Gründungsversammlung im Central-Cafe (ehemals Bender) mit 38 Mitgliedern

1974

19.2.1974

1. Gymnastikstunde in der Turnhalle Pestalozzi-Schule

Mai

Vereinsemblem wurde kreiert, Einführung von Mitgliederausweisen
1. Rundschreiben an alle Mitglieder (spätere Pistenpost)

29.8.1974

Teilnahme am Festzug der 1100-Jahr-Feier der Stadt Kelkheim. Motto: Wintersport um 1900

1975

22.3. – 5.4.75

1. Skifreizeit nach Hinterglemm (Österreich) 1. Clubmeisterschaft

28.5.1975

SCK zählt 100 Mitglieder

10.7.1975

Grasski am Pechberg in Oberreifenberg

15.8.1975

1. Skibörse im Vereinslokal “Zum Taunus“ (Bender)

23.8.1975

Lampionfest bei Familie Kretzschmar (Ursprung des Sommerfestes)

1976

25.1.1976

1. Teilnahme an einem Volksskilauf (Vogelsberg)

08.2.1976

2. Alpine Clubmeisterschaften in Treisberg (Taunus)
1. Clubmeisterschaft Skilanglauf

05.3.1976

1. Treffen mit Skifreunden aus der Partnerstadt Saint Fons in Falkenau/Schwarzwald

April

Beginn der Skirolleraktivitäten

21.8.1976

1. Grasski-Clubmeisterschaft am Pechberg in Oberreifenberg

28.8.1976

1. Sommerfest auf dem städtischen Gelände im Brauchbachtal

1977

20.1.1977

1. Jugendtraining in Pestalozzi-Schule

22.1.1977

2. Clubmeisterschaften auf der Billtalloipe, Feier im Naturfreundehaus

28.1.1977

Wochenendfahrt mit dem Skiclub Saint Fons in St. Bons
Für die Clubnachrichten wird die Bezeichnung „Pistenpost“ ausgewählt

17.7.1977

1. Clubmeisterschaften Waldlauf

26.9.1977

1. Rollski-Rennen rund um das Kelkheimer Schwimmbad

15.11.1977

1. Skibörse in der Eichendorff-Schule

Winter

1. Beteiligung an Alpinen Rennen im Hessischen Skiverband

1978

Januar

2. Treffen in Courchevel 1850

4./5.2.1978

Wochenendfahrt in den Schwarzwald

4. – 7.5.1978

1. Besuch aus Saint Fons

24.9.1978

Grasski-Meisterschaften in Oberreifenberg (18 Teilnehmer)
SCK zählt 300 Mitglieder

Mai

Freundschaftsbesuch aus Saint Fons anlässlich des Europatages

1979

14.8.1979

Betreuung der Kelkheimer Ferienspiele am Schwimmbad (Rollski)

26.9.1979

Angebot eines SCK-Trainingsanzuges

9.12.1979

1. Teilnahme an einem intern. Volksskilauf. Ganghoferlauf in Leutasch

1980

25./26.1.1980

Klaus-Dieter Schulz wird zweifacher Weltrekordhalter im Dauer-Skilanglauf
Kostenlose Duschgenehmigung im Hallenbad

1981

22.2.1981

Alpine Clubmeisterschaften in Oberjoch/Allgäu
Beginn der Radtour-Aktivitäten

1982

6.2.1982

Skiwanderwoche im Schwarzwald Schonach-Belchen

23.5.1982

1. Teilnahme von SCK-Läufern beim 2. Höchst Marathon, dem späteren Ffm.-Marathon

28. – 31.5.1982

Camping in Gemünden

1983

17.12.1983

Feier zum 10-jährigen Jubiläum im Bürgerhaus Fischbach
Der SCK hat 23 lizenzierte Übungsleiter Alpin und Langlauf

1984

22.-23.8.1984

Weltrekord im Skirollerdauerlauf über 426,393 km in 26:04:44 Stunden durch Ehrenmitglied Klaus-Dieter Schulz auf einer Rundstrecke im Kelkheimer Stadtgebiet (80 Vereinshelfer)

15.12.1984

Gründungs-Vorsitzender Heinz Maschke im Alter von 54 Jahren verstorben
Fritz Manthey wird zweifacher Goldmedaillengewinner bei den Senioren-Langlauf-Weltmeisterschaften in Lake Placid/Kanada
1. Jugendtreff Nordisch im Naturfreundekeller der Alten Schule Mitte

1986

16.8.1986

1. Kelkheimer Halbmarathon 17 SCK-Teilnehmer/innen

1987

3. – 11.10.1987

Jugend-Trainingsfahrt Fulpmes

Winter 87/88

Städtische Erlaubnis und Schlüssel der Tore, um die Schwimmbadwiese schon bei geringer Schneeauflage als Trainingsgelände zu nutzen

1988

2. – 9.1.1988

Langlauf-Trainingswoche für Familien und Kinder in Fichtelberg

5. – 7.2. 1988

Alpine Clubmeisterschaft Schönau/Schwarzwald

15.5.1988

1. Heinz Maschke-Gedächtnislauf am Schwimmbad

3.7.1988

Wiederbelebung der Clubmeisterschaft Waldlauf

25.9.1988

Ausrichtung des Großwandertages des Hessischen Skiverbandes

Mai

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Fritz Manthey

1989

30.3. – 7.4.1989

Jugendfahrt Gosau/Österreich

8.7.89

Wasserskiwochenende

1990

6. – 13.1.1990

1. Langlaufwoche in Leutasch/Österreich

6. – 13.10.1990

1. Kajakwoche an der Ardeche/Südfrankreich

1991

22. – 24.2.1991

1. Gemeinsame Clubmeisterschaft Alpin und Langlauf in Annaberg/Lungötz

23.6.1991

Goldener Schneekristall des HSV an Fritz Manthey

Herbst

Badminton-Turnier in der Schulturnhalle Sindlinger Wiesen

1992

4. – 11.1.1992

1. Langlaufwoche in der Ramsau am Dachstein/Österreich

6. – 8.3.1992

2. Gemeinsame Clubmeisterschaft in Gosau/Österreich

1993

12.2.1993

Rudi Alscher – der „Gründungsvater“ des SCK ist im Alter von 69 Jahren verstorben

1994

30.1.1994

1. Taunus-Skiwandertag des Naturparks Hochtaunus in Oberreifenberg; Organisation SCK, Skiclub Reifenberg und WSC Goldener Grund Bad Camberg

4.9.1994

Erstmals Mitausrichter des Kelkheimer Halbmarathons

26.6.1994

Bahnfahrt zur Rollskiteilnahme beim 1. Tal Total im Rheintal

1995

Juni

12 Mitglieder des SCK bei der Sportlerehrung der Stadt ausgezeichnet

1997

Erstmals Walking-Angebot während des Lauftreffs

Juni

Ausrichtung Hessische Rollski-Bergmeisterschaften in Arnoldshein-Oberreifenberg

1998

22.12.1998

Feier zum 25-jährigen Jubiläum im Pfarrzentrum Feldbergstraße
Bronzene Ehrennadel des HSV an Reiner Kretzschmar, 17 Ehrenbriefe

2000

Sommer

Mitorganisation der Kelkheimer Inliner-Tour des Büros für bürgerschaftliches Engagement an jedem letzten Sonntag im Monat

27.9.2000

Verabschiedung der Vorstands-Geschäftsordnung

21.10.2000

Ausrichtung der Hessischen Rollski-Bergmeisterschaften im Köpperner Tal

8. – 10.12.2000

Erstmalige Teilnahme am Kelkheimer Weihnachtsmarkt

2001

Anfang 2001

1. Internetseite des SCK ist online, www.skiclub-kelkheim.de

Frühjahr

1. SCK Inliner Trainingstreff an der A66

Frühjahr

Erstmals Nordic Walking – Angebot während des Lauftreffs

27./28.10.2001

Teilnahme am Kelkheimer Markt der Vereine in der Stadthalle

Dezember

Während des Weihnachtsmarktes Aufnahme des 350. Mitgliedes

2002

Januar

Gespräch mit Bürgermeister Thomas Horn wegen der Nutzung des ehemaligen Hallenbades. SCK wird als Nutzer vorgesehen

