Skiclub Kelkheim e.V. - Verein zur Förderung des Skisports
Pistenpost 91
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Schneeball 91

Liebe Leserinnen und Leser,

nur böse Zungen könnten behaupten unser Skiclub ginge „am Stock“- in sprichwörtlicher Hinsicht. Zutreffend ist doch das Gegenteil.

„Gehen mit Stock“ hat unser Angebot im Skiclub in zuvor ungeahnter Weise bereichert und uns eine erhebliche Zahl neuer Mitglieder beschert . So, dass wir – selbstverständlich nicht nur dank dieser Sportart – kürzlich die bisher höchste Mitgliederzahl von 420 aus dem Jahre 1984 erstmals wieder überschritten haben. Und dies ist natürlich Grund zu Freude. „Nordic Walking“ ist unübersehbar ein Renner und deshalb auch wieder in mehreren Beiträgen Thema unserer diesjährigen „Sommer-Pistenpost“.

Als erster Kelkheimer Sportverein hatten wir schon im Herbst 2001 zu unseren Lauftreff-Terminen Nordic Walking in unser Angebot aufgenommen. Zunächst noch in einem gut überschaubaren Kreis. Doch dann im April 2002, zu unserem Frühjahrsauftakt, konnten wir den Ansturm kaum bewältigen. Dies selbst noch bevor der Deutsche Skiverband die große Chance seiner ureigensten Kompetenz erkannt hatte und umzusetzen begann, indem er sich dieser – inzwischen schon zu einer neuen Sportart entwickelten Langlauf-Trainingsform - auch in der Trainerausbildung engagierte

Inzwischen stehen uns neun über den DSV bzw. HSV ausgebildete Nordic Walking – Trainer/innen für die Betreuung unseres Treffs zur Verfügung.

Zu hoffen bleibt allerdings, dass eine große Zahl der NW-Begeisterten den Weg zur Faszination dieses Ausdauersportes auch im Schnee findet. Denn die ist das Ziel der „Nordic Fitness“ Konzeption des Deutschen Skiverbandes und somit auch das unsrige.

In Ergänzung unserer Veröffentlichungsreihe „FIS-Verhaltensregeln und DSV-Tipps“ habe ich für die vorliegende Ausgabe die 91_FIS_Verhaltensregeln für Skifahrer, Snowboarder und Skilangläufer ausgewählt und möchte damit unsere Mitglieder auch an ihre Vorbildfunktion gegenüber allen anderen – nicht einem Skiverein angeschlossenen - Wintersportlern erinnern.
Denn angesichts des Millionenheeres von Wintersportlern auf immer enger werdenden Pisten und Loipen ist Unwissenheit und Rowdytum die größte Gefahr.

Darüber hinaus gibt es noch die „Tipps zum Verhalten gegenüber Pistenraupen“ so wie „Tipps für Sessel- und Schleppliftfahrer“ in der übernächsten Ausgabe.

In diesem Sinne wünsche ich eine tolle, schneereiche und unfallfreie Saison.

Autor: Alfred Herrmann

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

Elle est pas belle, la vie ?

Bei diesem Spruch hätte ich beinah die website wieder zu gemacht und mich nicht angemeldet… Gut, dass ich mich nicht habe irritieren lassen!

Jeweils am ersten Freitag im April findet in La Grave in Frankreich (auf der Rückseite von Les Deux Alpes) eines der wohl spektakulärsten Events statt, den der Europäische Skizirkus zu bieten hat: Das Derby dela Meije. Dieses Jahr unter dem Motto „Elle est pas belle la vie?“ In dieser Woche mutiert das verträumte Bergdorf mit einige Hundert Einwohnern zum Brummkreisel. Von Oldie-Parties über Live-Konzerte und kleine Auftritte von noch kleineren Bands in ganz kleinen Kneipen bis hin zu Strassenkünstler – alles wird geboten. Und das alles mit dem Charme des leicht chaotischen und dafür umso mehr liebenswerten ländlichen Frankreichs.

Fragt sich nur eins: Wo sollen denn die weit über 1000 Leute nächtigen? Betten sind lange im Voraus vergeben, die nächsten Orte weit. Und hier kommt nun der Flair des Freeride-Zirkus an den Tag. Überbelegungen, kreative Vermieter und vor allem Wohnwagen. Von einigen Kilometern vor dem Dorf bis einige danach. Der Ort ist zugeparkt und pulsiert geradezu mit Leben. Überall wird gekocht und laut geredet. Meist natürlich über das Derby. Letztes Jahr, dieses Jahr, vor 10 Jahren, die schnellste Line, die gefährlichste Line – und vor allem der grosse Spass am Teilnehmen…

Am Tag des Geschehens wird dann noch eins draufgelegt: Morgens bekommt man eine Startzeit für die Gondel, da die sonst hoffnungslos überlastet ist. Oben auf dem Gletscher angekommen, hat man eine Dauergänsehaut – die Atmosphäre haut einen schlicht aus den Socken. Verkleidungen, uralte Rennanzüge und modische Outfits. Snowboards, die länger sind als 2m und daher nur gekippt durch die Türen passen, uralte Abfahrtsski, getragen von 17-jährigen, einige versprengte Telemarker und natürlich Monoski in Hülle und Fülle – wir sind ja schliesslich in Frankreich. Nicht zu vergessen die Exoten: Mountainbiker, Bodyboarder, Schlittenfahrer und ein Sammelsurium von anderen mehr oder weniger abstruse Gerätschaften benutzende Leute wollen die 1800 Höhenmeter (1500 davon abseits jeglicher Piste) hintersich bringen.

Zu den Regeln: Diese lassen sich – auch sehr Freeride-gerecht – sehr schnell zusammenfassen… Es starten immer 10 Leute gleichzeitig, die gefährlichsten Stellen sind gesperrt, der schnellste gewinnt.

Klar, dass die einzige Zielsetzung sein kann, sich nichts zu brechen. Der schnellste Deutsche kam aus unserer Gruppe als hervorragender 51. von ca. 1000 Teilnehmern an. Aber nichts anderes hatten wir von unserem 17-jährigen Jungstar aus Bayern erwartet. Dass meine Wenigkeit die Jugend noch ordentlich aufmischen konnte, wurde zwar gebührlich honoriert, dass ich aber unter den ersten 150 war und dennoch keinen Sprung über 10m gewagt hatte wurde mir nur mit dem Senior-Faktor verziehen. Gut, dass mind. 70% der Leute zwischen 30 und 55 waren und das nur zu gut verstehen konnten. Mit am Beeindruckendsten war dann noch der sogenannte „Dauerbrenner“: Mitte 80 und immer noch in der ersten Hälfte.

Das Fazit ist einfach: Am ersten Freitag im April 2006 bin ich in Frankreich!

Autor: Marcus Jacob

 

Ein Winterlauf im Mai

Heute ist Muttertag. Ich liege im Bett und warte darauf, dass mir ein glockenhelles Stimmchen verkündet, dass der selbstgebackene Kuchen und der Milchkaffee auf dem Tisch stehen. Schon lege ich mich ein bisschen zurecht, um den Morgenkuss einer kleinen feuchten Schnute entgegenzunehmen da fällt mir plötzlich ein, dass ich gar keine Mutter bin. Ich habe auch nicht in Mainz, Düsseldorf oder Hannover zum Marathon gemeldet. Ich habe also absolut keine Ausrede, um nicht in Langenhain anzutreten. Meine Wetterstation zeigt 6 Grad und eine kleine Wolke, aus der Striche schräg nach unten stürzen. Toll.

Eigentlich ist die Strecke in Langenhain großartig. Eine kleine Steigung hier, ein paar hundert Höhenmeter dort ganz reizend. Aber bei 6 Grad und fallenden Strichen? Ein Läufer kennt zwar keinen Schmerz, aber er kennt Regen. Regen muss man ignorieren, mit Missachtung strafen. Das kann man allerdings nur, wenn man demonstrativ durch ihn hindurch läuft. Mit dicken Keksbacken in der Wohnung sitzend ist das ganze vollkommen unglaubwürdig. Nun gut. Dann also Langenhain.

In der Sporthalle schaue ich mir das Streckenprofil an. Es sieht aus wie die Fieberkurve eines Malariakranken, den man immer wieder versuchshalber in der Kühltruhe ablegt. Heilung ist erst bei km 20 zu erwarten.

Wir simulieren kurz das Einlaufen, es ist einfach zu kalt, um sich wirklich warm zu machen. Passend zum Wetter hat man einen norddeutschen Moderator engagiert. Er erklärt etwa 34 mal die Streckenführung und alles, was er sagt, klingt ein bisschen wie "Horch, da kommt der Klabautermann!". So gesehen ist alles wieder sehr harmonisch, wie immer bei Volksläufen auf dem Land.

Wir starten an einer willkürlichen Stelle und hoppeln gleich danach über eine sumpfige Wiese. Im anschließenden Lauf durch das Dorf werden die frisch gefegten Bürgersteige sofort mit Erdbrocken aus 160 Schuhprofilen verunreinigt. Mir ist kalt. Ich will nach Hause. Nach wenigen Kilometern beginnt es zu regnen. Ich bemerke es gar nicht. Der Regen ist mir völlig egal. Regen? Sagt jemand was von Regen? Pöh!

