Skiclub Kelkheim e.V. - Verein zur Förderung des Skisports
Pistenpost 85
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Schneeball 85

Liebe SCK-lerinnen!

Seit mehr als einem Jahr ist das Vorstandsamt des/der Jugendwartes/in nun bedauerlicherweise unbesetzt. Alle Bemühungen dieses Amt wieder zu besetzen sind leider bis heute erfolglos geblieben.

Dies allerdings bedeutet nicht gleichzeitiger Stillstand der Jugendarbeit im Verein, im Gegenteil. Dank einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit, sowohl über die einschlägige Ortspresse, als auch durch verstärkte Werbung an den Schulen war unsere diesjährige Oster-Jugendfahrt ein Erfolg wie nie zuvor. Erwähnenswert ist auch der Plan, unter der Voraussetzung ausreichenden Interesses und geeigneter Hallenzeiten, ein Mutter/Kind-Turnen einzurichten und der Vorstandsbeschluss jugendliche Vereinsmitglieder bei all unseren Skireisen mit EUR 20,-- zu bezuschussen, sowie die Wiederbelebung unserer einstigen Skireise "Für Jugend und Familien". Dies waren zur Jahreshauptversammlung die positiven Kernpunkte zum Tagesordnungspunkt "Bericht des Jugendwartes".

Dass diese Bemühungen nicht fruchtlos blieben verdeutlicht der Blick auf die Mitgliederentwicklung. Denn unter insgesamt 59 Neumitgliedern des vergangenen Geschäftsjahres befanden sich erfreulicherweise auch 16 Kinder und Jugendliche. Dies entspricht fast 30% aller der Neuzugänge und liegt damit erheblich über dem bisherigen Anteil jugendlicher Vereinsmitglieder. Der Anteil ist somit insgesamt steigend, trotz des Fehlens eines für die Jugendarbeit zuständigen Vorstandsmitgliedes.

Mein persönlicher Wunsch bleibt deshalb, der nächstjährigen Jahreshauptversammlung endlich wieder eine/nen Kandidatin/daten zur Wahl vorschlagen zu können. Aber auch ein sofortiger Einstieg in dieses Amt ist jederzeit möglich. Die Position würde somit vorerst kommissarisch besetzt.
Deshalb mein Appell: "Wer etwas Zeit opfern kann für die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein, dazu Lust und Laune mitbringt sich der Jugendarbeit zu widmen, bitte umgehend melden!"

Nicht nur im Eigeninteresse (Marcialonga und Dolomitenlauf waren 2002 wegen Schneemangels auf der Alpensüdseite nicht möglich) nein, generell und insbesondere wegen unseres neuen Reisezieles – Campitello di Fassa – wünsche ich nun einen schneereichen Winter. Selbstverständlich auch im heimischen Mittelgebirge, damit man sich möglicht oft und lange bei der Ausübung unseres Sportes wiedersieht.

Noch eine Anregung am Schluss:
Ulli hat Arbeit und Mühe nicht gescheut um auf unserer Homepage ein "Forum" einzurichten.

Wie wäre es mit einer Diskussion um die Wiederbelebung einer Clubmeisterschaft? Hierzu und zu anderen Themen sind selbstverständlich auch die althergebrachten "Leserbriefe", mit dem Vorteil sie nicht nur vor dem Bildschirm schreiben und lesen zu können, willkommen.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Autor: Alfred Herrmann

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Immer an der Weil lang...

Bericht von einer kurzweiligen Radtour durch das Weiltal

Dem Skifahrer ist der Taunus im Winter wohlbekannt und auch im Frühjahr oder im Herbst findet mancher seinen Weg in den Taunus zum Wandern oder zum Radfahren mit dem Mountain Bike. Aber so gemütlich an einem Bächlein entlang radeln war bis jetzt nicht möglich. Diese Lücke hat auch der Naturpark Hochtaunus und der Landkreis Limburg Weilburg erkannt und hat vor zirka 2 Jahren einen durchgehenden Radweg mit Beschilderung zwischen dem Roten Kreuz und Weilburg gebaut. An einem Wochenende, Mitte Juni, wollten Anne, Ulli, Angela und Klaus diesen neuen Radweg in unmittelbarer Nähe bei einer zweitägigen Radtour erkunden, nach dem Motto "Natur und Kultur" per Pedes.

Treff- und Startpunkt war Falkenstein und so wurden die für 2 Tagen bepackten Räder über den Fuchstanz zum Roten Kreuz bewegt d.h. geschoben oder geradelt. Am Roten Kreuz, dem eigentlichen Startpunkt der Tour, empfing uns das Zeichen des Weiltalweges ein grünes Blatt mit einem blauen Strich als Symbol für die Weil. Dieses Symbol sollte uns bis Weilburg auf einer Streckenlänge von 47,5 km begleiten. So ging es über Oberreifenberg in Schussfahrt hinunter ins Weiltal. Der eine oder andere wird sicher schon daran gedacht haben, wie er am nächsten Tag da wieder hinauf kommen soll.... Zur Streckenführung ist zu sagen, dass es bis zur Mündung der Weil in die Lahn ein Höhenunterschied von 560 m zu überwinden gilt und immer wieder je nach Lust, Laune und Kondition in beiden Richtungen einige Steigungen bzw. Schiebepassagen eingerechnet werden müssen. Die Strecke führt, mit einigen Ausnahmen, immer an der Weil entlang über Waldwege, Radwege und ab Lützendorf auf einer alten Bahntrasse zum Ziel. Mit dem Auto kennt sicher jeder die landschaftlich reizvolle Strecke durch das Weiltal. Mit dem Fahrrad ergeben sich aber ganz neue Ausblicke in eine schon bekannte und vertraute Landschaft. Die Strecke führt über Schmitten Weilrod nach Weilmünster.

Dort haben wir uns nach der Hälfte des Weges, eine wohlverdiente Pause in einem italienischen Eiscafe gegönnt. Schon lange schmeckte ein Eisbecher nicht soooo gut. Nebenbei erfuhren wir vom Kellner die neusten Fußballergebnisse ( es war die WM in Japan/Südkorea). Die zweite Hälfte der Tour ist weniger anstrengend.

Jetzt begann das Genußradeln auf der alten Bahntrasse, ganz abseits von jeden Straßenlärms, ein wahrer Genuß und das Rad läuft wie von selbst. In Weilburg angekommen, bezogen wir unsere Unterkunft, eine kleine Pension mitten in der Altstadt und verwandelten uns aus Radfahrer in Konzertbesucher. Aber bevor die Musik zum ihrem Recht kam, mussten die Beine noch etwas anders bewegt werden, am besten während eines kleinen Stadtrundgangs. So ganz beiläufig stöberten wir den besten Griechen am Ort auf, jetzt wurden auch kulinarisch alle Wünsche erfüllt. Jetzt war der Kopf frei und der Magen gesättigt für ein Konzert aus der Reihe der Weilburger Schlossfestspiele. Das Konzert fand leider, aufgrund der unsicheren Wetterlage, nicht im Renaissancehof des Weilburger Schlosshofes statt, sondern in der Schlosskirche.

Es spielte das Orchester Virtuosi di Praga Stücke von Mozart, Hindemith, Stamitz und Schubert. Das Konzert war ein würdiger Abschluss eines schönen Radeltages.

Am nächsten Tag war noch Zeit für eine Führung durchs Weilburger Schloss. Hier erfuhren wir einiges über die verwandtschaftlichen Verbindungen von NassauWeilburg mit dem Großherzogtum Luxemburg und dem niederländischen Königshaus. Nach dem Ausflug in die Geschichte schwangen wir uns wieder auf die Stahlrösser, Richtung Weiltalweg zurück. Ab und an sahen wir den Weiltalbus auf der Straße fahren. Dieser Bus verbindet Weilburg mit Oberursel Hohemark und führt einen Radanhänger mit, um Radfahrer an bestimmten Haltestellen aufzunehmen und sie an ihren Ausgangspunkt zurückzubringen. Für uns kam das natürlich nicht in Frage, wir vertrauten auf die wohltuende Wirkung einer Pause bei Kaffee und Kuchen (aber diesmal bitte mit Sahne). Wir wir so den Pausenwunsch hinterher sinnen stoßen wir zur Landsteiner Mühle, ein idealer zauberhaft gepflegter Biergarten. Gestärkt ging es nun auf die letzte Etappe hinauf das obere Weiltal hoch nach Oberreifenberg zum Roten Kreuz. Das war dem Hinweg die längste Schussfahrt, aber zurück, schieb und keuch...... Der Rest ist schnell erzählt. Ober den Fuchstanz zurück nach Falkenstein, frisch machen und dann zum Italiener, die Kohlehydrate Depots auffüllen für neue Heldentaten z.B. für den Weiltalweg-Landschaftsmarathon am 27. April 2003 (siehe auch www.weiltagweg.de).