Juni

Angebot neuer Trainingsanzüge und T Shirts
20 Teilnehmer des SCK beim Kreisstadtlauf

2003

Oktober

Erstmalige Ausbildung zweier DSV Nordic Walking-Trainerinnen

Dezember

Anlässlich des Winterfestes zum 30-jährigen Jubiläum werden 4 Bronzene Ehrennadeln und 5 Ehrenbriefe des HSV verliehen

2004

Anfang

Mitteilung an Stadt über den Bedarf an Vereinsräumen. 15 m2 Archiv, 15 m2 Lagerraum, 30 m2 Vereinsraum

Sommer

Während der Schließung der Sporthalle werden in den Sommerferien mittwochs Radtouren organisiert
Bronzene Ehrennadel des HSV für Edda Rosenthal

2005

Oktober

Der Plan von DSV-zertifizierten Nordic Walking-Strecken in Kelkheim wird wegen der hohen Kosten und des fehlenden Interesses seitens der TuS Hornau und der SG Kelkheim nicht mehr weiter verfolgt

2006

Januar

Wegen hoher Teilnahme erstmals zwei Langlaufwochen in der Ramsau

7.1. – 14.1.2006

Letzte Reise Courchevel

Juli

In der ehemaligen Sommerumkleide des Schwimmbades haben wir 14 m2 Lagerraum abgeteilt

13.9.2006

Als DSV-Verein der Region Rhein-Main Betreuung des 1. DSV Becel Deutschland Walks die Teilstrecke Wiesbaden mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther

2007

September

Betreuung der Teilstrecke Bad Homburg des 2. Becel Deutschland Walks

2008

Mai

Beschluss der Stadt zum Umbau der Sommerumkleide in eine Kita und zu Vereinsräumen

September

Betreuung der abermaligen Teilstrecke Bad Homburg des 3. Becel Deutschland Walks, Veranstaltung wird danach wegen Rückgang der Besucherzahlen eingestellt

13.11.2008

Gespräch mit Bürgermeister Horn und dem ersten Stadtrat Baron zu Vereinsräumen des SCK und möglicher Baukostenbeteiligung

Dezember

Verleihung vier Ehrenbriefe des HSV

16.12.2008

Stadtverordnetenversammlung beschließt außerplanmäßige Bereitstellung von 400.000 € zur Errichtung von Vereinsräumen und der Kita
Heftige Abwehr anderweitiger Vorstellungen zur Unterbringung des SCK von Seiten einzelner Stadtverordneter

2009

Februar

1. HSV Ausbildungslehrgang von Schneeschuh-Trainern, zwei Teilnehmer SCK

15.5.2009

Außerordentliche Mitgliederversammlung zum Entwurf der Nutzungsvereinbarung und einem möglichen Baukostenzuschuss in Höhe von 10.000 € durch den SCK, Zustimmung der Mitgliedschaft

Juni

Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung für die Dauer von 25 Jahren mit der Stadt Kelkheim

27.6.2009

1. Sommerfest auf dem Gelände der Schützengemeinschaft 1963 Münster

7.11.2009

Übergabe der Vereinsräume durch Bürgermeister Thomas Horn

2010

Juni

100. Ausgabe der Pistenpost, erstmals im Farbdruck

August

Arthur Rieß wird 500. Mitglied

September

25. und letzter Kelkheimer Halbmarathon

1.10.2010

1. „SCK Newsletter“ erscheint

2011

11.9.2011

1. Sommerbiathlon für Jedermann in Zusammenarbeit mit der Schützengemeinschaft 1963 Münster auf deren Gelände

2012

7.9.2012

Scheitern des Neustarts zur Einführung eines Kindertrainings in der Schulturnhalle Sindlinger Wiesen wegen fehlendem Interesse

9.10.2012

Vorstandsbeschluss eines Ausbildungs- und Bezuschussungskonzeptes für Trainer und Übungsleiter

2013

16.2.2013

20 Jahre Alpin-Reise „Ski-To-Tal“

13.12.2013

Winterfest und Feier anlässlich des 40-jährigen Bestehens
Verleihung 1 Silberne Nadel, 3 Bronzenadeln, 15 Ehrenbriefe des HSV durch den Präsidenten Dr. Werner Weigelt
Ehrung von 9 Mitgliedern mit 40-jähriger Vereinszugehörigkeit

Autoren: Alfred Herrmann, Reiner Kretzschmar

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Reiner Kretzschmar ist SCK Gründungsmitglied, war 10 Jahre 2. Vorsitzender und nach dem Tod von Heinz Maschke bis 1987 1. Vorsitzender. Er hat u. a. den nordischen Langlauf in den SCK eingebracht, 2007 im Woldloppet den Titel eines „World-Loppet- Masters“ erreicht und hat am Entstehen der PP im Team mit Heinz Maschke und Holger Müller einen großen Anteil.

Vorstandsmitglieder der ersten 40 Jahre des SCK

Vorsitzende

Heinz Maschke: 1973 – 1884
Reiner Kretzschmar: 1984 – 1987
Edda Rosenthal: 1987 – 1993
Hans Schell: 1993 – 1999
Alfred Herrmann: 1999

Stellvertretende Vorsitzende

Reiner Kretzschmar: 1973 – 1984
Hans Schell: 1984 – 1990
Reinhard Mertens: 1991 – 1994
Hubert Leitermann: 1994 – 1998
Bernd Cromme: 1998 – 2000
Annemarie Kaiser: 2000

Schriftführer

Maria Cronebach: 1973 – 1975
Ursula Dannenmann: 1975 – 1987
Gisela Penske: 1987 – 1995
Annemarie Kaiser: 1995 – 2000
Sandra Kanieß komm.: 2000 – 2001
Sandra Passarge-Kanieß: 2001 – 2009
Irene Kilp: 2009

Kassenwart

Gustav-Adolf Reiser: 1973 – 1987
Hans-Jörg Maschke: 1987 – 1996
Thomas Adler: 1996 – 1998
Hans-Jürgen Pispers: 1998 – 2000
Dr. Kurt Kroneberger: 2000

Sportwart Alpin

Manfred Wilke: 1975 – 1977
Ecki Hunger: 1977 – 1979
Hans-Eberhard Stock: 1979 – 1991
Karl Bechtold: 1991 – 1998
Michael Leibssle: 1999 – 2003
Alexander Solzer: 2003 – 2013
Michael Leibssle: 2013

Sportwart Nordisch

Karl-Heinz Lelgemann: 1977 – 1979
Manfred Jansohn: 1980 – 1987
Alfred Herrmann: 1987 – 1999
Bernhard Döring: 1999

Jugendwart

Volker Rademacher: 1973 – 1977
Herbert Penske: 1977 – 1987
Andrea Beutner: 1987 – 1989
Claudia Schmidt: 1989 – 1992
Bettina Fischer: 1994 – 1999
Andrea Beutner: 1999 – 2001
unbesetzt: 2001 – 2007
Claudia Semrau: 2007 – 2013
Martin Geyer: 2013

 

Entwicklung der Mitgliederzahlen

Die steigende Mitgliederzahl im Skiclub Kelkheim erfuhr nach dem Tod von Heinz Maschke im Jahr 1984 eine Stagnation bzw. einen Mitgliederrückgang. In den Jahren danach haben verschiedene Mitglieder und Vorstandsmitglieder einen großen Anteil daran, diesen Abwärtstrend aufgehalten und letztendlich umgekehrt zu haben. Mit Engagement und neuen Angeboten im Ausdauersportbereich wie z.B. Waldlauf, Skirollerlauf, Inlineskaten, Nordic Walking und anderen Sportarten wie Wasserski, Eislauf und dem Ballspiel in der Halle, konnten neue Mitglieder gewonnen werden.

Nach wie vor sind insbesondere die fachkompetenten Trainigsreisen und das Hallentraining mit Skigymnastik für den SCK Mitgliedermagneten. Auch die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, die Beteiligung und Mitorganisation an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie z.B. dem Kelkheimer Halbmarathon, der Kelkheimer Inlinertour, des DSV-Deutschlandwalks und dem Kelkheimer Weihnachtsmarkt haben das Interesse am Skiclub enorm gesteigert und ganz bestimmt auch der gute Ruf des SCK im zwischenmenschlichen Bereich. Durch die neuen Vereinsräume am Schwimmbad und die dadurch entstandene Nähe zum Schützenhaus der Schützenvereinigung Münster 1963 konnte auch die lange gehegte Idee eines Sommerbiathlons umgesetzt werden.