Lief ich anfangs noch neben einem Läufer mit Frotteestirnband, habe ich bald schon den Anschluss an andere und erst recht an das Feld vor mir verloren. Ich laufe im Energiesparmodus, das Malariaprofil ist mir eine Warnung. Erst an der heftigsten Steigung bei Kilometer acht treffe ich wieder auf ein paar schnaubende Gesellen. Ich lege den kleinsten Gang ein und es fängt an Spaß zu machen. Gegner, gebt mir Gegner.

Die Erfüllung meines Wunsches bleibt mir verwehrt. Stattdessen prasselt bald darauf ein rüder Platzregen auf mich herunter. Ich hebe die Arme nach oben und rufe: "Herr, ich habe gerade 5 Euro an einen gemeinnützigen Verein bezahlt, ist das denn noch nicht genug?" Aber wie so oft hört mir niemand zu und ich werde wortlos weiter beregnet. Ein Glück, dass ich kein Frotteestirnband habe, es hätte sich vermutlich in eine bleischwere Augenkompresse verwandelt. Guten Mutes laufe ich weiter, und bemitleide die Streckenposten. Aus deren Bärten ragen meterlange Eiszapfen und der Verlust einiger Zehen ist wahrscheinlich.

Mich selbst rettet gerade wieder einmal eine Steigung vor Unterkühlung. Vor einer Depression durch Einsamkeit bewahrt mich eine einzelne Mitläuferin. Sie läuft viel schöner als ich, aber die Digitalanzeige im Ziel hat nun einmal keine Skala für Schönheit. Ich bin schon bei km 17, höchste Zeit, mich in der gewohnt unschönen Art, mit dem federnden Schritt eines schwangeren Nashorns und hochrotem Kopf ins Ziel zu verabschieden. Und mit der Kraft der zwei Herzen hole ich zu einem unangefochtenen Endspurt aus es ist ja auch niemand mehr da zum Fechten. Ganz bestimmt hätte ich das Feld von hinten aufgerollt, wenn das Feld nicht schon im Ziel gewesen wäre.

In der Halle singe ich ein Loblied auf alle Mütter, die die selbstgebackenen Kuchen ihrer Kinder stehenden Fußes zu nassgeregneten, ausgehungerten Läufern gebracht haben.

Ich esse soviel davon, dass ich das anschließende, von Herbert Steffny empfohlene Wannenbad wohl treffender als "Wammenbad" bezeichnen sollte.

Autor: Heidi Schmitt

(MTV Kronberg)

 

Kelkheimer 1/2 Marathon



Ein Teil unserer Starter
Kurt, Horst, Wolfgang



















 

Kreisstadtlauf 2005

10 km Hofheim - Höchst

 

Im Laufschritt auf die ZugspitzeSCK –Läufer beim Zugspitz Extremberglauf

„I climbed the Zugspitze – Zugspitz Extremberglauf!“

So steht es auf dem T-Shirt, das jeder Finisher samt Medaille am 24.Juli bekam, wenn er den höchsten Berg Deutschlands im Laufschritt bezwungen hatte. Geschafft haben den Gipfel auch zwei Läufer des Skiclubs, nämlich Günther Cellarius und Hubert Leitermann, die gemeinsam mit einem Team des MTV Kronberg.am Start waren.
Erfahrung mit alpinen Bergläufen wie dem Jungfrau-Marathon und dem Swiss Alpine Marathon haben beide reichlich, doch sie sind sich einig: der Zugspitz Extremberglauf hat seinen Namen wahrlich verdient und gehört sicher zu den härtesten Herausforderungen für ambitionierte Läufer. Während der Lauf in den zurückliegenden drei Jahren aus Richtung Garmisch-Partenkirchen über bekannte bayerische Bergsteigerpfade führte, wurde in diesem Jahr der Gipfel von der österreichischen Seite her in Angriff genommen.

Das in der Ausschreibung abgebildete Laufprofil ist gigantisch und nötigt einem von Anfang an einen gehörigen Respekt ab. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Da startet man am Fuße der Zugspitze in Ehrwald auf rund 1000 Meter und läuft auf den Gipfel, der mit 2.960 Metern nur knapp die Dreitausender-Marke verfehlt. Dazwischen liegen zwar „nur“ 18,3 Kilometer, also weniger als eine Halbmarathon-Distanz, aber stolze 2.363 Höhenmeter, brutto gerechnet, weil man durch Überwindung von Talsenken und Felsrinnen Höhe verliert, die dann wieder erklommen werden muss.

Allein schon der Blick von der Startwiese aus auf die steil in den Himmel ragenden Felswände lässt erahnen, dass hier ein Läufer noch an ganz andere Grenzerfahrungen stoßen kann als etwa beim Trainingslauf zum Staufen. Natürlich kann man sich beim Training im Taunus die nötige Kondition holen, doch hinsichtlich der bei extremen Alpinläufen geforderten Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und vor allem auch Höhenanpassung gehören die Taunusläufer im Vergleich zu den bei solchen Laufveranstaltungen stark vertretenen Sportlern aus den Alpenregionen eher zur Sektion der „Flachlandtiroler“.

Der deutsche Veranstalter, der TSV Partenkirchen, meldet Rekordbeteiligung. Mehr als 700 Teilnehmer sind am Start, wovon 627 Männer und 82 Frauen das Ziel erreichen. Gelaufen wird auf einer gern begangenen Aufstiegsroute über Ehrwalder Alm(1502 m), Hochfeldern Alm (1732 m), Felderer Joch (2045 m), Gatterl (Übergang nach Deutschland), Knorrhütte und Sonnalpin-Skilift (2588 m) bis zur Gipfelterrasse der Tiroler Zugspitzbahn (2960 m).
Im Alpenvereinsführer wird dafür eine normale Gehzeit von 8 bis 9 Stunden angegeben, was einer Steigleistung von 270 bis 300 Höhenmetern pro Stunde entspricht. Für den Lauf gilt zunächst ein Limit von 7 Stunden, das dann später bei Verschlechterung der Wetterbedingungen noch um eine Stunde verkürzt wird. Wer gut trainiert ist, bleibt weit unter dieser Zeitvorgabe.
Extrem schnell sind die Gesamtsieger: der erste Mann braucht nur 2: 03 und die erste Frau 2: 28 Stunden Das entspricht einer Steigleistung von mehr als 1000 Höhenmetern in der Stunde. Begünstigt wird dies durch das in den ersten Stunden optimale Wetter. Hohe Wolken verhindern eine allzu starke Sonneneinstrahlung, sorgen für frische Luft zum Atmen und lassen doch stets den Blick zum Gipfel frei.

Am Ende wird es eine Kletterpartie Am Zugspitzplatt, wo die Gletscherregion beginnt und immer wieder Schneefelder zu überqueren sind, kommt ein stärkerer Wind auf und lässt die Läufer im kurzen Dress angesichts der mit zunehmender Höhe sinkenden Temperatur – am Gipfel ist es nur noch nahe null Grad! – empfindlich frieren. Vor allem dann, wenn man stehen bleiben muss, weil sich an ausgesetzten, rutschigen Pfaden oder an engen Kletterstellen ein „Stau“ bildet. Der angesagte Regen kommt erst mit Verspätung, so dass Günther und Hubert nur vom eigenen Schweiß durchnässt sind und trockenen Fußes ohne glitschige Felsen hochkommen.

Das ist ein Glück, denn das letzte Stück zum Gipfel ist auch so schon die schwierigste Etappe des gesamten Laufs. Zwar verspricht ein Schild mit der Aufschrift „Nur noch 1,1 km“ nahes Gipfelglück, doch tatsächlich warten noch rund 400 Höhenmeter, die es in sich haben. Zunächst geht es durch einen sehr steilen Geröllhang, der nicht nur nach dem System „zwei Schritte vor, einen zurück“ anstrengend ist, sondern auch gefährlich. Die vielen Läufer, die sich wie aufgereiht auf einer Perlenschnur in Serpentinen hoch kämpfen, lösen immer wieder kleine und größere Steinlawinen aus.
Manche Läufer müssen riesigen Felsbrocken ausweichen, der in großen Sprüngen zu Tal donnern. Nach dem Geröllhang folgen regelrechte Kletterpartien im Fels, die aber als klassischer Klettersteig gut mit Drahtseilen und Eisenstiften versichert sind.

Oben am Grat ist es nochmals ausgesetzt, so dass weniger Schwindelfreie lieber nicht versuchen, den weiten Fernblick zu genießen.
Am Ende warten noch 20 steile Treppen und man ist in der Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn, wo auf der Gipfelterrasse auf jeden Läufer eine Medaille, ein Finisher-T-Shirt, eine Flasche Freibier und nach einer Verschnaufpause die Gondelfahrt zurück ins Tal warten. Günther und Hubert erreichen wohlbehalten die Zugspitze und sind auch mit ihren Leistungen bei diesem faszinierenden Extrem-Berglauf zufrieden. Günther kommt nach genau 3:00 Stunden ins Ziel und belegt damit Rang 17 von 94 Finishern in der M 50 und das trotz fehlender alpinistischer Erfahrung.
Deutlich länger, nämlich 4: 22 Stunden ist Hubert unterwegs, aber als bergerfahrener Senior läuft er auf den dritten Platz in der Altersklasse M 70 und kann später bei der Siegerehrung in Ehrwald aufs Treppchen steigen.
Wer abenteuerliche Bergläufe liebt, ist eingeladen, im Juli 2006 mit auf die Zugspitze zu laufen.