Autor: Klaus Knam

 

Alpenüberquerung mit dem Mountainbike

Wenn Skifahrer fremdgehen .... oder wenn der Vater mit den Söhnen ...

Schon lange spukte mir im Kopf die Idee herum, die Alpen mit dem Fahrrad zu überqueren, doch es fehlte der richtige Anstoß. Auf der 1. Mai – Wanderung des SCK 2002 habe ich mich dann mit Hubert Leitermann unterhalten, der dieses Abenteuer schon hinter sich hatte und ganz begeistert davon berichtete. Eine kurze Telefonrunde mit meinen Söhnen Kai und Christian und die Idee nahm Gestalt an. Doch es grenzt schon fast an ein Wunder drei erwachsene Menschen die im Beruf und Studium sehr eingespannt sind, unter eine Decke zu bringen sprich eine freie Woche gemeinsam zu finden. Das Wunder geschah und wir planten vom 20. bis 28.7.2002 die Tour vom Tegernsee nach Bozen zu machen, das hieß 335 km von Rottach – Egern bis nach Montan. Ich fuhr dann erst mal in Urlaub und überließ Kai und Christian die Tourplanung mit Bahnverbindungen, Unterkunftsmöglichkeiten etc..

Am 19. Juli 2002 starteten wir dann mit dem Wagen nach München. Dort noch eine Übernachtung, ein genauer Check der Rucksäcke und der gesamten Ausrüstung, um dann am nächsten Morgen per Rad erst zum Bahnhof und dann mit dem Zug nach Rottach - Egern am Tegernsee aufzubrechen.

Noch am Vormittag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein per Rad durch das Mangfallgebirge hinauf zur Monialm, nach Valepp und über die Grenze nach Österreich zum Kaiserhaus, alles auf einer Höhe bis zu 1000 m mit relativ guten Wegen.

Dann hinunter ins Inntal nach Brixlegg und immer am Inn entlang zum Eingang ins Zillertal bei Jenbach. In Mayrhofen ließen wir die Taleinfahrt zum Hintertuxer Gletscher rechts liegen und radelten im Nachbartal noch weiter Richtung Schlegeisspeicher. Nach 103 km winkte endlich ein Bett im Alpengasthaus Breitlahner nach der längsten Teilstrecke der gesamten Tour.

An nächsten Morgen dann ein erster Härtetest, gleich nach dem Frühstück die steile Auffahrt zum Schlegeisspeicher und danach kurz hinter dem Speicher ein Steig über 5 km der mit dem Rad auf dem Rücken überwunden werden musste. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Zweieinhalb Stunden mit Gepäck und Rad auf dem Rücken hinauf aber die Rundumsicht auf dem Gipfel bei 2.250 m belohnte für die Strapazen.

Dort auf dem Pfitscherjoch befanden wir uns schon in Italien und die lange Abfahrt hinunter ins Val di Vizze nach Sterzing belohnte unsere Mühen mit bis zu 19% Gefälle. Im Eisacktal ging es dann vorbei an Franzensfeste nach Brixen. Obwohl wir schon spät dran waren kam uns kurz vor dem Ziel auch noch ein platter Reifen dazwischen (zum Glück der einzige (!) der ganzen Tour). So dass wir erst sehr spät abends Quartier machen konnten und nach dieser schweren Etappe mit 83 km erst gegen 21 h zum Abendessen kamen.

Der nächste Tag brachte uns vor allem Höhenmeter und außerdem von Brixen nach Albeins, hinauf nach Afers Passo Rodella über Munt hinüber ins Villnösstal nach St. Magdalena, unterhalb der Geislerspitzen.

Ein herrlicher Platz für die dritte Übernachtung und so entschlossen wir uns nach den anstrengenden Etappen der beiden ersten Tage, hier schon am frühen Nachmittag Schluß zu machen und den idyllischen Charme des Geburtstales von Reinhold Messner zu genießen. Vom Villnösstal führte uns der Weg entlang der Geislerspitzen über den Adolf-Munkel-Weg hinauf zur Gschnagenhardt–Alm (2.045 m hoch) und Brogles-Alm, hier war streckenweise wieder einmal Radtragen angesagt. Danach folgte ein echtes Schmankerl und auf ungefähr 2100 m ging es nun fast zweieinhalb km topfeben dahin mit unvergleichlichem Panoramablick über die umliegenden Dolomiten. So kamen wir zur Raschötz-Hütte und von dort nach einem guten Kaiserschmarren hinunter nach St. Ulrich im Grödner-Tal. Auf der Südseite des Grödnertales führte unser Weg hinauf zur Seiser Alm (1930 m), wo wir in einem schönen Hotel mit Schwimmbad mitten im (grünen) Skigebiet übernachteten.

Am nächsten Morgen führte uns eine wunderbare Abfahrt auf kleinen Waldpfaden von der Seiseralm hinunter zum Völser Weiher und rund um den Schlern. Nach einem erfrischenden Bad im Völser Weiher ging es über Ums und Prösels hinüber ins Tierser Tal bis nach St. Cyprian, wo wir am Fuße des Rosengarten Massivs übernachteten. Vor uns den Rosengarten, starteten wir am frühen Morgen über den Nigersattel zum Karerpass. Vorbei am Karersee fuhren wir hinüber ins Skigebiet von Obereggen, direkt an der Sprachgrenze von Südtirol zu den italienischen Dolomiten.

Hier dann schon die letzte Übernachtung während unserer Tour und dann führt uns die Abschlussstrecke noch einmal hinauf auf 2.000 m auf den Passo Lavazze. Zwischen Weißhorn und Schwarzhorn hindurch radeln wir hinunter nach Radein und über Kaltenbrunn auf einer stillgelegten Bahntrasse durch alte gemauerte Eisenbahntunnel in die Weinberge oberhalb von Montan. Da wir die Heimreise am kommenden Tag mit dem Zug von Bozen aus antreten wollten und es noch früh am Nachmittag war, machten wir uns noch auf den Weg entlang der Etsch nach Bozen. Dort fanden wir trotz des Streiks der Bahnbediensteten glücklicherweise noch jemanden, der uns eine Fahrkarte verkaufen wollte und suchten dann noch ein Hotel für unsere letzte Nacht. Den Abend ließen wir mit einem Bummel in der Altstadt von Bozen und bei einem Glas Rotwein ausklingen.
Am Samstagmorgen brachte uns der Zug ziemlich pünktlich von Bozen nach München, wo wir um die Mittagszeit dann mit den Rädern wieder bei unserem Auto angekommen sind. Übereinstimmend kamen wir zu dem Schluss, dass wir so etwas ganz sicher noch einmal machen wollen. Natürlich kam uns das herrliche Wetter bei der Durchführung der Tour zugute, denn der strahlende Sonnenschein des ersten Tages hat sich bis zum letzten Tag unverändert gehalten (die zweimal zehn Minuten Nieselregen zählen wirklich nicht). Damit bis zum nächsten mal und jetzt werden erst mal wieder die Ski rausgeholt...

Autor: Herbert Penske

 

Raus aus dem Alltag

Auf zum Wasserskifahren im "Hot Spot Seepark"!

Hier am See in Niederweimar bot sich allen Skiclub-Mitgliedern am Sonntag, dem 25. August, zum zweiten Mal die Möglichkeit zum Wasserskifahren.
Alles, was man an Ausrüstung dazu brauchte, wurde uns dort zur Verfügung gestellt, lediglich die Badehose und ein Handtuch musste man mit bringen.