Dem Bericht des Vorstandes anlässlich der Jahreshauptversammlung am 8. November war u.a. zu entnehmen, dass von den 491 SCK-Mitgliedern 99 Jugendliche sind. Wünschenswert sind Mitgliederzugänge im Jugendbereich. Hierfür steht dem Skiclub die einstmals verloren gegangene Hallenzeit mittwochs vor 20 Uhr wieder zur Verfügung. Mit neuen Ideen wie z.B. Hallenbiathlon wurden erste Versuche in dieser Richtung unternommen. Sie sollen auch weiterhin für diese Zielgruppe mit einem leicht geändertem Angebot fortgeführt werden. Sehr großer Wert wird auf die Aus- und Fortbildung qualifizierter Trainer und Übungsleiter gelegt, denn innerhalb unserer Stadt Kelkheim wird in der Öffentlichkeit der Skiclub sehr stark über das Hallentraining und die Trainingsreisen mit seinen qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern wahrgenommen.

Autoren: Alfred Herrmann, Bernd Tränkner

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Sommerbiathlon 2013

Weitere Infos zum Event

Auch die dritte Auflage unseres Sommerbiathlons für Jedermann – in Kooperation mit der Schützengemeinschaft Münster – war ein voller Erfolg. Allerdings konnte die unerwartet hohe Zahl an Teilnehmern des Vorjahres nicht wieder erreicht werden.





Die vorsorgliche Begrenzung auf 100 Teilnehmer erwies sich leider als zu optimistisch. Teilnehmer, Veranstalter und Helfer waren dennoch vollauf zufrieden. Ergebnisse und eine Bildergalerie sind auf den Webseiten des SCK und der Schützenvereinigung zu finden.

Bemerkenswert bei den Siegerzeiten sind die 41 Sekunden Vorsprung der schnellsten Dame, Melanie Kleinschmidt, mit einer Gesamtzeit von 25:05 min vor dem schnellsten Herrn, Winfried Peters, mit 25:46 min.


Melanie Kleinschmidt


Winfried Peters

Angedacht für das nächste Jahr ist die Teilung der Schülerklasse in zwei Gruppen, da nach Ansicht eines Teils der älteren Jugendlichen zweimal 800 m Laufstrecke an sie zu geringe Anforderungen stellt.

Ein herzlicher Dank gilt dem Jugend-Rotkreuz Bad Soden für den engagierten Einsatz. Dafür wurde ihm ein Betrag von 90 € überwiesen.

Autor: Alfred Herrmann

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Sommerfest 2013

 

Long Distance Walk

Auf vielfachen Wunsch führte Beverley Jennings mal wieder eine Langstrecken Walkingtour. Gestartet wurde am 28.September um 14 Uhr am Schwimmbad Kelkheim, dann über die Gundelhardt und Sonnenweg ins Lorsbachtal.

Auf der anderen Talseite ging es bergan Richtung Ringwallturm. Auf dem Weg dorthin begegneten wir einer Fuchsjagd mit mindestens 50 oder eher mehr Reitern. In deren Mitte ein Rudel Beagle mit lautem Gekläff. Einer so großen Anzahl von Reitern in festlicher Reitkleidung mitten im Wald zu begegnen war schon eine Seltenheit. Zwischendurch mussten immer mal wieder Pilze begutachtet oder Brombeeren genascht werden.

Kurze Rast und Verschnaufpause mit kleinem Rundgang durch den Bahaitempel. Der eine oder andere mag ein Stossgebet zum Himmel geschickt haben, über den Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart. Von dort führte die Tour vorbei an der Sternwarte, mit kurzem Bildungsstopp, über den Höhenweg hinab zum Neufville Turm, oberhalb von Eppstein. Unterwegs fielen uns neue Beschilderungen von Nordic Walking-Strecken auf. Verschiedene Schwierigkeitsgrade mit blauen, roten und schwarzen Kennzeichnungen laden in das Waldgebiet zwischen Lorsbach und Eppstein ein. Bei ordentlichen winterlichen Verhältnissen wäre das sicher auch für Langlaufwanderer geeignet. Man sollte sich das irgendwo in die grauen Zellen schreiben...

Der empfehlenswerte Kaffeegarten am Neufville-Turm hatte zu unserer Enttäuschung ausgerechnet an diesem Tag geschlossen. Trotz schönem Wetter und obwohl im Internet als noch offen ausgeschrieben. Wir waren so auf eine Kaffee- und Kuchenschlemmerpause eingestellt - nichts war. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns, den Rückweg über den Kaisertempel einzuschlagen. Auf halber Höhe, wie kann es anders sein, das Schild: Heute Geschlossene Gesellschaft. Mittlerweile waren wir ca. 3 h unterwegs, die Trinkflaschen leer und der Magen knurrte schon hörbar. Kurze Überlegung, nächstes Etappenziel: Gimbacher Hof, mit der Folge große Runde um den Staufen. Einem sich ankündigenden Hungerdelirium waren vermutlich die unterwegs auftretenden Gedanken nach einem Verzehr der reichlich beobachteten schönen Parasolpilze zuzuordnen. Endlich kurz nach 18 Uhr angekommen, keine geschlossene Gesellschaft, sondern offen und sogar noch einige freie Plätze.

Das erste Getränk gluckerte nur so durch die durstigen Kehlen, die Portionen auf den Tellern, nicht nur beim Bauernfrühstück, konnten gar nicht groß genug sein. So kamen langsam die Lebensgeister wieder, so dass sich diemüden Füße und Beine langsam erholten. Geschafft, aber voller schöner Eindrücke ging ein Walking-Tag zu Ende, und auf dem Heimweg wurde schon über eine Tour im nächsten Jahr gesponnen.

Autor: Annemarie Kaiser

 

Annemarie Kaiser – nicht nur unsere stellvertretende SCK Vorsitzende – sondern auch ausgebildete Übungsleiterin für die Bereiche Nordic Walking und neuerdings auch für Skike (Nordic Skating oder Nordic Blading mit Langlauf-Stöcken) eine zum Skiclub passende Trendsportart, die im Gelände und auf der Straße ausgeübt werden kann.

Mittwochsradeln



Auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer startete das Mittwochs-Radeln dieses Jahr schon am 12. Juni mit zunächst nur acht Teilnehmern. Im Laufe der nächsten Wochen wuchs diese Zahl jedoch schnell auf bis zu 20 Personen, die kräftig in die Pedale traten. Bei der wachsenden Teilnehmerzahl war es schon schwierig, Platz in den oft engen Bier- oder Äppelwoigärten zu bekommen. Es musste reserviert werden, damit alle einen Sitzplatz fanden. Denn wer radelt, hat irgendwann Durst und vor allem Hunger. Auch gab es immer angeregte Gespräche und so manches wurde ausgetauscht und manchmal auch getratscht. Wir lernten mit Herbert Penske – als Guide – wie das auf neudeutsch heißt, wieder neue und bekannte Wegstrecken kennen.

Genannt nur ein paar Ziele: Steinbach, Stierstadt, Eschborn, Sulzbach, Ginnheim, Eddersheim, Nied, Zeilsheim, Schwanheim, Königstein, Kelsterbach, Nied. 16 Termine gab es, und wer jedes Mal mitgestrampelt ist, kam am Ende der Saison auf 374 km. Die längste Abendetappe waren 33 km. Zu vermelden gab es zwei platte Reifen, wobei beim ersten gleich ein Ersatzschlauch eines Mitradlers aus der Satteltasche gezaubert wurde. Beim zweiten Fall kam wie bestellt die Königsteiner Kleinbahn angerollt, so dass die letzten Kilometer von Liederbach bis Kelkheim mit der Bahn zurückgelegt wurden. Alles in allem eine gelungene Radlsaison mit abwechslungsreichen Strecken und einem hohen Spaßfaktor.