Autor: Hubert Leitermann

 

Hubert Leitermann hat sich in seiner langen SCK-Zugehörigkeit auf vielen Feldern engagiert, Erfahrungen eingebracht und Interessierten zugänglich gemacht. Seine tollen Beiträge für unsere Pistenpost sind immer eine Bereicherung. Hubert – bitte nicht nachlassen

Nordic Walking Events 2005

Das Natürlichste der Welt

Das, was manche Skeptiker als kurzfristigen Modetrend abtun wollten, ist inzwischen zu einer der beliebtesten Sportarten geworden. Nordic Walking ist so populär, dass an den bekannten Laufstrecken wie dem Albertsweg weit mehr Walker als Jogger unterwegs sind. Die meisten Nordic Walker sind keine konvertierten Langstreckenläufer, sondern haben dank der schonenderen Fortbewegung erstmals Spaß am regelmässigen Ausdauersport bekommen. Allerdings sehen auch einige ehemals ambitionierte Läufer im Nordic Walking eine willkommene Möglichkeit, trotz Gelenkproblemen das Ausdauertraining fortzusetzen. Unter den noch aktiven Joggern gibt es noch vergleichsweise wenige, die auch Nordic Walking mitmachen. Dieser oder jener Läufer findet das Walking mit Stöcken noch unter seiner Würde und zitiert gern den Spruch: „Läufst Du noch oder gehst Du schon am Stock?“. Dabei empfehlen prominente Lauftrainer das Nordic Walking längst als gutes Regenerationstraining. Und was den Gesundheitsaspekt angeht, sind sich nicht nur die Wellness-Apostel und die Krankenkassen einig : Nordic Walking birgt nicht nur ein sehr geringes Verletzungsrisiko, sondern ist eine sanfte Bewegung für den ganzen Körper.

Für den Skiclub ist das Nordic Walking das Natürlichste der Welt. Erstens hat man einen attraktiven und „vereinstypischen“ Sport für den Sommer. Zweitens ist der Umgang mit Stöcken den Skifahrern auf den Leib geschrieben. Drittens ist das Stocktraining eine hervorragende Vorbereitung auf den Skilauf im Winter Und viertens wurden auf diesem Wege viele neue Mitglieder gewonnen. Am Lauf-, Walking- und Nordic Walking-Treff am Donnerstag um 19 Uhr und am Samstag um 16 Uhr (Winterhalbjahr) nehmen jeweils 20 bis 30 – in der Spitze bis zu 40 – Nordic Walker teil.Stöcke stehen auch für interessierte Nichtmitglieder bereit. Je nach Leistungsstärke wird unter Führung der Übungsleiter in mehreren Gruppen gewalkt, so dass Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner das für sie richtige Tempo finden. Der Skiclub verfügt inzwischen über eine größere Zahl von kompetenten Nordic Walking – Trainerinen und Trainern, die immer wieder in Seminaren des Deutschen Ski-Verbands auf den neuesten Stand der Trainingslehre gebracht werden.

Wieder beim Hornauer Pfingstlauf

Auch in diesem Jahr war der Skiclub beim Hornauer Volkslauf am Pfingstmontag wieder durch ein Team von Nordic Walkern vertreten. Dass es weniger Teilnehmer waren als im Vorjahr, lag an einer Verstimmung mit den Nordic Walkern vom TUS Hornau, die in einer Presseveröffentlichung dem Skiclub die Kompetenz für diese Sportart abgesprochen hatten. Glücklicherweise gelang es wenige Tage vor Pfingsten, die Geschichte freundschaftlich beizulegen, es war aber dann zu spät, um noch Teilnehmer in größerer Zahl zu werben. Diejenigen, die dabei waren, konnten bei gutem Wetter die 10 km – Runde am Braubachweiher vorbei (Vorgeschmack auf das Sommerfest!) in flotter Zeit schaffen. Im Ziel trafen sie sich mit einigen Laufkameraden vom Skiclub, die ebenfalls mit guten Zeiten die Laufwettbewerbe auf der 10 km bzw, 20 km – Distanz bewältigten. Dank des sonnigen Wetters gab es nach dem Lauf wieder einen fröhlichen Plaudertreff im Biergarten des Vereinslokals am Reis, wobei die Walker und Läufer auch durch etliche Schlachtenbummler des Skiclubs verstärkt wurden.

Ideenreiche Übungsleiter sorgten auch die ganze Saison über immer wieder für Abwechslungen im wöchentlichen Trainingsprogramm. Beispielsweise war Ende April Nordic Walking durch die Baumblüte angesagt. Auf abwechslungsreichen Pfaden ging es bergauf und bergab durch das Schmiehbachtal bzw. den Wald Richtung Bad Soden-Altenhain und zurück. Als schöne Überaschung hatten findige Walker auf der Strecke eine erstaunlich gut ausgestattete Verpflegungsstelle aufgebaut.

Als am 1.Mai die traditionelle Maiwanderung des Skiclubs in den Vogelsberg führte, konnten die Nordic Walker schon mal Sommertraining auf der Taufsteinloipe machen, wo im Winter die Nordischen hoffentlich wieder zahlreiche Trainingseinheiten und Wettkämpfe absolvieren können, Mittagsrast war im „Deutschen Haus“ in Bermutshain. Für den Skiclub hat dieser Ort eine besondere Bedeutung, weil es dort den Nordic Shop von Dieter Luft gibt, der seit langen Jahren sozusagen offizieller Ausrüster unseres Vereins beim Nordic. Skiing und Nordic Walking ist.

Rennsteig : auch diesmal ein besonderes Erlebnis

Schon 2003 und 2004 haben sich Annette Leitermann und Hannelore Bremser die 35 km Nordic Walking gegönnt, die im Rahmen des Rennsteiglaufs im Thüringer Wald angeboten werden. Am 21.Mai 2005 gingen sie zum dritten Mal an den Start. Treibende Kraft war diesmal als Dritte im Bunde Andrea Beutner, der zwar den Rennsteig von der Übungsleiter-Ausbildung im Winter her nicht unbekannt war, die aber den legendären Rennsteiglauf im Mai nur vom Hörensagen her kannte. Es war der 33.GutsMuths-Rennsteiglauf mit insgesamt fast 16.000 Teilnehmern, verteilt auf einen Supermarathon (73km), einen Marathon, einen Halbmarathon, eine Nordic Walking Strecke und Wanderungen über mehrere Distanzen. Bei den Nordic Walkern waren immerhin 750 Teilnehmer am Start, darunter auch eine starke Mannschaft von der TUS Hornau.
Der Walking Trail führte wie schon im Vorjahr von Schnepfenthal zum Grenzadler bei Oberhof. Von Anfang an ging es steil bergauf, weil die Kammhöhe erreicht werden musste, auf dem der Rennsteig, ein insgesamt 164 km langer Fernwanderweg, liegt. Unsere drei Nordic Walkerinnen arbeiteten sich bald in eine vordere Position und mussten nur diejenigen ziehen lassen, die den Schritt von ambitionierten Gehern hatten. Sehr ambitioniert zeigte sich allerdings auch Andrea, die nicht nur ihre gute Kondition, sondern auch ihr technisches Können als Nordic Walking Trainerin voll ausspielte. In ihrem ungestümen Draufgängertum musste sie sich immer wieder von der langstreckenerfahrenen Annette mit den Worten „Du Kampfsau!“bremsen lassen. Annette weiß aus Erfahrung, dass man gerade am Rennsteig mit den Kräften haushalten muß. Der Kammweg ist sehr hügelig und steigt am Großen Inselsberg bis auf fast 1000 Meter an. Andererseits zeigte sich bei den steilen Anstiegen am deutlichsten, was gute Nordic Walkerinnen drauf haben. Denn die Walker mussten sich die oftmals sehr schmalen Waldwege mit den Läufern teilen, die auf der Supermarathon-Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld unterwegs waren. Wie man nicht selten hört und auch im DSV-Skimagazin lesen kann, kommt es zwischen Nordic Walkern und Joggern immer wieder zu Reibereien. Doch unsere drei SCK-Walkerinnen hatten mit den Joggern keine Probleme. Im Gegenteil: Man machte sich gegenseitig Komplimente, zumal manche Jogger erleben mußten, daß die flotten Walkerinnen im Anstieg dank der Stöcke schneller waren. Mehr noch: Als es unterwegs zu regnen begann, half Hannelore einem entkräfteten Jogger, seine Jacke richtig herum anzuziehen.