Von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr stand dem Skiclub die Seilbahnanlage exklusiv zur Verfügung, so dass sich jeder nach Herzenslust in das Abenteuer stürzen konnte. Neben dem klassischen Wasserski konnte man auch Kneeboards oder Wakeboards ausprobieren. Oder wie wär´s mit Monoskifahren? Man gönnt sich ja sonst nichts!

In diesem Jahr freute man sich über die vielen Teilnehmer aus dem Skiclub Langen, Taunus und Kelkheim. Besonders erwähnenswert ist, dass auch einige Jugendliche und Kinder mit viel Spaß an der Sache dabei waren.


Michael Leibssle "Bin ich bald dran?"


Wolfgang gekonnt auf dem Monoski

Für alle Zuschauer war es bestimmt auch sehr unterhaltsam, an der Schirmbar zu sitzen und nach spektakulären Starts Ausschau zu halten.
Das so etwas anstrengend ist, erklärt sich von selbst, daher stärkten wir uns anschließend mit gegrillten Köstlichkeiten und genossen die Atmosphäre am See.

Alles in allem war es ein ganz besonderer Event, auf den ich mich schon im nächsten Jahr freue!

Autor: Doris Franzisket

 

Tal Total und das WM Finale

Trotz WM Finale war die Strecke ganz gut besucht. Überall waren Fernsehgeräte aufgestellt und die Bierbänke und Tische in die richtige Richtung gedreht.

Ab Mittag wurde es dann zu auffallend ruhiger. Immer weniger Radfahrer und Inliner. Jetzt mußte man sich langsam einen Platz ergattern. Die besten Plätze waren schon vergeben.
Wir fanden einen freien Tisch in einer Kirchengemeinde. Ein großes schattiges Zelt mit großer Leinwand war hier vorhanden. So konnten wir das Spiel verfolgen und dabei sind wir auch noch gut verpflegt worden. Die Stimmung war zum Anfang noch sehr gut. Dann wurde es aber immer ruhiger. Leider verlor unsere Mannschaft.

Nach dem Spiel ging es ebenso ruhig weiter. Keine Partys und Menschenaufläufe. Keine engen Ortsdurchfahrten. Wir hatten reichlich Platz um in Richtung Parkplatz zu fahren.

Trotz der Niederlage der Fußballmannschaft war es ein prima Tag. Das Wetter war hervorragend. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.

Autor: Ulli Kaiser

 

Rad-Erlebnistag 'Von Tal zu Tal'

Bei bestem Spätsommerwetter fand sich am 25.August ein fröhliches Rudel von Radlern im Nahe-Weinort Langenlonsheim ein, um im Rahmen der regionalen Veranstaltung "Von Tal zu Tal" gut 30 km und 330 Höhenmeter unter die Räder zu nehmen.
Die Radtour, die wieder von Annette und Hubert geführt wurde, hat bereits viele Liebhaber im Skiclub. Alfred war ebenso mit von der Partie wie Anne und Ulli, Hans und Helga, Manfred J. und Hannelore, Manfred H. und Uschi D., Günther C. und Gitta sowie Helmut und Linde. Hinzu gesellt hatten sich die "Keuchenden Gipfelstürmer" aus dem Kreise der Deutschen Bank sowie Freunde aus Darmstadt und Kufstein.

Durchs flache Guldenbachtal, in dem der Hunsrück ausschwingt, ging es zunächst unmerklich aufwärts entlang rosenbekränzter Rebzeilen, in denen weiße und rote Trauben im milden Sonnenlicht vor sich hinreiften.

Der baummarkierte namengebende Bach schlängelte sich entgegen unserer Fahrtrichtung der Nahe entgegen und schon bald war das Weindorf Guldental erreicht. Ein Wein- und Sektfest kam gerade erst in Gang, die Blasmusik posaunte gängige Weisen in die laue Luft, erste Schorlegläser kamen auf die Tische und der Guide, dessen Wiege schon mit Weinblättern ausgekleidet war, probierte eine junge, fruchtsüße Riesling Auslese, die mit allen guten Weingeistern gesegnet war.

Zu früh, um sich dem Fest wirklich als Weinschmecker zu nähern, nahmen wir wieder Fahrt auf, verließen den Geburtsort des "Deutschen Michels" und bummelten bergwärts weiter auf der für den Autoverkehr gesperrten Landstraße durch Windesheim und Schweppenhausen nach Stromberg. Radelnde Familien und Inline-Skater belebten die Szene in beiden Richtungen und labten sich an den reichlich vorhandenen Erfrischungs- und Verpflegungsstationen.

Die Weinberge wichen zurück, machten sommergrünen Hügeln und abgeernteten Kornfeldern Platz, bis uns kühler Wald vor Stromberg umfing. Im Ort entpuppte sich der übervölkerte Marktplatz um die Mittagszeit als Etappenziel für zu viele buntgewandete Hobbysportler.

Von der Hoffnungslosigkeit überzeugt, möglichst bald an einem der Essensstände in der ersten Reihe stehen zu können, schwangen wir uns schleunigst wieder in den Sattel und kletterten den steilen Anstieg hinauf, der uns aus dem Talkessel auf die Höhe brachte, die von den beiden Türmen der Stromburg, Johann Lafers Gourmet-Tempel, beherrscht wurde.

Der höchste Punkt unserer Tour war erreicht, die Sterne des Fernsehkochs ließen wir geringschätzig liegen, und so ging es wieder bergab in Richtung Nahetal bis Waldlaubersheim, wo wir weindurstig und zielstrebig im Hof der Straußwirtschaft Paulus zur Mittagsrast einfielen. Ausgetrocknete Kehlen und leere Mägen waren Mangelerscheinungen, die zur Einkehr nötigten. Die Winzerküche, auf Dutzende von Volksradfahrern nicht eingestellt, brauchte nervenzerrend lange, um Räucherlachs oder den musikalischen Handkäs', "Muffelteller" und Spundekäs' aufzutischen. Derweil sprudelten muntere Gespräche und die Geselligkeit konnte gedeihen.

Es folgte eine genußvolle Abfahrt durch die Weinberge nach Burg Layen und zum nächsten Einkehrschwung im romantischen Weingarten des Gutes Dr. Höfer vor der malerischen Kulisse einer Burganlage aus dem 12. Jahrhundert.
Die Sonne vergangener Jahre leuchtete aus den Gläsern, aber auch der deutschen Kaffee- und Kuchenstunde wurde Rechnung getragen.

Danach begann die letzte Etappe unserer diesjährigen Tour. Einem Anstieg nach Dorsheim folgte eine schneidige Abfahrt ins weinberühmte Tal nach Laubenheim, von wo uns der Radweg zurück nach Langenlonsheim brachte.

Nun wurden wir vollends zu Weinquellenpendlern, denn offene Tore luden die Weinschwärmer ein und im Innenhof des Weinguts Krämer klang der Raderlebnistag dann mit dem Apres und einem musikalischen Hoffest aus. Eine Bigband unterhielt uns und die vielen anderen Gäste mit bekannten Melodien aus der Swing-Ära.

Und als die Frische des Abends den Weinhof mit einem ersten Hauch des bevorstehenden Herbstes überzog, neigte sich ein schöner, geselliger Ausflug dem Ende zu, der bei heiterem Wetter und entsprechender Gemütslage die Teilnehmer an der Nahe einander wieder einmal nahe gebracht hat.

Autor: Karlheinz Haubs

 

Alle Jahre wieder...

...wurde am Sonntag, den 3. November 2002 das Badminton-Turnier des SCK in der Sporthalle Sindlinger-Wiesen ausgetragen. 17 Spieler fanden sich ein, um Ihr Können unter Beweis zu stellen.

Nachdem die Spieler sich unter Anleitung von Simone warm gemacht hatten, wurde sich noch etwas eingespielt und dann ging es los. Jeder Spieler hatte acht Doppel zu bestreiten. In den Pausen gab es Kaffee und Kuchen sowie verschiedene Getränke und Leckereien, die die Spieler für die nächste Runde stärkten. Durch die abwechslungsreiche Auslosung kamen spannende Paarungen zustande und so manch vermeintlich Schwacher hat dem Stärkeren gezeigt, 'wo der Hammer hängt'. Trotzdem wurde stets fair und mit dem nötigen Ergeiz gespielt und am Ende hatten dann doch die Favoriten die Nase vorn.