Autor: Annemarie Kaiser

 

Annemarie Kaiser – nicht nur unsere stellvertretende SCK Vorsitzende – sondern auch ausgebildete Übungsleiterin für die Bereiche Nordic Walking und neuerdings auch für Skike (Nordic Skating oder Nordic Blading mit Langlauf-Stöcken) eine zum Skiclub passende Trendsportart, die im Gelände und auf der Straße ausgeübt werden kann.

Rollskiaktivitäten 2013

Wie in den vergangenen Jahren war der Wettkampfkalender des Rollskisports auch 2013 wieder prall mit Terminen gefüllt. Nur zwei Wochenenden im August waren Veranstaltungsfrei. Im Vorfeld der Rennsaison mussten um die frühzeitig vorgegebenen Weltcuptermine alle nationalen Veranstaltungen eingeplant werden. Schließlich waren einige Überschneidungen unausweichlich.

Den absoluten Saisonhöhepunkt schlechthin bildeten erwartungsgemäß die Weltmeisterschaften vom 4. bis 8. September im Schwarzwald. Als Ausrichter hatte sich bereits 2011 der SV Schwarzwald Bad Peterstal beworben und schließlich auch in Verbindung mit dem Deutschen Skiverband den Zuschlag bekommen.

Die Saisoneröffnung fand Mitte Mai wiederum in der Muna bei Grebenhain statt. Rennen in Markkleeberg Wachau/ Liebertvolkwitz und Trebsen (alles in Sachsen) sollten an den Wochenenden Ende Mai/Anfang Juni folgen. Während die Sprintveranstaltung am Markkleeberger See in strömendem Regen stattfinden konnte, wurden die beiden folgenden Rennen u.a. Opfer der sich dann anbahnenden negativen Wetterperiode mit dem legendären Dauerregen und den katastrophalen Überschwemmungen.

Die für den 16. Juni in Radeburg (nahe Dresden) geplanten Deutschen Meisterschaften auf der Rundstrecke waren dem gegenüber nicht gefährdet. Entsprechende Spuren von Überflutungen waren aber auch stellenweise in der Umgebung von Radeburg und Ottendorf-Okrilla zu sehen, obwohl die Elbe dort weiter entfernt fließt. Mehr als 200 Aktive stellten sich am Sonntagmorgen dem Starter, darunter 14 Hessen. Nach dem Prolog und anschließendem Verfolgungsrennen, beides in der freien Technik, bewies Lukas Tögel (Lanzenhain) in der Konkurrenz der männlichen Jugend erneut seine Klasse und wurde mit 2,1 sec. Vorsprung Deutscher Jugendmeister vor Hans Knorr, (Altenberg) und Justus Strelow (Schmiedeberg) + 1:30.


Die vier besten deutschen Juniorinnen

Heinrich Hau war bei den Herren bester Hesse auf Rang 6! Weitere gute Platzierungen erreichten Christel Rieckhof, DA 51 (Grebenhain), Platz 2; Albert Henning, HA 51, (Lanzenhain), Platz 4; der Verfasser Bernhard Döring, sowie Siggi Rieckhof, HA 61, (Grebenhain), Plätze 2 und 4; Hans Hedrich, HA 71, ebenfalls (Grebenhain), Platz 3. 14 Tage später standen zwei Berglaufkonkurrenzen in Seiffen an. Auch hier waren wir Hessen standesgemäß vertreten. Neben 2 SCK-lern und einem Aktiven aus Seligenstadt, war wiederum eine starke Fraktion aus Lanzenhain am Start. Weitere Berglaufveranstaltungen schlossen sich dann Mitte Juli in Seebach (Schwarzwald) und Hilchenbach an.

Im Zusammenhang mit den Rennen in Hilchenbach ist erwähnenswert, dass der Samstag bereits zum 2. Mal eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Ski-Inline-Bereich des Westdeutschen Skiverbandes war. Zunächst wurden mehrere Durchgänge Inline-Slalom auf der ca. 200 m langen Ortsstraße von Lützel, mit ca. 12 % Gefälle, bis zu den Finals gelaufen. Danach starteten die Rollskiaktiven, ebenfalls in mehreren Durchgängen zum Rollskibergsprint, in umgekehrter Richtung, also bergauf. Krönender Abschluss des Samstags war dann ein Fun-Staffelwettbewerb mit insgesamt 17 Teams (ausgelost). Jedes Team bestand aus einem Inlineläufer/in und einem Rollskiläufer/in. Aufgabe der Inliner war, bergab im Slalom die untere Ziel-/Startlinie zu erreichen, während jeweils die Rollskiaktiven ablösend bergauf starteten. Die Zeitnahme erfolgte dann an der oberen Start-/Ziellinie. Von den Deutschen Meisterschaften im Berglauf in Boppard, Ende August, siehe dazu auf Seite 15. Anfang September waren dann, wie schon erwähnt, Bad Peterstal und Oberkirch Gastgeber der FIS-Rollski-Weltmeisterschaften 2013. Spitzensportler aus 14 Nationen gingen an vier Wettkampftagen an den Start. Das DSV-Team bestand aus 21 Sportlerinnen und Sportlern. Insgesamt starteten neben den „nur Rollski“ 10 Athletinnen und -athleten (darunter auch Heinrich Hau) 11 Leistungssportler/innen aus unterschiedlichen Bundesleistungszentren.


Katrin Zeller: WM-Titel im Berglauf

Die Allgäuerin Katrin Zeller, eine der aktuellen und bekanntesten deutschen Langläuferinnen, sicherte sich am Abschlusstag den WM-Titel im Berglauf.

Am 1. Wettkampftag hatte Tina Willert aus Lützel völlig unerwartet die Bronzemedaille in der Einzelstartkonkurrenz gewonnen. Über jeweils drei 4. und 5. Platzierungen kam das DSV-Team nicht hinaus, da die starken „Rollskinationen“ Russland, Italien, Schweden und Norwegen, sich als Medaillensammler betätigten. Russland stand mit 20 Medaillen souverän an der Spitze des Medaillenspiegels. Zum Ende der Saison 2013 standen dann noch mehrere nationale Rollskirennen an, davon zwei in Hessen. Das traditionelle Lanzenhainer Rollskirennen fand weitestgehend in strömenden Regen statt, einen Tag später konnte der anspruchsvolle Berglauf am nordhessischen Meißner bei trockenem Geläuf bewältigt werden. Neben dem DSV-Rollskitourfinale in Obernkirchen/Stadthagen, Ende September beendete für einen Großteil der Aktiven schließlich der Berglauf im thüringischen Ruhla, Anfang Oktober das Wettkampfgeschehen auf Asphalt.

Autor: Bernhard Döring

 

Bernhard Döring, unser Sportwart Nordisch, berichtet regelmäßig in der Pistenpost über Aktivitäten und Angebote aus seinem Trainingsbereich, die nicht nur die kalte Jahreszeit voraussetzen, sondern ganzjährig stattfinden.

Wie aus Kurt Kroneberger ein Speedskater wurde

Der Diedenbergener holte sich bei der Senioren-Europameisterschaft in Dijon den dritten Platz

Neben den Sommeraktivitäten der nordischen Abteilung, die insbesondere mit Rollski ihr Sommertraining und Wettbewerbe bestreiten, hatte der SCK vor etlichen Jahren auch eine Gruppe Inline-Skater gegründet und zu kürzeren oder längeren Touren begleitet, sowie mit ihnen beim Frankfurt Marathon teilgenommen. Von dieser Truppe sind unser Kassenwart, Kurt Kroneberger und Matthias Bock übrig geblieben, die sich regelmäßig beim Tuesday Night Skating in Frankfurt treffen. Kurt ist eigentlich ausgewiesener Alpinskifahrer, aber als Inline-Speedskater mittlerweile sehr erfolgreich unterwegs. So hat er in den vergangenen zwei Jahren, seit er in der Altersklasse 50 ist, bei Deutschen Meisterschaften über Strecken vom 300 m- Sprint bis hin zum Doppelmarathon 8 Titel und 3 Silbermedaillen gewonnen. Den dritten Platz bei der Senioren-Europameisterschaft, an der er als Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft mitfuhr, nahm das Höchster Kreisblatt zum Anlass, ihm den nachfolgenden Artikel zu widmen.