Auf dem Weg durch den Wald gab es herrliche Ausblicke in die Täler. Zwischendurch immer wieder idyllische Bergwiesen. Auf einer solchen Lichtung liegt die Verpflegungsstelle Ebertswiese Von weitem schon hörte man die Bläser, die die Wettkämpfer mit der „Waldeslust“ und anderen fröhlichen Weisen bei Laune zu halten suchten. Auch musste hier niemand Hunger und Durst leiden, denn für jeden gab es das passende Angebot. Die Jogger, die auf ihren durchgeschüttelten Magen Rücksicht nehmen mussten, konnten sich neben Bananen auch grau-grünen Haferschleim hineinziehen. Die Walker dagegen konnten ihren kulinarischen Gelüsten freien Lauf lassen und sogar eine leckere Thüringer Bratwurst genießen. Doch eine allzu lange Rast war nicht angesagt. Eine Bergstrecke von 35 Kilometern kommt von der Zeit her einem Stadtmarathon gleich. Da muß man schon an die sechs Stunden einkalkulieren. Und wenn man nicht gerade unter Wettkampf-Druck steht, gönnt man sich ja auch eher kleine Pausen. Da sind die Füße zu verpflastern, die Jacken wegen gelegentlicher Regenschauer immer wieder an- und auszuziehen und Abstecher seitwärts in die Büsche zu absolvieren. Als schließlich. am Grenzadler das Ziel in Sicht kommt, sind alle Beschwerden zunächst einmal vergessen. Syncron mit flottem Schritt und fröhlichem Blick kommen die Drei wie Siegerinnen daher. Nordic Walking hat eben viele Sieger und keine Verlierer.

Glückwünsche gab es von Manfred Jansohn und Hubert Leitermann. Es war höchst anerkennenswert, daß Manfred als Coach zum Rennsteiglauf mit kam, da er erst kurz vorher seinen Fußzeh operieren ließ und deshalb auf Krücken angewiesen war. Hubert hatte den Halbmarathon mitgemacht, der mit rund 7000 Läufern eine Rekordbeteiligung aufwies. Während Hubert im letzten Jahr als Zweiter seiner Altersklasse aufs Treppchen kam, mußte er sich diesmal mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, das allerdings bei 64 Teilnehmern aus seiner Kategorie. Gemeinsam gefeiert wurde auf jeden Fall, und das zunächst mit einer Flasche Sekt in der neuen gemütlichen Blockhütte am Grenzadler.

Beim Kaffeeplausch mit dem thüringischen Skifreund Henner Misersky in Stützerbach wurden die Erlebnisse nochmals ausführlich und sehr fachkundig gewürdigt. Henner ist – schon seit DDR-Zeiten – ein erfolgreicher Skitrainer und hat seine Tochter Antje bei der Winterolympiade in Salt Lake City im Biathlon zum Sieg geführt. Die beiden Manfreds, Marion und Hubert freuen sich schon auf die Trainingswoche Anfang Dezember mit Henner in Reit im Winkel.

Abends im großen Festzelt von Schmiedefeld wieder die Siegesfeier, von der alle Rennsteigläufer schwärmen. Die Musikanten spielten so mitreißend auf, dass es auch muskelkatergeschädigte Marathonis nicht mehr auf den Sitzen hielt. Alles stand auf Bänken und Tischen, sang, schunkelte und streckte immer wieder enthusiastisch die Arme zum Himmel, besonders wenn es um die Schicksalsfrage ging, ob denn der alte Holzmichl noch lebt. Wenn dann immer wieder das berühmte Rennsteiglied aufbrauste, verspürten unsere Nordic Walkerinnen den großen Wunsch, hier einst im Mai wieder mit dabei zu sein.

100 km in Biel – die große Herausforderung

Eigentlich war für Annette und Hannelore der Rennsteiglauf nur ein Training für ein neues größeres Abenteuer. Die Herausforderung war gewaltig, denn sie wollten es altgedienten Marathonis gleichtun, für die es das Lebensziel ist ( so auch der Titel eines Buches): „Einmal im Leben mußt Du in Biel gelaufen sein!“ Die Rede ist von dem wohl berühmtesten 100 km- Lauf der Welt, der jedes Jahr Mitte Juni im schweizerischen Biel stattfindet und den auch schon einige unserer Nordischen wie Günther Cellarius, Manfred Hütter, Klaus Knam und Hubert Leitermann einmal oder mehrmals erfolgreich bewältigt haben. Bei diesem Ultra-Marathon ist Nordic Walking zwar nicht als eigene Disziplin ausgeschrieben, da er sich aber aus einem Militärmarsch heraus entwickelt hat, nehmen auch heute noch neben den Läufern in größerer Zahl militärische Marschierer, Wanderer und neuerdings auch Nordic Walker teil.

Beim 47.Bieler Hunderter wurde endlich der Traum wahr, der Annette und Hannelore – zeitweise als Wunschtraum, zeitweise als Albtraum – seit bald zwei Jahren verfolgt hatte. Viele Nordic Walker des Skiclkubs waren längst eingeweiht, nahmen lebhaft Anteil und konnten es wohl auch kaum noch erwarten: Wann geht´s denn los? Los ging´s am Freitag, den 17.Juni um 22 Uhr. Mit insgesamt mehr als 3.000 Läufern und Walkern gingen unsere beiden Nordic Walkerinnen an den Start. Begleitet und betreut wurden sie von Hubert und Manfred, wobei Hubert mitwalkte und Manfred sich per Auto immer wieder zu den markanten Verpflegungstellen durchschlug, um dort mit Wechselkleidung und Motivationshilfe zu warten. Biel bietet eine landschaftlich schöne Rundstrecke mit hügligem Gelände wie im Hintertaunus. Start und Ziel für die 100 km Distanz ist die Eissporthalle in Biel. Wem das zu lang ist, der kann bei 38,8 km, 56,1 km oder 76,9 km aufhören und wird dann entsprechend in die Ergebnisliste aufgenommen. Für die gesamte Distanz gibt es ein Zeitlimit von 20 Stunden, d.h. man mußte spätestens am Samstag, dem 18.Juni um 18 Uhr im Ziel sein, um noch in die Wertung zu kommen. Annette und Hannelore hattten sich bei ihrer Planung eine Zeit von 16 bis 18 Stunden ausgerechnet.

Mit anderen Worten: Es ging durch die Nacht. Und das war das besondere Erlebnis in Biel. Anfangs lief und walkte man einige Kilometer durch die hell erleuchtete Stadt Biel, auf deutsch und französisch angefeuert von zahlreichen Zuschauern, die mit Fackeln für eine romantische Stimmung sorgten. Umso dunkler empfand man die Nacht, als man die Ortschaften verließ und auf einsamen Feld- und Waldwegen unterwegs war. Hier galt es auf die kleinen Blinklichter zu achten, mit denen die Abzweigungen markiert waren. Wenn es zu duster wurde, mußte Annettes Stirnlampe herhalten, um nicht gegen Weidezäune und Bäume zu rennen oder über Straßenlöcher und Wurzeln zu stolpern. Befand man sich als Walker zunächst in Gesellschaft mit vielen Läufern, die es langsamer als sonst üblich angehen lassen wollten, so zog sich allmählich das Teilnehmerfeld weit auseinander. Von einer Massenveranstaltung war bald nichts mehr zu spüren und man konnte den großen Lauf duch die Nacht ganz individuell genießen. Dabei gab es immer wieder Begegnungen, die einen in eine besondere Stimmung versetzten.So stand weit ab vom nächsten Dorf an einem Maisfeld ein einsamer Akkordeonspieler, der die Läufer mit alten Schlagermelodien zum Durchhalten motivierte. Was wollt Ihr hören? La Paloma? Und schon schwebte ganz sentimental die weiße Taube durch die stockdunkle Nacht

Die beiden Walkerinnen waren flott unterwegs. Annette war auch im Dunkeln in der Lage, ihren raffinierten Laufcomputer mit dem am Schuh befestigten Sender ständig im Auge zu behalten. Regelmäßig gab sie eine aktuelle Zwischenmeldung: „Wir haben bis jetzt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 7,24 Stundenkilometern und liegen damit gut im Plan“.Immer wieder wurden Läufer überholt, die ins Gehen verfallen waren.Einige versuchten mit den Walkerinnen Schritt zu halten, konnten dies aber allenfalls mit Joggen. Ein Schweizer Laufveteran, der Biel schon 25- mal gelaufen ist, war voller Bewunderung: „Respekt, Respekt, die Frauen springen ja wie der Teufel“(Wenn die Schweizer „springen“ sagen, meinen sie schnelles Laufen) Er hatte aber einen originellen Einfall, um mit unseren Walkerinnen wenigstens ein kurzes Stück mitzuhalten. Er sang Marschlieder aus seiner Soldatenzeit, die ja bekanntlich seit Generationen ein beliebtes Mittel sind, um müde Krieger in Schritt und Tritt zu halten. Unsere Walkerinnen sangen zwar bekannte Melodien mit, verspürten aber keine Müdigkeit, die sie hätten bekämpfen müssen. Sie blieben hellwach, um sich keine Minute des Abenteuers entgehen zu lassen.Das Wetter spielte in schönster Weise mit. Es war trocken und mild, so daß die kurze Laufkleidung ausreichte und erst gegen Morgen etwas Langärmliges gefragt.war. Bei den Verpflegungsstellen wurde nur kurz getrunken und etwas gegessen und weiter ging´s, um keine Zeit zu verlieren. Mehrfach war Manfred rechzeitig da, um seine Betreuung anzubieten, doch meist genügten einige aufmunternden Worte. Vielleicht hatte Manfred sogar den schwereren Part, wenn er wartend im Auto gegen die Müdigkeit ankämpfen mußte.