Wolfgang konnte sich den 1. Platz sichern. Auf den Plätzen danach kam es, wie es kommen musste: den 2. Platz teilten sich Kurt und Stefan und auf dem 3. Platz gab es 7 Gleichplatzierte, da die Leistungen der Spieler doch sehr eng beieinander lagen.

Die Organisation des Turniers hatte Sandra übernommen und die Jury - bestehend aus Kristin, Marion und Bianca - hat das Turnier perfekt geleitet. Als Zuschauer konnten 3 talentierte Nachwuchsspielerinnen begrüßt werden, nämlich Tanja, Ronja und Hannah, die zwar noch nicht mitspielen konnten, aber ihre Eltern beim Spiel beaufsichtigten.

Das gelungene Turnier ließen dann alle zusammen bei einem gemütlichen Essen ausklingen.


Hier die Platzierungen:

Platz Name
1 Wolfgang Röseler
2 Kurt Kroneberger / Stefan Passarge
3 Doris Franzisket / Wolfgang Haas / Andreas Jungkind / Sandra Passarge / Hans-Jürgen Pispers / Jörg Rosenthal / Mathias Wolf
4 Tobias Henties
5 Marc Altenberg
6 Regina Cloos / Michael Leibssle / Anke Schütz
7 Ralph Schiffer
8 Simone Henties

Autor: Marc Altenberg

 

Hofheimer Kreisstadtlauf

Es war ein wunderschöner Frühlingstag, dieser Himmelfahrtstag am 9. Mai. Auf dem Kellereiplatz in Hofheim herrschte ein buntes Treiben. Der Kreisstadtlauf (oder auch Kreisblattlauf) über 10 km von Hofheim nach Höchst stand auf dem Programm. Einige Kurzentschlossene füllten hektisch noch Ihre Anmeldung aus. Ansonsten war mehrheitlich Gelassenheit angesagt.

Vom Skiclub Kelkheim hatte sich eine Gruppe von 20 Läufern und Walkern (im Altdeutschen auch als "Geher" bezeichnet ) eingefunden. Man konnte sich wegen der wärmenden Sonnenstrahlen gleich im luftigen Laufdress präsentieren. Die geschäftige Kleiderabgabe hatte der findige Veranstalter diesmal in die Nähe des schattigen Starts verlegt. Kurz vor dem Start kam dann doch etwas Betriebsamkeit auf.

Ambitionierte Läufer wollten doch einen guten Startplatz ergattern. Am Startplatz herrschte schon gefüllte (gefühlte) Enge. Nach dem Startschuss kam das Läuferfeld dann nur langsam in Bewegung. Die Enge in der Hofheimer Altstadt verdichtete das Feld noch zunehmend. Die Insider (auch "Kenner" genannt) hatten sich auf dem Weg zur Zeilsheimer Strasse jeden Straßenpfosten eingeprägt, um nicht mit diesen gefährlichen Wegelagerern zu kollidieren.

Am Ortsausgang von Hofheim hatten die Läufer dann endlich genug Luft um sich herum, einzelne Ungeübte versuchten hier im Sprint sich Vorteile zu verschaffen, um dann nach ein oder zwei km festzustellen, dass 10 km doch eine relativ lange Strecke darstellen. Die Strecke ging nun leicht bergab, dann an der Autobahn entlang bis zur Zeilsheimer Unterführung In Zeilsheim wurden wir dann von zahlreichen Zuschauern frenetisch begrüßt. Private Getränkeposten sorgten für ihre Lauffreunde auf der Strecke. Vor Sindlingen folgten wir dann der Bahntrasse, weiter ging es am "Alten Bleiwerk" vorbei zum Bahnhof "Nord", durch die Unterführung und diesmal ohne Werks- oder Besucherausweis durch die alte Rotfabrik ( heute "Industriepark Höchst" genannt). Zum Aufkommen wehmütiger Gefühle war keine Zeit, denn die Konkurrenz schlief nicht. Zwei km vor dem Ziel wurde so langsam das Tempo angezogen. Die Temperatur war inzwischen auch etwas angestiegen. Durch die Bolongarostraße ging es dann an den bunten Gebäuden der MKW vorbei zum Mainufer.


Ein wehmütiger Gedanke beim Anblick des in meiner sechsjährigen Tätigkeit in Schönheit erstrahlten Wasserwerks der Infraserv kam dann doch noch auf.

Das Pflaster des Mainufers tat inzwischen an den Fußsohlen weh, aber zu einem kurzen Sprint durch das Maintor des Höchster Schlosses zum Ziel reichte es dann doch noch.

Die Zuschauer in den umliegenden Lokalen hatten fast alle Plätze der Terrassen belegt. Ein kühles Getränk vom Veranstalter spendiert, ließ so nach und nach die Kräfte wieder zurückkehren. Interessant war die Beobachtung der eintreffenden Läufer, sofern man dazu schon wieder in der Lage war, wenn sich die Mienen nach dem Erreichen des Ziels wieder erhellten. Beim Umziehen unter freiem Himmel auf der Wiese unterhalb des Schlosses hatte jeder nur Blicke für sich selbst. Es war ein schöner Spaßlauf, im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.

Manfred Jansohn


Gesamtplatz Name Platz/Alterskl. Zeit
113 Wolfgang Haas 24. M40 42:29 Hase war schneller als Igel !
439 Ulrich Kaiser 38. M50 49:14 beachtliche Leistung !
517 Rudolf Kümmel 15. M60 50:36 In diesem Winter auch auf Ski ?
805 Hans Schell 10. M65 65:21 die Rentner haben Zeit zum Training
819 Doris Franzisket 27. W40 56:33 ausbaufähig !
842 Alfred Herrmann 21. M60 56:29 trotz Schmerz, mit viel Herz
868 Manfred Jansohn 25. M60 57:19 er kann's nicht lassen
881 Felix Beutner 10 M-Schüler 57:39 nächstes Mal, lässt er uns stehen!
1057 Horst Barthel 12. M65 1:00:51 Im Aufbautraining für den Skiwinter
WalkerInnen: Zeit: zwischen 1:23:10 bis 1:26:14
Marlene Herrmann, Karin Thomaskowitz, Renate Bauch, Andrea Beutner, Gerhard Bauch, Erika Hofmann, Annemarie Kaiser, Elke König, Linde Hundsdörfer, Elfriede Barthel Wer glaubt, dass das nicht flott ist, versuche es beim nächsten Lauftreff des SCK einmal selbst

 

Ein Jogging-Weg erhält seinen Namen

Alfred Herrmann Steig

Nur für Geübte

Wer kann schon von sich sagen, daß eine Straße oder ein Weg nach ihm benannt ist? Goethe, Schiller, Beethooven, Mozart und Turnvater Jahn vielleicht - aber die können ja nichts mehr sagen. Alfred ist da die große Ausnahme: obwohl er noch das Sagen hat, wurde er Namenspatron für einen bislang namenlosen Weg. Es ist ein Weg der besonderen Art, nicht etwa eine beliebige Sackgasse, auf der Greti und Pleti täglich entlangschlendern und die Müllabfuhr sich schwer tut, die gelben Säcke einzusammeln.

Der Weg von dem hier die Rede ist, ist pure Natur. Er führt steil nach oben, und man kann ihn durchaus mit einer Himmelsleiter vergleichen. Also nur etwas für Geübte! Um genauer zu sein: es handelt sich um die Direttissima zum Staufen, dem Matterhorn Kelkheim's. Der Steig ist Teil des markierten Wanderwegs aus Richtung Eppstein-Kaisertempel und zweigt ab vom Amtsbotenweg.

Nun wird natürlich niemand behaupten wollen, Alfred sei der Erstbesteiger des Staufen und damit der "Entdecker" dieser Aufstiegsroute. Das waren wohl eher die Kelten, wie Patrick immer behauptet, der in den Kelten seine irischen Vorfahren sieht und gerne auf deren Spuren wandelt.