Das Radfahren und Skifahren hatten es Kurt Kroneberger schon immer angetan. Mehr als ein Hobby waren diese Sportarten aber nie für den Diedenbergener. Dass er noch einmal einen Sport intensiver betreiben würde und damit auch noch sein Land vertreten würde, damit hatte er nicht mehr gerechnet. Doch 1999 kam alles anders.

Schuld daran war sein Onkel, Dr. Jürgen Frei, ein bekannter Hochhausläufer. Der überredete ihn, auf dem Hockenheimring an einem 24-Stunden-Rennen auf Inlineskates teilzunehmen. Das Rennen fand zwar nicht statt, wie sich Kurt Kroneberger erinnert, trotzdem war es der Anfang seiner steilen Karriere auf den Rollen. Seitdem ist der Prüfingenieur und Qualitätsmanager nämlich regelmäßig beim Tuesday-Night-Skating in Frankfurt dabei. Wenn er zu Hause trainiert, dann auf den Wegen zwischen Zeilsheim und Unterliederbach entlang der A 66. Meist aber ist er auf der Straße unterwegs, mit den Kollegen von Blau-Gelb Groß-Gerau. 2003 trat Kurt Kroneberger dem Verein bei. Schnell kam auch der Wechsel von normalen Skates auf die sogenannten „Speedskates“, die dank einer längeren Schiene und größerer Rollen zu deutlich mehr Geschwindigkeit verhelfen. Kroneberger erwies sich als sehr talentiert.

Obwohl der 50-Jährige erst so spät mit diesem Sport begonnen hatte, gehörte er in Deutschland schnell zur Elite in seiner Altersklasse. Seine erste deutsche Meisterschaft erlebte er 2006 auf dem Nürburgring. Seitdem gibt es auch eine deutsche Senioren-Nationalmannschaft, der Kurt Kroneberger angehört. Stolz trägt er die Farben seines Landes. „Es passt einfach und macht viel Spaß“, sagt Kroneberger, der seinen Sport jedem empfiehlt. Skaten könne man bis ins hohe Alter. Der Höhepunkt seiner Karriere war bislang der dritte Platz bei der Senioren-Europameisterschaft vor wenigen Tagen in Dijon (Frankreich). Auf dem schnellen, knapp 2,2 Kilometer langen Rundkurs waren 19 Runden zu absolvieren. Der Rennverlauf in Kronebergers Altersklasse war geprägt von zahlreichen, allerdings nicht ernsthaften Ausreißversuchen. In der letzten Runde waren die deutschen Nationalfahrer gut an der Spitze positioniert, nur der Italiener Giuseppe Cortese hatte sich noch zwischen sie geschoben. Kurt Kroneberger zog, wie von Bundestrainer Benjamin Zschätsch vorgegeben, etwa 600 Meter vor dem Ziel den Sprint für Team-Kapitän Diemo Gorschboth (Gera) an, doch der starke Italiener konnte sich von beiden lösen und fuhr ungefährdet zum Sieg, Gorschboth wurde Zweiter. Kurt Kroneberger knapp dahinter als Dritter und Hansjörg Maus als Sechster komplettierten das gute Ergebnis der Deutschen.

Die internationalen Erfolge machen Lust auf mehr. An diesem Wochenende sind die deutschen Bahnmeisterschaften in Gera, wo Kurt Kroneberger über 300, 1000 und 3000 Meter an den Start gehen wird. Besonders auf den längeren Strecken hat er einen Platz auf dem Treppchen im Visier. Im September folgt noch die deutsche Marathon-Meisterschaft in Bennigsen bei Hannover.

Autor: Christian Neubauer

 

Deutsche Rollski-Meisterschaften Berglauf 2013

Hessen – darunter vier SCK-Mitglieder – schlug sich beachtlich

Der jüngste Landesskiverband Deutschlands, SV Rheinhessen, richtete zum 1. Mal die Deutschen Meisterschaften im Rollskiberglauf aus. Im historischen Mittelrheintal in Boppard fanden am letzten Augustwochenende spannende Wettkämpfe auf anspruchsvoller Strecke statt. Vom Start auf Rheinniveau mündete die Streckenführung nach ca. 800 m durch Ortsstraßen schließlich auf die L 210. Das Ziel befand sich nach einigen Serpentinen und 470 Höhenmetern auf den Hunsrückhöhen im Bereich der sogenannten Fleckertshöhe. Schüler, Damen und Herren ab A 7 hatten nur 4,2 km bei 228 Höhenmeter zu bewältigen. In der Hauptklasse kam es zu einem Wimpernschlag-Finale zwischen dem DSV-Kaderläufer Tobias Rath (SC Speyer) und Dr. Hermann Schindler vom WSV Oberhof. Rath siegte mit 1 Sec. Vorsprung und wurde deutscher Meister. Auf dem Bronzeplatz kam Heinrich Hau (Lanzenhain) ins Ziel.


Start der Herren lange Distanz


L. Keller nach dem Rennen


M. Koch (Eckenhagen), Bernhard Döring, Lothar Keller und Andreas Herbst

Zurück zu den Schülern. Hinter dem deutschen Schülermeister, Fabian Krämer (Adenau) und dem Zweitplatzierten Chris Willert (Lützel) kam Mika Ulbrich (Schotten) ebenfalls auf einen Bronzeplatz. Nico Rieckhoff aus Grebenhain wurde 6. Bei der männlichen Jugend konnte ein weiteres Mal Lukas Tögel (ebenfalls Lanzenhain) überzeugen. Er lief hinter Niklas Bender (Lützel) auf Platz 2. Weiterhin erfreulich aus hessischer Sicht war, dass Christel Rieckhoff die Klasse der weibliche Seniorinnen gewinnen konnte. Sie siegte vor Conni Schomburg aus Rhula und Marita Decker aus Emmerzhausen. In der Meisterschaftsklasse der männlichen Senioren wusste Toni Tsitsos aus Donauwörth zu überzeugen und siegte vor Meinolf Koch (Eckenhagen) und Bernhard Döring (Kelkheim). Mit Andreas Herbst, HA 2, 2. Platz, Renzo Albanese, HA 6, 3. Platz und Lothar Keller, HA 9, 4. Platz wurde das positive Auftreten der Aktiven des SC Kelkheim abgerundet.

Eine stimmungsvolle Siegerehrung schloss die sehr gut organisierte Veranstaltung schliesslich an der herrlichen Rhein-Uferpromenade ab.

Autor: Bernhard Döring

 

Bernhard Döring, unser Sportwart Nordisch, berichtet regelmäßig in der Pistenpost über Aktivitäten und Angebote aus seinem Trainingsbereich, die nicht nur die kalte Jahreszeit voraussetzen, sondern ganzjährig stattfinden.

Rambach und andere Highlights unserer Laufszene

Immer wieder Rambach

Rambach ist ein Muss und das schon seit den 80-er Jahren. „Rund um den Kellerskopf“ heißt der beliebte Volkslauf, den der TuS Rambach (Wiesbaden) in jedem Herbst ausrichtet. Im Kern ist es die Skigruppe des Vereins, die für die Organisation verantwortlich ist. Und mit der pflegt man im Skibezirk seit mindestens einer Generation freundschaftliche Kontakte. Früher gab es sogar eine Sonderwertung für die Mitglieder von Skiclubs. Am 29. September fand sage und schreibe der 54. Lauf statt. Mehr Tradition geht nicht! Zur Wahl standen ein Jedermannslauf über 5 km sowie Hauptläufe über 10 km und Halbmarathon. Die 21 km können neuerdings auch staffelmäßig im 3er-Team ( 5, 11 und wiederum 5 km) gelaufen werden. Der Teamgedanke faszinierte Michael Herrenleben. Er rührte kräftig die Werbetrommel und war zunächst stolz darauf, vier Teams anmelden zu können und sogar die Option auf eine weitere Staffel zu haben.