Ein faszinierendes Erlebnis war der Sonnenaufgang. Da ist man viele Stunden durch die Nacht gelaufen und ganz allmählich wird es am Horizont heller. Im Osten beginnt am Himmel ein Farbenspiel von blau und grün über gelb bis hin zu orange und rot. Selten haben unsere Walkerinnen die Sonne so herbeigesehnt wie an diesem Samstagmorgen. Die immer wärmer werdenden Sonnenstrahlen verkündeten einen Maientag mit hochsommerlichen Temperaturen. Würde man später in der Mittagszeit mit der vorausgesagten Hitze gut zurecht kommen? Noch war man guter Dinge und walkte ohne besondere Probleme dem immer noch recht fernen Ziel entgegen. Bei Kilometer 50, der Halbzeit, ein kurzer Check: „Schaffen wir die gleiche Strecke nochmal?“ fragte Annette mehr rhetorisch und Hannelore antwortete ohne zu zögern:“Warum nicht?“. Also weiter mit dynamischem Stockeinsatz und zügigem Schritt, auch wenn es da und dort der Schuh drückt.

Nach einer knappen Stunde war die zweite große Etappe, nämlich Kirchberg bei Kilometer 56,1 erreicht. Die Uhr an der Sporthalle zeigte 8 Uhr, und es duftete nach Kaffee. Da war eine kleine Frühstückspause angesagt. Vorher ging allerdings Annette zur Frau vom Sanitätsdienst, um sich ein Pflaster für ihren rechten Fuß zu holen, weil sie eine „kleine“ Druckstelle zu verspüren meinte. Doch die berühmten Endorphine müssen wohl ihr Schmerzempfinden nahezu völlig betäubt. Denn es war nicht nur schon heftig Blut im Schuh, sondern die Sanitäterin ging flugs mit Nadel und Faden zu Werk, um riesige Blutblasen trocken zu legen. Alles wurde neu verpflastert, aber als Annette sich wieder auf den Weg machen wollte, mußte sie der Schweizer Helferin recht geben: „So können Sie nicht mehr weiter gehen!“ In dem Moment kam Manfred mit der Nachricht: „Auch Hannelore muß wohl aufhören, sie kämpft gerade mit einer Kreislaufschwäche“. Zunächst tief enttäuscht, aber letztlich doch zufrieden nahmen unsere beiden Ultra-Walkerinnen Urkunde und T-Shirt entgegen. Am Ende konnten sie sich auch noch damit trösten, daß sie innerhalb der Teilnehmer, die nach der zweiten Etappe aufhörten, in ihrer Altersklasse mit einer 10-stündigen Laufzeit die ersten zwei Plätze belegten.

Autor: Hubert Leitermann

 

Hubert Leitermann hat sich in seiner langen SCK-Zugehörigkeit auf vielen Feldern engagiert, Erfahrungen eingebracht und Interessierten zugänglich gemacht. Seine tollen Beiträge für unsere Pistenpost sind immer eine Bereicherung. Hubert – bitte nicht nachlassen

Nordic-Walking“ im Naturpark Südschwarzwald / auf Schwarzwaldhöhen

(Meine Erlebnisse auf dem „1. Nordic-Walking-Gipfel“ Breitnau 11./12.06.2005)

Mal ehrlich wenn Ihr an den Schwarzwald denkt – fallen Euch dann nicht zuerst die Kuckucksuhren und der berühmte Schinken sowie das Kirschwasser ein ?
Doch darüberhinaus gab und gibt es ja dort einige Ski-Berühmtheiten, die „ Skizunft Breitnau “ und neuerdings dort auch einen „ Nordic-Walking-Gipfel “.

Durch eine Information im ODLO-Magazin auf das o.g. „Event“ aufmerksam geworden, konnte ich mich unter www.sz-breitnau.de weiter informieren.
Die schöne Gegend um Breitnau war mir bereits von einer Sylvesterreise mit den „Wikingern“ vertraut. Meine Neugier wie es denn im Sommer dort aussehen wird und um auch einmal für den Skiclub Kelkheim etwas Neues zu erkunden mündete meinerseits in einer per Internet möglichen Anmeldung.
Zur Auswahl in dem von der Skizunft Breitnau zusammen mit der „Badischen Zeitung veranstalteten Wettbewerb standen: eine Schnupperunde für Einsteiger mit 7 km, 12,5 km für etwas fortgeschrittene NW-ler sowie ein NW-Halbmarathon über 21 km.
Die Anmeldung war auf 1000 (!) Teilnehmer begrenzt, so daß eine rasche Entscheidung (Teilnehmerliste war on-line einsehbar) fällen musste.

Für die überwiesene Startgebühr wurde u.a. ein Trinkflaschengurt mit Logo sowie eine Urkunde (Farbe je nach Strecke) zugesagt. Da ich schon immer mal etwas Gold in den Fingern haben wollte - für den Halbmarathon stand eine derartige Urkunde in Aussicht – blieb nur eines übrig, die Teilnahme über 21 km!
Interessierte konnten sich bereits am Samstag (nach jeweiliger Anmeldung) über verschiedene Seminare in die Materie des „Nordischen Walkens“ einweisen lassen.
Die fachsportliche Leitung lag in den Händen von solch bekannten Insidern wie: Anke Faller, Herbert Steffny, Charly Doll, Dr. M.Theissen, Dr. Feil u.a..
Einige bekannte Sponsoring-Firmen waren auch bereits am Sonnabend im großen Festzelt (kein Verkauf) vertreten. Von dem dann folgenden sonntäglichen Gedränge war noch nichts zu sehen und so konnte einiges in Ruhe besprochen werden.

Nach einem empfehlenswerten „Höhen“-training (die Wettkampfstrecke liegt über 1000 m hoch !) , einer etwas unruhigen Nacht (es war mein erster derartiger Wettbewerb) begann ich am Morgen vor Ort mit einem individuellen „warm up“, so wie beim Skiclub Kelkheim gelernt und bewährt (viele andere taten erstmal nichts!).
Während dessen füllte sich der Startbereich. Im Nachhinein wurden mir allein für den Halbmarathon über 300 Teilnehmer genannt.
Nach einer von Anke Faller (imposant auf einem Podest thronend) geleiteten Gymnastik gab um Punkt 09:00 Uhr der Breitnauer Kirchturm das Startsignal.
War das zuerst ein Gewusel von Stöcken und Beinen. Wer nicht direkt vorn stand kam nur durch entschlossene Sprünge neben der Strecke vorbei. Es ging ja eigent-lich nur um die Teilnahme, die benötigte Zeit wird ja wohl mehr im Hintergrund stehen (dachte ich da noch). Bald darauf wurde ich eines besseren belehrt.
Apro pro Belehrung, sehr gut fand ich den Aufruf vor Beginn der Läufe: „Passt bitte auf die Natur “(es mussten wohl diverse Wegerechte eingeholt werden) „und die Mitläufer auf und schaut euch auch die schöne Gegend an“.

Nach etwas Breitnauer Asphalt durch den Ort, vorbei am Gasthof „Löwen“, dieser war als „technischer Stützpunkt“ für eventuelle Stockschäden angekündigt, gings erstmal Richtung Osten.
Das bekannte Klappern der Stöcke hatte bestimmt die letzten Langschläfer geweckt. Nach einem Schwenk nach links wärmte die Morgensonne den Rücken. Es begann die erste ordentliche Steigung. Vorher wusste ich nicht wie schön es sich doch schon am Morgen schwitzen lässt! Das große Teilnehmerfeld hatte sich bereits in einen langen und schön bunten Lindwurm verwandelt.
Vorbei am Höhenzug des Roßberg wurden bereits die 1000 m-Höhenmarke überschritten. Ab dort wurde es zum Glück wieder etwas kühler bzw. angenehmer.

Insgesamt war der frühe Startzeitpunkt, die kürzeren Strecken wurden danach mit halbstündigem Abstand gestartet, als sehr gut zu bewerten. Die beeindruckenden Aussichten auf die teilweise noch im Morgendunst liegenden Berge des Schwarz-waldes und sogar der Vogesen haben eigentlich zum Anhalten und Schauen verleitet. Aber nichts da, es ging zügig weiter. Bestenfalls wäre es gut gewesen ein paar Ortskundige oder auch Hinweisschilder aufzustellen um alles mitzubekommen.
(Die Mitläufer bzw. –rinnen, der Damenanteil war erstaunlich hoch, konnten meine Fragen welchen Hügel wir gerade sehn meist nicht beantworten.)

Nach einem leichten Abstieg und vorbei an einem Weiher kamen schöne Bauernhöfe in Sicht und der erste Getränkestützpunkt bei 5 km, mit Wasser und Apfelschorle, war bald erreicht. Sehr eifrige Helfer, vor allem deren Kinder, sorgten (lobenswert) dafür dass nicht ein einziger Becher in die Landschaft flog.
Vorbei am Gasthof Schanzenhäusle war bereits wieder die richtige Höhenlage erreicht. Am Howart erwartete uns als Belohnung noch einmal oder besser gesagt schon wieder eine traumhafte Rundumsicht!