Könnte auch sein, daß Schinderhannes mit seinen Raubgesellen hier des Wegs kam. Ganz in der Nähe zeigt ja Alfred immer gern das "Sauer-Kreuz", das daran erinnert, daß hier ein Amtsbote oder Postbote hingemeuchelt wurde, als er sich weigerte, den Postsack an die Herren Räuber herauszurücken. Vielleicht hat der Schinderhannes hier auch auf einem berggängigen Roß seine Räuberbraut Julchen mitgeschleppt, mit der er sich ja jenseits des Staufen im Gimbacher Hof vergnügt haben soll. Nein, mit solchem fragwürdigen Erstbesteiger-Ruhm will sich Alfred nicht bekleckern.

Alfred ist vielmehr der Wiederentdecker des Steigs im Zeitalter der Jogger, Walker und Biker. Oft mehrmals die Woche stellt er sich der Herausforderung und das Profil seiner Laufschuhe oder die Stollen seines Mountainbikes graben dann unbarmherzig tiefe Furchen durch Geröll, Sand und schlammigen Waldboden. Nicht selten ist es ein wahrer Sisyphus-Kampf, weil man wieder ganz unten anfangen muß, wenn es einen vom Rad haut.

Als Hubert eines Tages für den Jungfrau-Marathon trainierte, ließ er sich von Alfred zu dessen Steig führen. Von diesem Härtetest, den er von da an öfters wiederholte, war Hubert so begeistert, daß er vorschlug, die Trainingsstrecke nach Alfred zu benennen.

Beim 60.Geburtstag überraschte er dann Alfred mit einem großen, braunen Holzschild, in das er die Worte "Alfred Herrmann Steig" eingeschnitzt hatte. Am Buß- und Bettag fuhren Alfred, Reiner und Hubert mit dem Auto zum Kaisertempel und machten sich von dort mit Schild und großer Leiter auf den Weg. Das ganze hatte den Charakter einer Nacht- und Nebelaktion, wenngleich sonniges Herbstlicht für gutes Fotowetter sorgte.

An einer schlanken Tanne, an der schon das Schild "Frankfurter Stadtwald" sowie eine Reihe von Markierungszeichen hängen, schraubte Reiner mit Hilfe eines Akkubohrers das neue Schild bombenfest an. Das Schild paßt sich so gut seiner Umgebung an, daß man den Eindruck hat, es hänge schon ewig da. Falls es trotzdem jemanden stören sollte, kann man ja immer noch mit der Forstbehörde darüber reden. Auf jeden Fall hat Alfred die fröhliche Wege-Taufe erst einmal für die Pistenpost im Bild festgehalten.

Autor: Hubert Leitermann

 

Hubert Leitermann hat sich in seiner langen SCK-Zugehörigkeit auf vielen Feldern engagiert, Erfahrungen eingebracht und Interessierten zugänglich gemacht. Seine tollen Beiträge für unsere Pistenpost sind immer eine Bereicherung. Hubert – bitte nicht nachlassen

Nordic Walking. Der Klack, Klack, Klack-Marathon

Punkt 10 Uhr starten wir am Waldrand in Hofheim. Es ist Sonntag, der 24.November. Der Himmel ist grau verhangen, aber es regnet nicht. Relativ milde Temperaturen so um 10 Grad bieten ein nahezu ideales Wanderwetter. Wir haben uns vorgenommen, Nordic Walking über die Marathon-Distanz zu machen. Das heißt, 42 Kilometer liegen vor uns. Wenn ich "wir" sage, dann meine ich Gitta Fündling-Cellarius und mich (Annette Leitermann).
Wir gehen gut gerüstet an den Start. Mit guten Laufschuhen, roten Runnningjacken und breiten, schwarzen Gurten für Trinkflasche, Banane und Tempos. Vor allem aber sind wir mit Stöcken "bewaffnet", Gitta mit ihren klassischen Skistöcken und ich selbst bereits mit Spezialstöcken für das Nordic Walking. Wir wollen zwei Runden a 21 Kilometer walken, und zwar die große Runde über Viehweide, Schwimmbad, Gundelhard und Albertsweg erweitert um die Staufenrunde.

Am Vorabend ist Winterfest des Skiclubs. Da bekommen wir viele Mitleidsbekundungen, aber auch ehrlich gemeinten Zuspruch. Die einschlägigen Übungsleiter Alfred Herrmann, Reiner Kretzschmar und Andrea Beutner geben uns letzte Anweisungen auf den Weg. Alfred ist zwar nicht der Erfinder des Nordic Walking, aber er hat vor einem Jahr die Initiative ergriffen, den Lauftreff mit dieser neuen Variante des Walking zu erweitern. Inzwischen hat diese aus Skandinavien stammende Sportart viele Freunde gefunden.

Kein Wunder, denn der intensive Arm- und Oberkörpereinsatz trainiert die beim Laufen sonst vernachlässigte Muskulatur in Armen, Schulter, Brust, Bauch und Rücken. Im übrigen ist das Nordic Walking für alle, die im Winter Skilanglauf machen, eine hervorragende Vorbereitung für Ramsau und andere nordische Events. Deshalb kann auch Reiner hier seine jahrzehntelange Erfahrung in allen Disziplinen des nordischen Skisports bestens einbringen. Ich bin immer ganz begeistert, wenn er beim Lauftreff die Nordic Walking Truppe anführt und mit uns die steilsten Anstiege hochstürmt. Ich finde das richtig geil. Natürlich will auch Nordic Walking gelernt sein, und ich bin Reiner dankbar, daß er immer wieder an unserer Technik feilt.

Aus der Not geboren

Wenn das Nordic Walking und das Walking überhaupt so großen Zuspruch finden, dann liegt das natürlich auch daran, daß es eine echte Alternative zum Jogging bietet.
Wem das Jogging zu schnell ist oder wer sich mit Gelenksproblemen plagt, entdeckt beim Walking neuen Spaß an der Bewegung. Genau so geht es Gitta und mir. Beide haben wir Probleme mit dem Gelenk am großen Zeh, auch Hallux genannt.Deshalb heist auch unser Schlachtruf: Aber Hallux! Ich selbst habe mir beim Skifahren in Ramsau den Zeh angebrochen, beim Würzburg-Marathon restlos kaputt gelaufen, wurde operiert und muß nun mit einem versteiften Gelenk leben. Während das beim Joggen unangenehm werden kann, empfinden wir das Walken als weitaus fußfreundlicher. Deswegen könnte man auch sagen, daß unsere Idee mit dem Nordic Walking Marathon aus der Not geboren wurde. Wir wollen einfach mal testen, ob es möglich ist, mit Nordic Walking einen offiziellen Marathon innerhalb der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Wir denken dabei weniger an die großen Straßenmarathons, sondern an Landschaftsmarathons wie dem Ende April nächsten Jahres erstmals stattfindenden Lauf auf dem Weiltalweg von Arnoldhain nach Weilburg.

Noch ist Nordic Walking hierzulande eher eine exotische Art der Fortbewegung. Das können wir bei unserem Rekordversuch wieder in allen Varianten erleben.

Auf den Waldwegen wimmelt es an diesem Sonntag von Spaziergängern, Joggern, Walkern, Mountainbikern und Reitern. Alle gucken uns wie eine seltene Erscheinung an, viele fühlen sich zu allerlei Kommentaren veranlaßt. Wenn wir mit unserem unvermeidlichen Stock-Geklapper Klack-klack-klack daher kommen, rufen die Kinder "eins, zwei - eins, zwei" oder "Guck mal Mutti, was machen die denn?". Doch die Erwachsenen zeigen sich ebenso ratlos. Einige frozzeln "Ihr habt wohl Euere Ski vergessen" oder "es soll ja bald Schnee geben!" Einige zeigen aber auch freundliche Anerkennung: "Ihr habt aber ein ganz schönes Tempo drauf". Immerhin treffen wir auch zwei Walkerinnen, die mit Skistöcken unterwegs sind. Es sind ältere Semester, sowohl die Wanderer als auch die Stöcke, letztere aus Bambus mit großen Schneetellern.
Dann werden wir allerdings von zwei jungen Nordic-Walkern, welche uns entgegen kommen, recht pfiffig gefragt: "Wo geht’s hier zum Lift?". Wohl eher eine Frage an Alpine?