Am Ende musste sich Michael freilich damit zufrieden geben, dass nur zwei Teams nach Rambach kamen. Vielleicht lag es auch am Wetter, das sich morgens kalt und trüb präsentierte und erst mittags den bunten Herbstwald im wärmenden Altweibersommer erstrahlen ließ. Nach eiliger Ummeldung standen also auf dem roten Sportplatz mitten im Wald aus unserem Laufstall zwei Staffeln am Start. Michael selbst ließ ganz fair anderen den Vortritt und meldete sich kurzentschlossen als Einzelstarter für den 10 km-Lauf. Alfred ließ es sich nicht nehmen, die Läufertruppe nach Rambach zu begleiten. Gelaufen war er hier schon vor 30 Jahren, später auch bei Skisprints im Winter. Diesmal hatte er statt der Rennschuhe und Ski wieder seine Kamera dabei, um im Dienste der Pistenpost Paparazzi zu spielen. Gute Gelegenheit auch, alten Skifreunden guten Tag zu sagen. Unsere Staffeln konnten mit erfahrenen Läufern ins Rennen gehen: Team 1 mit Inken, Thorsten und Horst und Team 2 mit Gabi, Hanspeter und Hubert. Wer die Waldwege rund um den Kellerskopf kennt, weiß, dass da alles andere als holländische Verhältnisse herrschen.

Angesagt waren somit Taunusrampen vom Feinsten. Dennoch konnten die Startläuferinnen Inken und Gabi ihren männlichen Teampartnern gute Zeiten vorgeben, wobei Gabi nach der ersten 5 km-Runde vorne lag. An der Wechselstelle im Stadion wurden die Startnummern mit Gummiband an Hanspeter und Thorsten übergeben, die auf der 11 km Bergstrecke ebenfalls ihr Bestes gaben, um die Zeit zu halten. Als Schlussläufer kämpften schliesslich Horst und Hubert über die Distanz von 5 km für die Ehre des Skiclubs. Am Ende wurde nach insgesamt 21 km für Team 2 eine Zeit von 1: 59: 57 (6. Platz) und für Team 1 von 2:01:18 (7. Platz) gestoppt. Michael holte sich für seine Zeit von 57:17 auf der 10-km-Distanz den verdienten Applaus seiner Mannschaft.

Hoffnungsvoller Nachwuchs


Moritz Passarge Nr. 470

Schon vor dem Lauf gab es eine erfreuliche Begegnung: Aus dem Kreis der Alpinen tauchte in Rambach Sandra Passarge mit Familie auf, um ihren Sohn Moritz ins Rennen zu schicken. Der erst 12 Jahre alte Nachwuchsläufer erkämpfte sich beim Jedermannslauf über 5 km mit einer Superzeit von 23:46 Minuten den 4. Platz in der Gesamtwertung als jüngster Starter im Erwachsenenfeld. Bravo Moritz! Der Junge ist ja echt ein Gewinn für die SCK-Laufgruppe. Als Läufertalent des Jahrgangs 2001 kann er auch schon Erfolge bei anderen Volksläufen in der Region vorweisen. So belegte er beim Eppsteiner Burglauf Ende Juni gemeinsam mit einer Schulstaffel den 2. Platz. Bald danach wurde er beim Schinderwaldlauf in Lorsbach über 3.000 m mit einer Zeit von 13:01 Minuten Sieger seiner Altersklasse und Zweiter in der Gesamtwertung. Über die gleiche Distanz und mit einer ähnlich guten Zeit stand er Mitte September beim originellen Gickellauf in Engenhahn als 2. seiner Altersklasse auf dem Siegertreppchen. Und das wiederum für den SCK.

Übrigens: Seine zwei Jahre jüngere Schwester Paula ist ebenfalls in der Schülerstaffel in Eppstein gelaufen und hat in Lorsbach den Schülerlauf über 1.000 m für den SCK absolviert. Na also, wer sagt denn, dass es bei den Läufern an Nachwuchs fehlt.

Kreisstadtlauf und Hornauer Pfingstlauf


Klaus Knam Nr. 811 und Thorsten Felzmann Nr. 839


Axel und Sonja Detels, Ulrike Will, Simone Kinkel

Wenn junge Läufer mitmachen, gehen die Älteren umso lieber mit gutem Beispiel voran. Am 9. Mai, dem „Vatertag“, lockte als Klassiker der 15. Kreisstadtlauf über 10 km von Hofheim nach Höchst. Mit insgesamt rund 1.500 Teilnehmern einer der großen Traditionsläufe in der Region und zugleich eine beliebte Benefizveranstaltung für die Leberecht-Stiftung. Mal in größerer, mal in kleinerer Zahl, mal nur mit Läufern, mal auch mit Nordic Walkern ist unser Skiclub von Anfang an dabei. Von unseren Frauen war diesmal nur die Hofheimerin Gabriele Hessemer am Start. Bei ihrem Heimspiel kam sie mit einer Zeit von 1:00 ( 25. W 50) am Höchster Schlossplatz ins Ziel. Als Trio der Oldies folgten Horst Barthel mit 1:02 (3. M 75), Hubert Leitermann mit 1:06 (4. M 75) und Manfred Hütter mit 1:20 (6. M 75). Getreu dem langjährigen Brauch standen Alfred und Gefolge an der Strecke, um die Läufer anzufeuern und für die Nachwelt digital festzuhalten. Zu gemeinsamer Schlussrast mit Bier und Bratwurst traf man sich diesmal in Höchst direkt am Mainufer.

Zweites Highlight im Mai war der 39. Hornauer Pfingstlauf. Ebenfalls immer wieder ein willkommener Anlass, um möglichst viele Läufer und Walker vom SCK auf die Strecke zu bringen. Regnerische Aussichten und schlammige Waldwege beschränkten die Teilnahme allerdings diesmal auf den harten Kern. Als wetterfest und lauferfahren erwiesen sich auf der 20 km-Strecke Klaus Knam mit einer guten Zeit von 1:48 (9. M 50) und Thorsten Felzmann mit 2:07 (14. M 50).

Die Schlammschlacht auf der 10 km-Distanz entschieden in der Altersklasse M 75 Horst Barthel (1:02) und Hubert Leitermann (1:05) für sich. Als jüngster Nachwuchsläufer stand Marius Herrenleben als Zweiter eines Schülerlaufes auf dem Siegertreppchen. Unsere flotten Nordic Walker bewiesen wieder einmal, dass auch sie vom Wettkampfgeist beseelt sind.


Hubert Leitermann, Horst Barthel


Marius Herrenleben

Autor: Hubert Leitermann

 

Hubert Leitermann hat sich in seiner langen SCK-Zugehörigkeit auf vielen Feldern engagiert, Erfahrungen eingebracht und Interessierten zugänglich gemacht. Seine tollen Beiträge für unsere Pistenpost sind immer eine Bereicherung. Hubert – bitte nicht nachlassen

Frankfurt-Marathon: Staffel im Sturm

32. Frankfurt-Marathon am 27. Oktober 2013

Das Tief „Christian“ sorgte beim 32. Frankfurt Marathon am 27. Oktober für ein paar stürmische Stunden. Windböen warfen Absperrungen und Schilder zu Boden, wirbelten Blätter durch die Luft, und aus wilden grauen Wolken prasselten zeitweise heftige Regengüsse. Das hielt aber 15.000 Marathonis nicht davon ab, nach dem Startschuss mit dem Gegenwind zu kämpfen und in der 42 km langen Runde immer wieder auf freundlichen Rückenwind und einige Sonnenstrahlen zu hoffen.

Mit Gehirnjogging fing`s an

Für den SCK gingen diesmal fünf Läufer an den Start. Felix Beutner trat als Einzelkämpfer über die volle Distanz an. Horst Barthel, Manfred Hütter, Thorsten Felzmann und Hubert Leitermann stürzten sich unter dem Namen „Ski-Oldies“ mit fast 1.600 anderen Staffeln in das große Rennen. Auch wenn unsere Staffel wieder aus erfahrenen Läufern bestand, war das Ganze keineswegs Routine, sondern wieder ein sportliches und planerisches Abenteuer. Vor dem Lauf war etliches Talent für Logistik gefragt. Da die Wechselstellen weit über die Stadt verteilt sind, war ein Transport mit Zubringerbussen wegen der vielen Straßensperren nicht möglich. Jeder musste selbst dafür Sorge tragen, rechtzeitig mit U- und S-Bahn an die richtige Stelle zu kommen und zur Weitergabe an seinen Vorläufer einen Rucksack mit dessen Wechselkleidung und für den eigenen abgelegten Trainingsanzug mitbringen. Man möchte es nicht glauben, aber das kostete ganz schöne Gehirnverrenkungen. Natürlich machten sich unsere Vier auch einen halbwegs realistischen Zeitplan. Wer kann auf seinem Streckenabschnitt wie schnell laufen? Wann können wir im Ziel sein?