Bei km 9 der Strecke kam der Abzweig der später gestarteten Gruppe mit 12,5 km sowie eine weitere Getränke-Oase. Die Häfte der 21 km war immer noch nicht erreicht, es schienen aber noch alle guter Dinge zu sein. Die Zusammensetzung der sich bildenden „Laufgemeinschaften“ veränderte sich zwischendurch immer mal wieder. Es war allso nie langweilig. Beeindruckend auch die Leistungsdichte!
Kann mir jetzt ein bisschen besser die Leiden der „richtigen“ Marathonläufer vorstellen – irgendwo und irgendwann zwackts immer - mal an der Wade, mal im Oberschenkel usw....

In der Ferne war bereits das sagenumwogende Höllental zu sehen. Vor dem Risiko gabs bei km 14,5 noch eine Stärkung mit Müsliriegel und Bananen(stückchen).
Der fast am Abgrund des Höllentales entlanglaufende Weg führte, mit unendlich interessanten Aussichten, über Kaiserwacht und Piketfelsen steil hinab in die Ravennaschlucht. Dieser Abstieg über den Jägersteig (mehr als ein Steig war es wirklich nicht), ein Überholen war nur nach „Spur frei“ möglich, hatte es in sich.
Zum Einen wegen den abnehmenden Höhenmetern (von 1050 auf 850 m) und zum Anderen wegen des Gegenverkehrs durch Sonntags-Wanderer. Die haben vielleicht geschaut! (Vielleicht findet der Veranstalter demnächst mal einen anderen Weg ?)
Unten angekommen waren die Knie allerdings igendwie anders, so gummiartig.

Die Reize der Ravenna-Wasserfälle, der Weg ging direkt an bzw. über diese entlang, taten der Seele gut! Wieder ansteigend ging es durch das sog. Jungholz ein Stück die „Breitnauloipe“ entlang und ein letztes Mal bergan, nochmals durch schattigen Wald dem Ziel entgegen.

Ein bisher unbekanntes Gefühl packte mich beim Durchschreiten des Zielbogens (das dort beworbene Rothaus-Bier gabs erst später).
Jeder erhielt am Ziel einen Kontrollbon mit Zeit und Start-Nr. und konnte sich damit seine Urkunde ausstellen lassen. Mit meiner erreichten Zeit von 3 h 15 min für die Halbmarathon-Strecke bei einer Höhendifferenz von 650 m war ich mehr als zufrieden.

Nach Umkleidung am Auto gings erst einmal in das bereits gut gefüllte Festzelt für 1.500 Personen. Hierbei waren natürlich die Kurzläufer bevorteilt, aber die besseren Eindrücke von der wunderschönen Strecke hatten natürlich wir gesammelt.
Die Breitnauer Trachtenkapelle spielte fleißig und das “Tannenzäpfle“-Bier schmeckte noch mal so gut. Die obligatorischen Reden, allen Organisatoren und fleißigen Helfern auch von mir ein herzliches Dankeschön, wurden bald von den Aktivitäten einiger Sponsoren abgelöst. Der „goretex“-Mützen werfende (wie weit diese so fliegen können) Animateur war meiner Ansicht nach etwas fehl am Platze, war doch die Stimmung auf der Strecke bereits schon gut genug gewesen (vielleicht war er dort nicht gewesen?).
Unter erneuter Anleitung sowie Moderation von Anke Faller durften die beteiligten Kinder Glücksfee für die Start-Nr.-Tombola spielen. Meine „27“ war leider nicht dabei, so daß ich weiterhin mit den eigenen Schuhen usw. unterwegs bin. Dabei wurden natürlich auch die Produkte der bereits zu Beginn des Berichtes genannte Fa. „O..“, wer das neueste Werbe-Heft kennt weiss warum, angepriesen. Weniger wäre da nicht so schlecht.

Alles im allen kann ich dem Skiclub Kelkheim vermelden dass es eine in sich runde Sache war. Die zu erwarteten richtigen Laufprobleme stellten sich auch bei mir, wie üblich, erst am Tag danach ein.
Die Kombination sportliches Nordic Walken über eine längere Distanz verbunden mit wunderbaren Naturerlebnissen (An- ( Aus- bzw. Übersichten) hat mir sehr gut getan. Als Wandersmann hatte ich solche und längere Strecken schon oftmals erlebt.
So im NW-Schritt war das neu und unbedingt entwicklungsfähig.

Empfehlenswert sind hier auf jeden Fall Schuhe mit festerer Sohle. Die oft steinigen bzw. mit Wurzeln gepflasterten Schwarzwaldpisten sind nicht mit den Wegen des Kelkheimer Stadtwaldes zu vergleichen.
Vielleicht kann beim nächsten „NW-Gipfel in Breitnau“ eine kleinere Delegation von SCK mitmachen. Es wäre doch gelacht, wenn es uns nicht gelingt die Gruppe der 16 (!) Damen aus Hanau , sie liefen wohl nur die 7 oder 12,5 km und wurden trotzdem ausgezeichnet, zu überbieten. Dann gehört uns nämlich ein großer Schwarzwälder Schinken o.ä.. Sobald ich etwas für 2006 weiß wird die Reklame-Trommel gerührt.

Also bis bald, wo es dann heißen kann: „Achtung die Hessen kommen“!

Euer Kundschafter Klaus

Autor: Klaus Boschann

 

Seit 2003 ist Klaus Boschann Mitglied in SCK. Als „Flachlandtiroler“ geboren lagen seine früheren Erfahrungen im Anfänger-Skilanglauf. Als einer der ersten Mit-Walker im SCK wurde er bald darauf vom Nordic-Walking angesteckt. Wie man aus seinem nebenstehenden Beitrag unschwer erkennen kann, hat er u.a. überregionale N-W-Angebote für den SCK erkundet und an solchen aktiv teilgenommen.

Die "Glorreichen Acht" auf grünen Loipen

Dank Miriana als Gast waren wir am 1. Mai nicht nur sieben sondern acht Glorreiche auf grünen Loipen.
Wieso am 1. Mai auf grünen Loipen? Eine Woche vorher hatte Alfred per e-mail seine neue Idee für die traditionelle Maiwanderung mitgeteilt: Im frühlingshaft grünen Vogelsberg zu Fuß (und wer will mit Nordicstöcken, damit es langlauf-ähnlicher wird) den beliebtesten Loipen nachzugehen. Ich dachte, unsere Vereinsmitglieder würden so einer Idee zumindest bei gutem Wetter scharenweise folgen und ich könnte nach meiner langen Frankreich-Pause einige alte Kameraden (und auch „/innen“) mal wieder treffen. Also kam ich am 1. Mai bei strahlendem Wetter um 8.30 h zum Treffpunkt am Schwimmbad, obwohl ich nur ein Zweifuß-Walker und kein Nordic-Walker bin. Doch da waren nur Alfred mit Marlene (klar) und Göran. Bald fanden sich noch Gerhard und Renate, auch überzeugte Nordic-Walker, Miriana und Jördis ein.

Nur acht Leute, also reichen zwei Autos. So fahren wir zur Taufsteinhütte im Vogelsberg, von der wir Alfred mit eigenen oder (wer will) von ihm geliehenen Nordic-Stöcken auf die „Loipe“ folgen. Die ist anfangs ein nasser Forstweg, der aber bald in einen Fahrweg mündet, der am vormaligen Blockhaus von Erwin Schmidt vorbei zum Fußpunkt des Hoherodskopfliftes führt.

Während wir entlang der Liftstrecke aufsteigen, werden wir von jungen Leuten auf Rodeln am Seilzug überholt: Aha, Sommer-Rodeln, das wär doch was.

Oben gehen wir schnurstracks an den Start, ich als erster, weil ich flott fahren und nicht von jemand langsamem zum Bremsen gezwungen sein will. Die Kurven lassen sich locker und fast ohne bremsen fahren. Blicke zurück zeigen mir, dass ich niemanden behindere. Unten geht die Fahrt unmittelbar in den Schlepp nach oben über und oben kommen kurz nach mir Alfred und Göran an, dann folgt lange niemand. Schliesslich kommt jemand aus unserer Gruppe mit einem langen Stau hinter sich. Der erste davon ist ein Bub, der sich laut bei seinem Vater beklagt, wie blöd es war, weil er hinter jemand ganz langsamen dauernd bremsen musste.

Vom Hoherodskopf über die Wiese hinab Richtung Breungeshain weiss ich nicht recht, was ich dabei mit den Nordic-Stöcken machen soll und erfinde deshalb „Nordic Slalom“: Um die eigenen Stöcke herum Slalom rennen, das hat den Vorteil, dass man kein Tor auslassen kann, weil man es mit sich führt. Unten kommen wir in prächtig gelbe Löwenzahnwiesen und von dort entlang einiger Fischteiche um den Taufstein herum zurück zum Taufsteinhaus. Das waren ca. 10 km, die zur Einkehr in Bermutshain berechtigen, wo wir im Biergarten des „Deutschen Haus“ gut und preiswert essen.