Der Schrecken für Hunde und Pferde

Ein völlig neues Verhältnis entwickeln wir zu den Hunden. Als Jogger waren wir es gewohnt, daß wir sehr oft als Freiwild für Hunderassen aller Art gelten. Er tut Ihnen nichts, er will nur spielen, wurden wir üblicherweise besänftigt. Oder allzu gierige Wadenbeißer wurden an die Leine genommen. Jetzt, als wir flotten Schritts und mit Stöcken bewaffnet voranstürmen, hat sich der Spieß umgedreht.

Selbst größere Hunde verkriechen sich verängstigt hinter Herrchen oder Frauchen, kleinere werden schützend auf den Arm genommen. Für sie bekam das Grauen einen Namen. Die Hallux Sisters sind wieder unterwegs. Nur so milieugewohnte Vierbeiner wie Kretzschmar's Benni bellen vor Begeisterung und wollen mitgenommen werden. Auch für die Reiter ist die Begegnung mit den Nordic Walkern noch gewöhnungsbedürftig. Viele Pferde scheuen, wenn sie die Stöcke erblicken. Oben auf der Kuppe vom Albertsweg haben wir mit einer jungen Reiterin so eine Begegnung der dritten Art. Angesichts unserer Stöcke beginnt das Ross wie beim Rodeo zu toben und droht die Reiterin abzuwerfen. Während sich Gitta im Wald in Sicherheit bringt, rufe ich der Reiterin zu, schnell abzusteigen. Das tut sie dann auch, und nur so kann sie das verängstigte Tier wieder zur Ruhe bringen.

Wir stürmen weiter, 130 Schritte in der Minute, sieben Kilometer in der Stunde. Am Berg versuchen wir das Tempo zu halten. Wenn es bergab geht joggen wir. Das Joggen allerdings geben wir bald wieder auf. Erstens weil es für überzeugte Nordic Walker nicht stilgerecht ist und zweitens, weil es - wie uns Reiner mit auf den Weg gab - unseren Walking-Rhythmus stört. Und den Rhythmus, das ist unser Ehrgeiz, wollen wir 42 Kilometer eisern durchhalten. Kurz anhalten aber müssen wir, dazu fühlten wir uns verpflichtet, am neuen "Alfred Herrmann Steig". Dies ist der direkte und sehr steile Aufstieg zum Staufen aus Richtung Kaisertempel.

Als Hubert für den Jungfrau-Marathon in der Schweiz hier seinen Härtetest absolvierte, hat er den Namen vorgeschlagen und Alfred zum 60.Geburtstag mit einem entsprechenden Namensschild überrascht. In einer Nacht- und Nebel-Aktion haben Alfred, Reiner und Hubert das Schild erst vor wenigen Tagen hoch auf einem Baum angebracht. Der Steig ist auch für Nordic Walker eine tolle Herausforderung, heute allerdings lassen wir ihn rechts liegen, weil uns die insgesamt 440 Höhenmeter auch so schon reichen.

Verpflegungsstelle am Cohausentempel

Wie vorher berechnet, erreichen wir die Halbmarathonmarke nach 2:47 Stunden. Unsere beiden Männer, Günther und Hubert, die sich zwischenzeitlich mit einem verschärften Stock-Sprunglauf die Zeit vertrieben hatten, haben am Cohausen-Tempel eine perfekte Verpflegungsstation aufgebaut. Da fehlt nichts. Es gibt Apfelsaftschorle, Tee, Bananen und sogar heiße Boullion. Auch trockene Sachen zum Umziehen liegen bereit. So gehen wir wohlgemut und kein bißchen müde in die zweite Runde. Mit fröhlichem Klack-klack-klack und schier endlosem Geplauder halten wir uns in Stimmung. An Publikum fehlt es nicht. Zwischen Wildgehege, Viehweide und Schwimmbad ist ein Betrieb wie in Frankfurt auf der Zeil. Für viele Spaziergänger sorgen wir offenbar für eine farbige Abwechslung im November-Grau: erstaunte Gesichter, belustigte Blicke, Fragen und Zurufe, vielleicht auch da und dort Interesse am Mitmachen. So machen wir Werbung für Nordic Walking.

Wir sind von all dem richtig high. Am Schwimmbad rufen wir per Handy unsere Männer an, daß sie Sekt kaltstellen, um unseren Erfolg zu feiern.

Beim zweiten Anstieg zum Staufen spüren wir, daß es mühsamer wird, das Tempo zu halten. Unser lebhaftes Geplauder verstimmt allmählich, und ganz gegen unsere Gewohnheit marschieren wir über längere Strecken schweigend nebeneinander her. Auch die Halluxe beginnen sich zu melden. Wir befinden uns etwa bei Kilometer 30 und fragen uns deshalb, ob jetzt der berüchtigte Hammermann kommt, der Schrecken jedes Marathonläufers. Doch wir erleben keinen echten Einbruch und bleiben gut in der Zeit. Irgendwann geht es auch wieder bergab und zum vierten mal walken wir flott vorbei an der Waldgaststätte Gundelhard, in der man so schön einkehren könnte. Am höchsten Punkt des Albertswegs kommt uns Hubert entgegen gejoggt. Er walkt mit uns zurück und muß sich dabei ganz schön sputen. Offenbar hat er damit gerechnet, daß er irgendwo in der Dämmerung auf zwei müde Gestalten trifft, die er mit gutem Zureden nach Hause lotsen muß. Statt dessen muß er seinen verschärften Luis-Trenker-Schritt einlegen, um mit unserem Tempo mitzuhalten. Wir können auf den letzten Kilometern sogar noch beschleunigen. Die Endorphine, die freigesetzten Glückshormone, sorgen dafür, daß die Schmerzen in Hallux und Waden erträglich bleiben. Als wir über die Ziellinie stürmen, zeigt die Stoppuhr 5:55 Stunden. Dies ist ein Grund zum Feiern – aber Hallux!

Autor: Annette Leitermann

 

Inlinersaison 2002 - Skaten mit dem SCK

Rückblick auf die Skatersaison 2002

Der Saisonstart wurde zunächst dadurch verpatzt, dass die monatlichen Kelkheimer Inline-Touren, veranstaltet vom Büro für bürgerschaftliches Engagement, leider ausfallen mussten. Rechtliche Bedenken von Seiten der Stadt aufgrund des BGH-Urteils vom März waren dafür ausschlaggebend.

Der Skiclub Kelkheim ließ es sich dennoch nicht nehmen, auch dieses Jahr wieder Touren für Inline-Skater anzubieten. Alle zwei Wochen trafen sich bei trockenen Bedingungen einige Skater, um gemeinsam Strecken von ca. 15 km auf Feld- und Radwegen zu skaten.

Noch besser besucht war jeden Dienstag der Treff beim TNS in Frankfurt. Das Tempo war dort dieses Jahr recht hoch und mit Streckenlängen von meist 38-43 km war dies schon ein recht anspruchsvolles Training.

Ab Mitte September bereiteten wir uns dann gezielt mit wöchentlichem Technik-Training auf den Saison-Höhepunkt, den Frankfurt-Marathon, vor. Kurt wollte als Lokomotive für eine Endzeit von 1:45 sorgen, und fünf SCKler und Freunde wollten sich diesem Zug anschließen.

Leider ließen sich – im Gegensatz zum Vorjahr – die SCK-Starter durch die schlechte Wetterprognose mit Sturmwarnung und Regenschauern vom Start abhalten, so dass der gemeinsame Saisonabschluss ins Wasser fiel.

Planungen für 2003

Für die kommende Saison ist eine Wiederauflage der Kelkheimer Inline-Touren geplant, an denen sich der SCK wieder betreuend beteiligen wird. Bei den vom SCK darüber hinaus angebotenen Touren werden wir je nach Teilnehmern auch ein paar Technik-Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene einbauen, ohne jedoch komplette Anfänger-Kurse zu bieten. Diese werden voraussichtlich wieder vom Büro für bürgerschaftliches Engagement organisiert.