Running in the rain

Das riesige Läuferfeld wurde in mehreren Blöcken gestartet. Um 10.30 Uhr eröffnete die Elite das Rennen, wobei fast 50 Afrikaner aus Kenia und Äthiopien von Anfang an wahnsinnig aufs Tempo drückten. Kein Wunder, denn der erste Kenianer kam ja schon nach 2 Stunden und 6 Minuten ins Ziel. Als letzter Block gingen die nahezu 1.600 Startläufer der Staffeln um 10.55 Uhr nach Countdown und lautem Schlachtruf auf die Strecke. Startläufer Horst wurde auch von seinen drei Staffelkollegen nochmals angefeuert. Er kam auf seiner 12 km-Distanz durch die Frankfurter Innenstadt gut ins Rennen, auch wenn ein großer Regenguss nicht lange auf sich warten ließ. Letztlich war Horst aber froh, dass er nicht länger unterwegs sein musste. Bekanntlich hatte er im letzten Jahr den gesamten Marathon allein bewältigt, um sich zum 75. Geburtstag ein bleibendes Geschenk zu machen. An der ersten Wechselstelle übernahm Manfred Hütter das „Staffelholz“, das praktischerweise aus einem Chip besteht, der mit einem Klettband am Knöchel befestigt wird und dann Transponder heißt. Für Manfred war der Frankfurt-Marathon längst ein vertrautes Terrain. Bereits 17 mal hat er über die volle Distanz das Ziel erreicht, und er ist wie Hubert Mitglied im ehrwürdigen Frankfurt Marathon Club mit ewigen Anspruch auf die gleiche Startnummer. Manfred lief auf seiner 7 km-Strecke durch Sachsenhausen nach Niederrad. Der Regen ließ nach und auch der Sturm musste immer wieder mal Luft holen. Es war wesentlich wärmer als im vergangenen Jahr. Damals trug Manfred seine Kleidung vom Skilanglauf, weil die Temperaturen fast bis an die Frostgrenze absackten. Manfred ist eben als ehemaliger Sportpädagoge auch noch mit seinen 76 Lenzen ein unverwüstlicher Ganzjahressportler. Freunde nennen ihn „umtriebig“, weil er im Sommer von einem Turnfest zum anderen spurtet und im Winter Worldloppets wie Briefmarken sammelt. Dennoch wollte er bei seinen Staffelkameraden keine falschen Vorstellungen aufkommen lassen: „Erwartet bitte von mir keine allzu schnelle Zeit!“

Thorsten verjüngte Oldies

Mit Aussichten auf eine gute Zeit ging dagegen Thorsten Felzmann als Dritter ins Rennen. Er sprang für Rolf Kümmel ein, der in den letzten beiden Jahre mit von der Partie war, sich diesmal aber nicht fit genug fühlte. Mit Rolf wären die „Ski-Oldies“ gemeinsam auf stolze 302 Jahre gekommen. Thorsten drückte natürlich mit seinem „zarten“ Alter von 50 das hohe Niveau. Die Marathon-Staffel war für ihn ein neues Erlebnis, den Frankfurt-Marathon hatte er allerdings vor Jahren schon einmal in voller Länge ausgekostet. Thorsten wurde auf seiner knapp 10 km langen Strecke von Niederrad über Schwanheim und Höchst immer wieder von heftigen Windböen teils gebremst, teils getrieben. Doch seinem fröhlichen Gesicht bei der Staffelübergabe in Nied war anzusehen, dass das bunte Treiben ihm eine Menge Spaß machte. Vom Winde verweht wurde auch Hubert, der wieder als Schlussläufer antrat. Er übernahm den Transponder bei Kilometer 28 und hatte deshalb noch eine Strecke von etwa 14 km ins Ziel. Konnte er anfangs Rückenwind nutzen, so musste er am Ende umso stärker mit Gegenwind kämpfen. Ansonsten war für Hubert das Ganze wieder einmal ein Heimspiel. Die Homepage zeigt 17 erfolgreiche Teilnahmen am Frankfurt-Marathon, davon 14 mal als Einzelkämpfer und 3 mal mit der Staffel. Wichtig ist ihm immer, das Bad in der Menge zu genießen und sich selbst und anderen in aller Bescheidenheit zu zeigen, dass man auch als Graukopf mit 79 Jahren noch angemessen mithalten kann. Da freut man sich über Anfeuerungsrufe und über den mitreissenden Rhythmus der vielen Musikgruppen. Amüsant und hilfreich sind auch die vielen selbstgemalten Schilder mit Durchhalteparolen. Fraglich erscheint allerdings der Zuspruch, als am Opernplatz zwei kleine Kinder große Schilder mit den Worten „Mama quäl dich!“ hochhalten.

Hand in Hand über den roten Teppich

Kurz ehe Hubert in den Zielkanal einbog, warteten Horst, Manfred und Thorsten. Das Quartett nahm sich an die Hand und lief gemeinsam in die Festhalle. Hier erreichte das Runners High den Kulminationspunkt. Man sprintet über einen riesig breiten und langen roten Teppich und ist wie geblendet von dem strahlenden Scheinwerferlicht. Von den Tribünen kommt Applaus und sphärische Musik. Der Stadionsprecher ist bemüht, alle Einzelläufer und Staffeln mit Namen zu begrüßen. Nach dem Zieltor überreichte eine gute Fee vier Medaillen für die „Ski-Oldies“, und mit Thorstens Smartphone wurden die glücklichen Sieger für die Pistenpost digitalisiert. Die Zeit der Staffel? War man im letzten Jahr viereinhalb Stunden unterwegs, so durfte es diesmal – blowing in the wind – ein Viertelstündchen mehr sein. Da es bei den Staffeln keine Altersklassen gibt, gilt das im Breitensport beliebte Motto: Dabei sein ist alles. Auf dieses Motto kann und will sich unser gerade einmal 25 Jahre alte Nachwuchsläufer Felix nicht berufen. Er ist die gesamte Marathonstrecke alleine gelaufen und hat dabei eine persönliche Bestzeit angepeilt. Während er noch bei Kilometer 29 mit flottem, lockerem Stil beobachtet wurde, hatte er in der 30-er Zone ein Blind Date mit dem „ Hammerman“. Dieses berüchtigte Phantom der Laufoper konnte ihn aber nicht davon abhalten, mit einer Superzeit von 3:26 Std. den Zielstrich zu überqueren. Für Felix gilt deshalb in Zukunft das Motto: Da geht noch was.

Autor: Hubert Leitermann

 

Hubert Leitermann hat sich in seiner langen SCK-Zugehörigkeit auf vielen Feldern engagiert, Erfahrungen eingebracht und Interessierten zugänglich gemacht. Seine tollen Beiträge für unsere Pistenpost sind immer eine Bereicherung. Hubert – bitte nicht nachlassen

Himmelsleiter und Höllental

Eine ganz respektable Zahl „alter“ und neuer LäuferInnen war zur Saisoneröffnung gekommen. Nach einem schönen Einführungslauf wurden unter Anleitung von Michael Herrenleben noch einige Dehnungsübungen durchgeführt.

Am Samstag dem 15. Juni fand zum 4. Mal der härteste Halbmarathon Deutschlands, natürlich wieder unter der Beteiligung vom Skiclub-Kelkheim, statt. 21,1 km mit 900 Höhenmetern auf alten Kirchgang-Wegen der Breitnauer und Hinterzartener ins Höllental.


Vor dem Start      ...und durch die Ravennaschlucht


Am Ende ist immer gut Lachen, für Alle!

Die Wege wachsen das Jahr über zu und werden nur für den Lauf wieder freigelegt. Wer nicht mehr laufen kann, muss gehen. Irgendwann obsiegt die Natur über den Körper, wer das Ziel erreicht – und das haben wir alle – ist umso glücklicher. Der „Koberstädter Wald-Marathon“ fand bei mäßigem Wetter am 25. August in Egelsbach, statt. Andrea, Nicole, Anja, Thorsten Felzmann und Michael Herrenleben gingen um 9.40 Uhr an den Start auf die 21,1 km lange Strecke. Trotz widriger Wetterverhältnisse kamen die Damen mit hervorragenden Zeiten (zwischen 01:53 und 01:58) ins Ziel. Über die Herren kann man nur soviel sagen – mit dabei zu sein ist alles!