Zur Verdauung schliessen wir noch einen Spaziergang auf die Herchenhainer Höhe an, die durch einige Windräder gekennzeichnet ist. Während dort oben der Wind Energie erzeugt, holen wir uns die Energie für die Heimfahrt wieder im Deutschen Haus bei Kaffee und Kuchen, Eiskaffee oder Eis mit heissen Himbeeren.
Etwa um halb sieben treffen wir wieder in Kelkheim ein, wo mein Resumée dieses Tages ist: Eine gute Idee von Alfred und ein schöner Tag, den leider zu wenige genutzt haben. Vielleicht liegt das auch an der mit ca. 100 km relativ weiten Anfahrt.

Autor: Börries Kübel

 

Gehen mit Skilanglaufstöcken – eine Kontroverse? Meinungsäußerung eines – nicht nur - Skilangläufers

Dem passionierten Skilangläufer war schon lange bekannt, dass es eine Trainingsform mit Skilanglaufstöcken für die schneefreie Jahreszeit, den „Skigang“ und seine anspruchvolleren Varianten, den „Berglauf mit Stöcken“ und „Schrittsprünge mit Stöcken“ im ganz steilen Gelände gibt. Er baute diese Trainingsmethoden schon immer – zumindest dann im Herbst - in sein Trainingsprogramm ein.

Demzufolge wurde „Nordic Walking“ – auch nicht wie von vielen, außerhalb des Skilanglaufsportes agierenden Gruppen verbreitet „in Finnland erfunden“. Lediglich die Verkaufsstrategen des größten Finnischen Stockherstellers hatten die Marktchance, basierend auf der Vorliebe der langlaufverrückten Finnen, erkannt. Nordic Walking entstammt somit zweifelsfrei dem Skilanglauf und seiner Diagonalschritt-Technik. So wie sie jeder Skiwanderer mehr oder weiniger auch praktiziert, nur eben ohne die so genannte „Gleitphase“ im Schnee.

Nordic Walking ist auch kein „Walking mit Stöcken“, sondern eine Bewegungsform die – wie die Diagonaltechnik in der Loipe – auch erlernt werden muss. Skilanglauf ist erwiesenermaßen auch die der Gesundheit am meisten förderliche Sportart und dies projiziert sich weiter auf Nordic Walking - jedoch nur- wenn technisch richtig gelaufen wird.

Ein Gräuel ist es, was man leider allzu oft im Gelände so zu Gesicht bekommt. Allzu viele der von diesem Bazillus Infizierten sind der Meinung, für diese einfache Sache bedürfe es keiner Anleitung. Gehen mit Stöcken könne ja schließlich jeder, vom Kind bis zum Greis. Natürlich wollen und können es auch so manche nichts lernen oder verstehen Instruktionen schlichtweg falsch. Behaupten anschließend jedoch: „der hat aber gesagt das geht so“.

Wenn die im Gelände anzutreffenden Einzelkämpferinnen und -Kämpfer zumindest erst einmal ihre teuren, ausgeklügelten Stockschlaufensysteme – die einst für den Spitzensport konzipiert wurden und allerdings auch nur dort eindeutige Vorteile bewirken wenn es um 100stel Sekunden geht – korrekt anlegen würden, hätten sie doch wenigstens schon die Voraussetzungen erfüllt zur Ausübung der richtigen Technik. Ein effizienter Schub ist nur mit richtig angelegter Schlaufe möglich. Nicht nachvollziehbar ist, welche Wissensdefizite für diese Gründvoraussetzung anzutreffen sind. Selbst beim Discounter erworbene Stöcke sind mit entsprechenden Anleitungen ausgestattet. Aber auch unter so genannten „Experten“ und „Gurus“, wie sie in Ausbildungseinrichtungen, und Medien seit Beginn der Welle anzutreffen sind gibt es diese Defizite. Das richtige Anlegen der Schlaufe ist das A und O für Sinn und Zweck des Nordic Walkings. Nämlich die Einbeziehung der Rücken-, Rumpf-, Schulter- und Oberarmmuskulatur in die des Menschen ureigenste Fortbewegungsart. Der dem Nordic Walking zugeschriebene Gesundheits- und Trainingseffekt ist nur so zu erreichen.

Nebenbei angemerkt, Klettverschlüsse wurde ursprünglich nicht zwecks eines effizienteren Stockschubs erfunden, sondern als Weiterentwicklung einer einfachen Gummischlaufe, die im Wettkampf das häufige Verlieren eines Stockes verhindern sollte. Erst sehr viel später erkannte man im Rennbereich über die fixierte Schlaufe eine verbesserte Wirkung auf den Stockschub.

Insbesondere ein durch kurze, schnelle Schritte verursachter, zu kurzer Bewegungsumfang von Armen und Beinen ist der Kardinalsfehler und konterkariert Sinn und Zweck des Nordic Walkings. Vor sich her getragene, mitschleifende, nach hinten wegrutschende, nicht für einen kraftvollen Schub eingesetzte Stöcke sind wahrlich rausgeworfenes Geld.

Bedauerlicherweise werden auch allzu oft technische Details des Bewegungsablaufes, so wie scheinbar notwendige Materialanforderungen hineininterpretiert in diesen Sport, die sich weder besonders positiv noch negativ auf den Erfolg des Sporttreibenden auswirken. Hochwertige Carbonstöcke wurden ursprünglich auch nur konzipiert wegen ihres geringen Gewichts für den Rennsport. Da summieren sich die mitgeschleppten Gramm nicht nur über eine Marathondistanz. Solche Einflüsse sind für den Nicht-Hochleistungssportler - der allenfalls 3-4 Stunden pro Woche trainiert - völlig unbewiesen, da noch nie empirisch belegt, durch Langzeitstudien untersucht und nachgewiesen. Es reden allzu oft Leute hinein die fern des Skilanglaufsportes, in erster Linie aus ökonomischem Interesse auf dieser Welle mitschwimmen. Sie verkomplizieren diesen Sport und verunsichern damit Neueinsteiger mehr, als sie ihnen helfen..
Die einfache Übertragung des Diagonalschrittes mit Stockschub vom Schnee auf den trockenen Boden kann keine körperlichen Schäden verursachen, wenn diese nicht schon zuvor vorhanden waren. Skilanglauf hat noch niemanden krank gemacht und richtiges Nordic Walking wird dies auch nicht tun. Nordic Walking - unter dem gesundheitlichen Aspekt gesehen - kann nur wirksam und sinnvoll sein, wenn das natürliche, unkomplizierte, fließende Bewegungsmuster des Skilanglaufes angewendet wird. Alles andere führt zu verkrampftem Laufen, zu Bewegungsblockaden und letztlich zu Resignation und Aufgabe dieser genialen Sportart.

Wir als Skiverein vermitteln dies so. Wir fördern diesen Sport - wie unser ganzes Angebot - in unserer Eigenschaft als gemeinnütziger Verein ehrenamtlich und so, wie die Fachleute der Trainerschule unseres Dachverbandes in Anlehnung an die Erfahrungen des Skilanglaufes als Breiten- und Spitzensport uns dies lehren.

Autor: Alfred Herrmann

 

Alfred Herrmann ist seit 1976 Mitglied und seit vielen Jahren Vorsitzender, nachdem er vorher 12 Jahre lang Sportwart Nordisch war. Wie auf dem nach ihm benannten Steig zum Staufen geht’s unter seiner Leitung mit den Alpinen und Nordischen stetig aufwärts. Der Vorzeigesportler besitzt nicht nur einen vollen internationalen Worldloppet-Pass, sondern auch als Instructor Nordic die „einzig wahre“ Kompetenz für das Nordic Walking. Die beliebten Skiwochen in Ramsau sind ohne ihn nicht vorstellbar. Seinem Ruf, gelegentlich auf „stur“ zu schalten, ist das neue Clubheim zu verdanken. Als Hausphilosoph versucht er immer wieder mit seiner Rubrik „Schneeball“, Lawinen neuer Ideen ins Rollen zu bringen.

"Nordic Walking-Baumblütenlauf" mit dem Skiclub Kelkheim

Viele, die nicht dabei waren werden sich fragen: „was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun“?? Die „Insider aus der Berlin und Brandenburger Gegend wissen da natürlich mehr! Gibt es doch in jedem Jahr, heuer bereits zum 126. mal , zur Zeit der blühenden Obstbäume in Werder/Havel das trditionelle „Blütenfest“ mit viel Trubel und auch etwas oder auch etwas mehr vom guten, süffigen Obstwein.

Kelkheim und Umgebung hat ja nun (zum Glück) noch viele und in der (guten alten) Zeit zum Nebenerwerb notwendige Obstplantagen aufzuweisen und folglich auch eine „ähnliche“ Baumblütenzeit aufzuweisen.

Folglich entstand auf einem Lauftreff (dort wird der Geist belebt) die Idee doch das Eine mit dem Anderen zu verbinden: Also erging der Aufruf, Treffpunkt am Samstag den 23.04.05 mal nicht am Kelkheimer Schwimmbad sondern am Hauptfriedhof!