Wer Lust hat, das eine oder andere Rennen (nicht nur Marathon, sondern auch kürzere Strecken oder Slaloms) auf Inline-Skates zu absolvieren, der kann mit uns beim HSV-Inline-Cup starten. Wir werden auch hierfür spezielles Training anbieten.

Und natürlich werden wir uns auch wieder jeden Dienstag beim TNS treffen, dort geht es am 1. April 2003 los! Rechtzeitig zum Saisonstart werden aktuelle Infos auf unserer Homepage www.skiclub-kelkheim.de zu finden sein, und per email an (oder telephonisch 06192/31820) kann man sich in den Verteiler für die SCK-Skater-Infomail eintragen lassen, so dass man nichts verpasst.

Bis zur nächsten Skater-Saison wünsche ich allen eine erfolg- und schneereiche Skisaison.

Euer

Autor: Kurt Kroneberger

 

Dr. Kurt Kroneberger ist unser souveräner SCK „Finanzminister“. Neben dieser rein zahlenorientierten Arbeit ist er erfolgreich als Speedskater, u. a. 2006 Deutscher Meister im Marathon der Altersklasse 40 (Lauf auf dem Nürburgring) – und wie wir von ihm lesen können, auch einer von den Freeridern, die den besonderen Kick brauchen.

Saisonberichte 2002 Rollski

Auch in der nunmehr vergangenen Wettkampfsaison waren Aktive vom SCK auf nahezu allen nationalen Rollski-Veranstaltungen vertreten. Gezieltes gemeinsames Training gehörte genauso dazu wie individuelle Trainingseinheiten.

Zwei Höhepunkte, die Deutschen Bergmeisterschaften am Meißner (29.6./Eschwege) und die DM auf der Flachstrecke in Seiffen (13./14.7./Erzgebirge), waren sozusagen von neun weiteren Rennen, darunter die Hessischen Meisteschaften -Flachstrecke- (13./14.7./ Lanzenhain) und die Bergmeisterschaften (20. 10./Schotten) eingerahmt. In der Deutschlandpokal-Wertung wurden ausserdem die Plazierungen von 5 Rennen, die vorher festgelegt waren, zum Abschluss der Saison addiert. Die entsprechende Siegerehrung fand anlässlich des Rennens in Stadthagen, Ende September, statt. Mit dem Entstand kann man aus SCK-Sicht durchaus zufrieden sein: 1 -mal Platz 1 (Norbert Kröger, Herren 6/68 Pkt.) sowie 1 -mal Platz 2 (B. Döring, Herren 5/76 Pkt.).

Zufrieden sein kann man auch mit den erreichten Plazierung bei den Deutschen Meisterschaften: Beim Berglauf im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis gab es auf einer anspruchsvollen Strecke und einem grossen Starterfeld aus fast allen Regionen Deutschlands, zwei 2. Plätze (Dr. Barbara Wardeck-Mohr und Norbert Kröger) sowie einen 5. und einen 8. Platz.

Eine anspruchsvolle Strecke fanden alle Aktive auch bei der DM im Erzgebirge vor. Bei der sehr gut organisierten Veranstaltung waren wir zu dritt am Start. Zwei 5. Plätze (Norbert und Renzo) und ein undankbarer 4. Platz waren die Ausbeute für uns. Zum Aufenthalt in einer äusserst schönen Ecke Deutschlands, an der tschechischen Grenze gelegen, gehörte außerdem noch die Teilnahme an einem weiteren, ebenfalls anspruchsvollem, Bergrennen.

Eine aussergewöhnliche Veranstaltung fand schliesslich in St. Wendel im Saarland statt. Auf einer neu errichteten Wettkampfstrecke, ein gut asphaltierter 5-km-Rundkurs mit allen Schwierigkeiten, auf einem ehemaligen Panzerübungsgelände, fand der letzte Lauf des Deutschlandpokals statt. Neben dem Prolog (Samstag) wurde am Sonntag das Verfolgungsrennen gelaufen. Aus unterschiedlichen Gründen war vom SCK leider nur ein 1-Mann-Team am Start.

Zum Abschluss der Saison traf man sich schliesslich in Schotten zur Hessischen BergMeisterschaft. Acht Aktive des SCK waren am Start, darunter Marion Buchholz und Dr. Barbara Wardeck-Mohr. Gelaufen wurde auf der Landstrasse von Schotten über Rudingshain zur Taufsteinhütte. Alle SCK-Starter, darunter auch der 1. Vorsitzende, Alfred Herrmann, konnten sich plazieren.

Sportwart nordisch

Autor: Bernhard Döring

 

Bernhard Döring, unser Sportwart Nordisch, berichtet regelmäßig in der Pistenpost über Aktivitäten und Angebote aus seinem Trainingsbereich, die nicht nur die kalte Jahreszeit voraussetzen, sondern ganzjährig stattfinden.

Stürmische Fortbildung ÜL-Alpin am Stubai-Gletscher

Hochmotiviert sind wir am letzten Mittwoch den 13.11.2002 ins Stubai-Tal gefahren. Jean Bourdin (als Gast), Melitta Schneider und Michael Leibssle. Kai Penske kommt aus München dazu. Am Donnerstagmorgen, 6.45 Uhr Aufstehen, der Bus zum Gletscher geht um 7.55 Uhr. Wir sind mit 50 weiteren "Fortbildern" und dem Lehrteam pünktlich im Bus. Dann der Aufruf alle wieder aussteigen. Soll das ein Spaß sein? Dann die Information Fönsturm, der Gletscher ist geschlossen. Alle wieder aussteigen, die nächste Information soll später folgen. Um 9 Uhr der Gletscher ist immer noch zu: Wandertag ist angesagt. Abends dann Lehrplan- und Materialtheorie. Wir erfahren, daß "Situatives" Skifahren angesagt ist, die Bewegungen auf Kanten-Drehen-Belasten (man beachte die Reihenfolge) reduziert wird. Der Radius der Ski bleibt unabhängig von der Skilänge gleich. Wir freuen uns auf neue Erfahrungen und deren Umsetzung.

Freitag: Uhrzeittechnisch der gleiche Ablauf, allerdings steigen wir erst gar nicht in den Bus. Der Gletscher ist immer noch geschlossen. Um 9 Uhr dann Information der Ausbilder: Plan B, wir fahren ins Pitztal. Eine kleine Gruppe hatte sich am Tag vorher abgesetzt und berichtete, daß die Lifte dort, zwar eingeschränkt, laufen. Der Fahrzeug-Konvoi setzte sich in Bewegung. Kurz vor der Mautstelle (oberhalb von Innsbruck) werden wir heraus gewunken.

Jetzt ist auch das Pitztal geschlossen. Einkauf beim Aldi: Frustwein in Rot und Weiß.

Wir fahren zurück nach Medraz. 1 Std. später wird der erste Abbruch eines Lehrgangs in der Geschichte des HSV verkündet. Wir packen unser Zeug zusammen. In der allgemeinen Aufbruchstimmung nehmen wir noch die Fernbedienung des Fernsehers mit, die aussieht wie ein Schoko-Riegel.

Auf der Heimreise biegen wir in München zum Mittagessen ab. Als wir aus München heraus fahren wollen hören wir Radio Bayern 3. Auf der Zugspitze ist ein Test-Event und vor allem man kann Skifahren. Wir drehen kurz entschlossen um, zurück nach Grainau (unweit von Innsbruck).
Übernachtung gesucht, Kai informiert und gehofft. So langsam kamen wir uns vor wie in einem Road-Movie.

Am Samstag: Frühaufstehen-die-Dritte. Pünktlich zur ersten Bahn sind wir bereit. Kai ist wieder da, obwohl er solche Aktionen als Münchener wirklich nicht nötig hat. Er gesteht zwar, dass seine Motivation kurzzeitig auf Messers Schneide stand, als er morgens um 6 Uhr den Wetter-Fönsturm-Bericht gehört hat. Und wie konnte es anders sein, kam die Ernüchterung: Der Mann am Fahrkartenschalter sagt uns, dass die Bahn voraussichtlich nicht fährt weil die Lifte auf dem Zugspitzplateau wegen Sturm nicht geöffnet werden können.