Erfolgreiche Nachwuchsläufer Marius Herrenleben und beim Lorsbacher Schinderwaldlauf Moritz Passarge


2. Platz für Moritz beim Gickellauf am 15. September 2013


Ob in New York oder bei der neuen Art des Laufens dem Fishermans Friend StrongmanRun – Gabriele Hessemer ist oft dabei.

15. Oktober - Bad Dürkheimer Berglauf

Nach einer entspannten Fahrt und reichlich Zeit zum Umziehen und akklimatisieren gingen bei warmen und sonnigem Oktober-Kaiserwetter um 14.45 Uhr Gabriele, Thorsten und Michael mit weiteren 294 Läufern/innen an den Start. Durch Gruppen von Kastaniensammlern schlängelte sich der Weg auf 8,7 km und 510 Höhenmetern hinauf zum „Bismarckturm“. Glücklich und zufrieden im Ziel angekommen, ging es nach einer kurzen Pause zu Fuß auf den 4,3 km langen Rückweg.




Man kann auch mit dem Bus zurückfahren,kommt aber dann nicht an dem Sektstand vorbei. Hier gibt es süßes Gebäck zum Knabbern und einen ausgezeichneten Sekt soviel man vertragen kann. Der Abschluss ist ein gemütliches Zusammensitzen in der Sporthalle bei reichlich Kuchen, leckeren belegten Brötchen und dem obligatorischen „Federweißen“. Hier kann man auf einem Bildschirm sehen, welche Figur man an der steilsten Stelle, dem „Geiersbrunnen“, gemacht hat.


Lufthansa Halbmarathon - Teilnehmer am 10. März 2013: Norbert, Marion und Birger

Diese Berichte und Bilder zeigen, dass es beim Lauftreff des SCK in erster Linie um den Spaß am gemeinsamen Laufen geht. Neue Läuferinnen und Läufer sind immer herzlich willkommen. Die Trainingszeiten sind in der Winterzeit donnerstags von 19 bis 20 Uhr und samstags 15.30 bis 16.30 Uhr. Treffpunkt: Parkplatz vor dem SCK Vereinsheim Kelkheim/Münster

Autor: Michael Herrenleben

 

Michael Herrenleben – der Name ist etwas irreführend, denn von einem „Herrenleben“ waren seine Traningseinheiten weit entfernt – hat sich seit April 2011 mit Erfolg der Aufgabe gestellt, laufbesessenen SCK Mitgliedern Feinschliff und Ausdauer anzutrainieren.

Nordic Walking – Kurs

Guten Zuspruch fand auch in diesem Frühjahr wieder der angebotene Nordic Walking-Kurs für Einsteiger. Auf der dafür hervorragend geeigneten Schwimmbadwiese fanden sich während des auf zwei Wochen verteilten insgesamt sechstündigen Kurses wieder zehn Teilnehmer/innen ein, um die begehrte Urkunde „der erfolgreichen Teilnahme“ zu erwerben.

 

Wies`n Schlüssel verirrte sich nach München

Kaum zu glauben, wenn schon, dann kommt`s aber gleich mehrmals heftig. Für große Umstände sorgten nicht nur unerwartete Windstöße am Montag nach dem Abschlusstreffen der Oster-Jungfernfahrt auf der Schwimmbadwies`n – nein. Mit der Absicht und dem Auftrag, alles wegen der Maiwanderung bis Mittwoch, dem 1. Mai, sinnvollerweise gleich stehen zu lassen, wollte Michel zum Ende seines sonntäglichen Treffs die Tore verschließen. Nach verzweifelten Versuchen der Kontaktaufnahme musste sich herausstellen, dass die einzigen Schlüssel zur Wies`n sich zwischenzeitlich in einer Jeans-Hosentasche auf den Weg nach München begeben hatten. Dann am Montag unerwartete Windstöße und der schon erwartete Anruf des Bademeisters „euer Pavillon ist weggeflogen“.


Unser Küchenmeister Manfred und sein bester Freund

Dank der Hilfe des Bademeisters und eines Erziehers aus der Kita konnte der Pavillon am Weiterfliegen gehindert und geborgen werden. Reparatur und Wiederaufbau des Zeltes und der Sitzgarnituren musste dann am Dienstag über den Zugang durch das Halligalli, dem ehemaligen Hallenbad, abgewickelt werden. Und es kam dann schon die versprochene, heiß ersehnte Post aus München. Jedoch zwei Unglücke kommen bekanntlich selten allein. Die automatische Briefabfertigung in München hatte den briefunüblichen Inhalt kurzerhand herausgeschoben, so dass letztlich nur ein geöffneter, leerer Briefumschlag Kelkheim erreichte. Eine viertel Stunde vor der Schließung des Rathauses zum 1. Mai wurde der für das Schwimmbad zuständige Fachamtsleiter, Lauffreund Thomas Alisch, im städtischen Bauhof noch fündig und konnte die letzten Ersatzschlüssel auftreiben. Der Maiwanderung mit anschließendem Grillen stand endlich nichts mehr im Wege. Übrigens, ganze acht Wochen danach konnten die über den Suchdienst der Post ausfindig gemachten Schlüssel wieder in Empfang genommen werden.


Wieder regen Zuspruch fand nach dem langen, kalten Winter der Frühjahrsauftakt im April unter den Lauf- und Nordic Walking – Gruppen.

Autor: Alfred Herrmann

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Drum prüfe ewig, wer sich bindet!

Melitta und Michael haben diesen leicht abgewandelten Spruch wortwörtlich in die Tat umgesetzt und sich am 30. Oktober auf dem Standesamt im FrankfurterRömer das JA-Wort gegeben. Unser Bild zeigt die frisch vermählten Leibssles auf der berühmten Hochzeitstreppe. 489 – in Worten: vierhundertneunundachtzig SCK-Mitglieder gratulieren ganz herzlich!

 

Gesucht wird ein Pistenpost-Redaktionsteam

Der Mangel des nicht vorhandenen Redaktionsteam ́s wird immer dann sichtbar, wenn die Produktion der nächsten Pistenpost ansteht und die dafür notwendigen Beiträge eingefordert werden müssen. Wir suchen daher Redakteure für die Bereiche: Nordisch, Alpin, Jugend und Breitensport.

Bitte nicht zögern und Kontakt aufnehmen mit: Alfred Herrmann, Rolf Kümmel oder Bernd Tränkner.

 

SCK-Nachwuchs


Wir beglückwünschen die Eltern der Zwillinge Johanna und Alexander Clement, geboren am 1. April, und freuen uns mit ihnen über den gleich zweifachen SCK-Nachwuchs

 

Jahreshauptversammlung am 8. November 2013


Nach den Berichten des Vorsitzenden, der Sportwarte, des Kassenwartes (die ordnungsgemäße Führung der SCK-Finanzen wurde von den Kassenprüfern Gisela Penske und Dr. Walter Hartig bestätigt), sowie der Entlastung des Vorstandes erfolgten Neuwahlen. Wieder gewählt wurden als:

  • Vorsitzender: Alfred Herrmann
  • Schriftführerin: Irene Kilp
  • Sportwart Nordisch: Bernhard Döring

Neu im Vorstand sind als:

  • Sportwart Alpin: Michael Leibssle
  • Jugendwart: Martin Geyer.

Die von ihren Funktionen ausscheidende Claudia Semrau (Jugendwartin) und Alex Solzer (Sportwart Alpin) wurden für ihre langjährige, engagierte Arbeit mit einem Dankeschön vom Vorstand geehrt.

Autor: Bernd Tränkner

 

Neue Mitglieder

Wir begrüßen ganz herzlich in unserem Skiclub Kelkheim als neue Mitglieder: Ulla und Lothar Becker, Tobias Greiner, Matthias und Lotta Kircher, Caroline und Markus Kowalski, Gisela Kuhl und Rafael Lorscheider.

Der aktuelle Mitgliederstand im November 2013 beläuft sich auf 491 Mitglieder.

Autor: Irene Kilp