Kurze Zeit später die Erleichterung, die Zahnradbahn bringt uns auf den Gipfel.
Es gehen zwar nur wenige Lifte, es stürmt und später schneit es auch, aber wir können Skifahren. Vor allem können wir uns durch die ganze Palette von Atomic und Salomon testen, beschallt von der Musik des Bayern 3.

Wir leihen uns jeweils ein paar Ski und tauschen dann untereinander. So kommt jeder auf 7 Paar Testski die wir gegen einander fahren. Interessant ist die Veränderung der Skicharakteristik im Verhältnis zur Länge. Wir probieren auch Twin-Tips, etwas für Air-and-Style-Spezialisten.

Der Fun-Carver wird nicht mehr angeboten. Fazit: Für unsere Möglichkeiten sind die Slalom-Race-Carver die eleganteste Mischung. Einfach zu fahren und trotzdem sehr sportlich.

Allerdings sind die Allrounder mittlerweile ebenfalls so gut, dass Sie den Race-Carvern sehr nahe sind, nur etwas gutmütiger. Eine kostengünstige Möglichkeit für ambitionierte Skifahrer, die einen Race-Carver nicht voll ausfahren können. Wir klassifizieren in zickige, ruppige, harmonisch, runde Fahreigenschaften und können in den meisten Fällen hohe Übereinstimmung erzielen. Kai steigt am Ende des Tages auf seinen Atomic-Race-Carver 9.16, das "völlig überholte 2000er-Modell" mit der Befriedigung seinerzeit die richtige Kaufentscheidung getroffen zu haben.

Am Schluss wollen wir es dann noch genauer wissen. Wir leihen uns Softboots. Wir fahren unsere eigenen Ski, da man nicht an zwei Schrauben gleichzeitig drehen sollte. Die erste Erfahrung: Man hat erstaunlich viel Halt am Fuß. Damit war die Meinungsgleichheit allerdings auch weitestgehend zu Ende. Kai fand die neuen Schuhe gut, vor allem für mittelgute Skifahrer oder Tiefschnee. Wahrscheinlich hat er damit recht. Es fehlt allerdings die Führung sowie der Material- und Schneekontakt über das Schienbein, was den Einsatzbereich vor allem auf steilen und harten Pisten einschränkt. Urteil: Das ist noch nicht ausgereift.

Vielleicht kommt es auch anders: Laut Lehrplan kippen wir den Ski nur noch, warten bis er die Kurve einleitet und bestimmen den Radius über unsere Belastung, d. h. wir reduzieren unsere Bewegungen über dem Ski auf ein Minimum. Darauf kann man dann wieder aufbauen. Vielleicht passt dann auch der Softboot zum Fahrstil. Das steht dann in den kommenden Lehrplänen.

Während wir auf der Zugspitze Skifahren treibt der Fönsturm im Alpenvorland sein Unwesen und hat am Eibsee die Bayern-3-Zelte, wo Abends die Abschlussparty zum Event stattfinden sollte, weggeblasen. Auch sonst hat der Sturm, der mit über 200 km/h im Alpenvorland und Österreich gewütet hat, große Schäden angerichtet.

Wir fahren mit kleinen Umwegen - weil Straßen gesperrt sind - nach Hause. So konnten wir doch noch ein paar Information sammeln, aufarbeiten, sind Ski gefahren und können diese Informationen an unsere Mitglieder bei den Fahrten der kommenden Saison weitergeben. Ein bisschen geht eben immer.

Autor: Michael Leibssle

 

Wer kennt Michael Leibssle nicht? Sportlich gesehn kann er fast alles – so scheint es. Gibt es Zweifler? Die lassen sich schnell überzeugen, am besten durch Teilnahme an der mittwochs-Skigymnastik oder an einer von Michael organisierten alpinen Reise, in der er als DSV-Übungsleiter überzeugt.

Kai's Skitest (Auszug)

Hier ein kleiner Auszug aus Kai's Skitest. In der nächsten Pistenpost kommt der vollständige Test

Verse
(Softboot)
Zu guter Letzt noch ein Skischuh; aber kein gewöhnlicher: ein Softboot!
Wir sind natürlich sehr skeptisch an die Sache heran gegangen. Ein Softboot im Alpinski-Bereich und dann auch noch bei der heutigen Carving Technik. Nach dem langsamen Dahinscheiden der Heckeinsteiger hatte man ja damit nicht mehr gerechnet. Wir konnten den Schuh leider nur kurz testen und hätten nach etwas Einfahren sicher profunder urteilen können, aber ich will euch auch so an meiner vorläufigen Meinung teilhaben lassen.

Zum Thema:
Der Schuh hat ein Schnürsystem mit einer Zugmechanik, die den Fuß ähnlich wie in einem Roller-Skate fixiert. Der erste Eindruck: Sehr guter Seitenhalt. Der Fuß sitzt seitlich bombenfest im Schaft und genau das brauchen wir ja beim Carven. Nach hinten stützt der Schuh gut ab und nach vorne ist Bewegungsfreiheit wieder ähnlich wie bei Skatern. Das erlaubt eine lockere mittlere Stellung über dem Ski und erleichtert die Vorlage. Trotzdem kann man über das Schienbein dosiert Druck auf die Vorderkante bringen. Eine starke oder gar aggressiv/ dynamische Fahrweise mit starker Steuerung über die Belastung der Vorder-Innenkante ist nicht möglich.

Wie gesagt: "dosiert" "mittlere Stellung" sind hier Schlagworte.
Im Tiefschnee muss der Schuh eine Offenbarung sein (konnten wir leider nicht testen L ), aber auf steiler eisiger Piste hat er wohl einen reduzierten Spaß-Faktor. Ganz sicher erleichtert der Schuh es die richtige Körperposition über dem Ski zu finden und bei zu behalten und zum genüsslichen Carven auf breiten Pisten funktioniert er gut. Ach ja, und er ist einfach super-bequem!
Fazit: Sehr vielversprechend, aber (noch) nicht universell einsetzbar.

Sonnigen Pistengruß,

Autor: Kai Penske

 

Winterfest 2002

In diesem Jahr jetzt 25 Jahre dabei und beim Wintersfest mit der SCK-Nadel geehrt wurden:

  • Karl (Charly) Bechtold
  • Heinrich König
  • Gela König
  • Winfried Racky
  • Hans Schell
  • Helga Schell
  • Hans Eberhard Stock
  • Jens Ufer
  • Gerd Weidmann

Bilder der Ehrungen


Heinrich König


Gerd Weidmann


Karl Bechtold

Kleine Bildauszüge vom Winterfest





 

Weihnachtsmarkt


Alfred Herrmann und Ulli Kaiser beim Begrüßungs-Jagatee mit Günther Kleehaupt (Mitte)


Die warten wohl schon auf das 400. Mitglied: Simone, Michael, Melitta (v. l. n r.)

 

Magische Zahl "380"

Nicht nur bei politischen Parteien werden mathematische Zielgrößen gesetzt, wie beispielsweise "+X" oder "18%". Nein, auch beim Skiclub gibt`s dies jetzt.

Anlässlich unserer Beteiligung beim Kelkheimer Weihnachtsmarkt 2001 warben wir, zum zweiten Male in der Vereinsgeschichte, unser 350. Mitglied.

Günther Kleehaupt war der Glückliche Genießer eines Gratis-Jagatees nach Rezept der Halser Alm (Ramsau) – siehe Bild. Und Günther hat sich in seinem ersten Jahr der Mitgliedschaft sogleich vorbildlich revangiert für diese Köstlichkeit mit der Übernahme der Bewirtungsorganisation beim 17. Kelkheimer Halbmarathon.

Doch mit 350 Mitgliedern war das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Wie auf der Jahreshauptversammlung berichtet, nähern wir uns mit 378 Mitgliedern nunmehr der neuen magischen, bisher unvorstellbaren Zahl "380".

Mit Spannung erwatet wird deshalb die Antwort auf die Frage: "Wer trinkt auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt diesen Gratis-Jagatee?".

Bei 400 – im nächsten Jahr - gibt`s dann noch ein T-Shirt dazu, auch für den Werber.

Autor: Alfred Herrmann

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Unser Skiclub Nachwuchs



Bastian Brosch