Ab dort wurde, wie immer, tüchtige nordic gewalkt und auch gejoggt. Die Strecke führte abwechslungsreich und nicht ohne Anstiege durch die Streuobstanlagen des Schmiehbachtals. über die für Fußgänger bestens geeignete Brücke an der B8 in Richtung Bad Soden-Altenhain. Wie das mit der Planung der Blüte immer so ist, war auch hier leider die Hauptzeit bereits überschritten. Dennoch gab es viel Natur und bislang den meisten Teilnehmern unbekannte Aussichten (vor der Haustür).

Axel´s lädierter Fuß war zwar für ihn bedauerlich, doch für die angekündigte und vorher geheimgehaltene Überraschung von Vorteil. Konnte er doch in aller Ruhe eine Apfelwein bzw. Schorle-Theke am Rande des dortigen Sportplatzes aufbauen.
So richtig durstig war es ja am 23.4. nicht, doch über Zuspruch konnte er sich nicht beklagen!

Weiter ging´s beschwingt und abwärts durch schönen und naturbelassenen Wald zum Rand von Bad Soden, wieder steil bergan und dann durch den Tunnel unter B8 zurück zum Startpunkt. Der dort ansonsten anzutreffende herrliche Fernblick auf Frankfurt und den Odenwald wurde leiderdurch heranziehende Regenschauer getrübt.
Dennoch scheint es allen gefallen zu haben so daß wir uns sicherlich wieder bald (das nächste Frühjahr mit der Blüte kommt bestimmt!) wieder dort treffen.
Vielleicht probieren wir da zusätzlich den richtigen „Havelländer Wein“.
Die Beschaffung wird von langer Hand vorbereitet!


Bis dahin, „Ski Heil“ Euer Havelländer Blütenreporter Klaus

Autor: Klaus Boschann

 

Seit 2003 ist Klaus Boschann Mitglied in SCK. Als „Flachlandtiroler“ geboren lagen seine früheren Erfahrungen im Anfänger-Skilanglauf. Als einer der ersten Mit-Walker im SCK wurde er bald darauf vom Nordic-Walking angesteckt. Wie man aus seinem nebenstehenden Beitrag unschwer erkennen kann, hat er u.a. überregionale N-W-Angebote für den SCK erkundet und an solchen aktiv teilgenommen.

Rollskisaison 2005

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen umfangreichen Wettkampfkalender, der sowohl die nationalen als auch die internationalen Termine umfasste.

Wie in der Vergangenheit beschränkten sich die Teilnahmen der SCK-Aktiven ausschließlich auf die regionalen bzw. die nationalen Veranstaltungen.

Das erste Rennen wurde am 3. Maiwochenende in Bremerhaven gelaufen. Auf einem Rundkurs im Fischereihafen fanden die norddeutschen Rollskimeisterschaften statt. Die total flache Strecke garantierte hohes Tempo und machte somit kaum Schwierigkeiten, lediglich der kontinuierliche Gegenwind auf einem Teilstück der Runde nervte den Verfasser.
Unschön war schließlich, dass der Veranstalter bei der Auswertung auf die Einhaltung der offiziellen Wettkampfordnung (DWO) verzichtete und u.a. alle Herren, bis H 61, unter H allgemein zusammenfasste.

Die nächsten Rennen waren im Juni für Wiesloch, Seiffen und Mannheim terminiert . Während in Wiesloch und Mannheim zwei SCKler ins Rennen gingen (Klaus-Dieter Schulz und Verfasser) wurde die Veranstaltung in Seiffen wegen terminlicher Überschneidungen ohne SCK-Beteiligung gelaufen.
Die Veranstaltungen in Wiesloch und Seiffen gehörten, wie auch die Bremerhavener Meisterschaften, zum diesjährigen DSV-Deutschlandpokal.

Am zweiten Juliwochenende traf sich Deutschlands Rollskigemeinde in Büschergrund (Freudenberg) zur Deutschen Meisterschaft auf der Flachstrecke.
Einziger Aktiver vom SCK war hier: Rollski-Urgestein Klaus-Dieter !
Die anspruchsvolle Strecke, die sowohl im Prolog am Samstag (3 Runden), als auch am Sonntag (10 Runden = 20 km) bewältig werden musste, verlangte ihm alles ab. Ein 7. Platz in seiner Klasse war deshalb, wenn man seinen minimalen Trainingsrückstand berücksichtigt, gar nicht übel !

Eine Woche später wurde in Lanzenhain gelaufen. Der SCL hatte wieder ein zweitätiges Programm aufgelegt. Sowohl das Rundstreckenrennen am Samstag über 16,5 (alle Teilnehmer ab 50 J) und 22,5 km (übrige Starter), als auch der Teamsprint am Sonntag (6x 1,1 km ) wurden als Hessische Meisterschaften gewertet.
Drei Aktive des SCK stellten sich auf der anspruchsvollen Rundstrecke der Konkurrenz. Während Renzo Albanese bei den Herren, AK 51, 2. wurde (HM / Gesamtwertung 4. ), erreichten Norbert und der Verfasser in der nächsten AK (H 56) Platz 4 und 1 (HM / gesamt 7. und 2.) .
Im Teamsprint am Sonntag gab es aus Kelkheimer Sicht leider nur einen Teilnehmer.
Zusammen mit Hans Hedrich (Grebenhain) bildete der Verfasser sozusagen eine Renngemeinschaft, die schließlich auf dem 3. Platz landete (ebenf. HM / gesamt 9. von 10 Teams).
Ein Einzelsprint auf einer 250m-Strecke am späteren Samstagabend sowie das Schülerrennen am Sonntagmorgen rundeten ein ereignisreiches Rollskiwochenende in Lanzenhain ab.

Auf nationaler Ebene kam es anschließend zu einer 6 wöchigen Wettkampfpause, die natürlich als Trainingsphase, insbesondere auch für die noch ausstehenden klassischen Bergrennen der Saison genutzt wurde.
Neben den Hessischen Rollski-Bergmeisterschaften am nordhessischen Meißner Mitte September und den Deutschen Meisterschaften in der gleichen Disziplin, Anfang Oktober in Ruhla (Thüringen) war der SCK noch bei einem Berglauf in Boppard vertreten.
Am Meißner (anspruchsvoller Berglaufstrecke) waren zwei SCK-Aktive, Günther Cellarius (zählt auch als solcher, obwohl er für den TGV Schotten startete) und der Verfasser, am Start. Die Plätze 3 und 4 waren die Bilanz.
In Ruhla gingen wiederum 2 , der Verfasser und diesmal Norbert Kröger ins Rennen.
Hier wurden die Plätze 5 und 9 erreicht.
Alle Bergrennen wurden im Massenstartmodus ausgetragen und es galt, sich rechtzeitig sozusagen ein passendes Hinterrad zu suchen. Dies war für die „Taunusgemsen“, wie SCK-Läufer Sommer wie Winter gerne im Vogelberg genannt werden, bei den Meisterschaftsveranstaltungen der Fall und wurde jeweils in der Manöverkritik auch bestätigt.

Das Fazit der diesjährigen Rollskisaison, zu der noch die Flachrennen In Lützel, (Westdeutsche Meisterschaft) sowie der 30. Bückeberg-Rollskilauf in Stadthagen zählten, muss im Nachhinein als relativ durchwachsen bezeichnet werden.
Eine Reihe von unglücklichen Umständen verhinderte die sonst zahlreichere SCK-Präsenz auf nationaler Rollskiebene.
Bleibt zu hoffen, dass die Saison 2006 möglichst frei von gesundheitlichen und terminlichen Problemen bleiben mag.

Autor: Bernhard Döring

 

Bernhard Döring, unser Sportwart Nordisch, berichtet regelmäßig in der Pistenpost über Aktivitäten und Angebote aus seinem Trainingsbereich, die nicht nur die kalte Jahreszeit voraussetzen, sondern ganzjährig stattfinden.

Mittwochsradeln

Start für die Mittwochs-Radler war dieses Jahr am 6. Juli, einige Wochen vor den Sommerferien, mit anfangs schwacher Beteiligung. So manche ließen sich wohl vom wolkenverhangenen Himmel abschrecken. Aber die Regenschleussen blieben geschlossen und im Anglerheim Nied mit wunderbarem Blick auf einen mit Seerosen bewachsenen Teich zeigte sich ein Sonnenuntergang – so richtig kitschig. Bei Bier vom Kloster Weltenburg und einer Jugo-Grillplatte waren auch die verbrauchten Kalorien schnell wieder aufgefüllt. Proportional zur rapide ansteigenden Lufttemperatur stieg auch die Teilnehmerzahl der nächsten Radeltreffen.

Wenn man sich die Fotos so anschaut, könnte man denken wir wären immer nur eingekehrt, aber während der Fahrt fotografiert es sich halt so schlecht. Böse Zungen behaupten ja auch, wir würden nur radeln, um einkehren zu können. Ein bisserl wird er Recht haben, odder ? Schnell hat sich herumgesprochen, dass wir nicht nur strampeln, sondern auch der gesellige Teil nicht zu kurz kommt. Und wenn die Rückkehr nach Kelkheim nicht all zu spät war, drehten wir gerne noch eine Bogen, der uns zufällig an einer Eisdiele vorbeiführte — und wer kann der Versuchung widerstehen ??

Eigentlich waren die Ferien Ende August vorbei und somit auch die Mittwochsradtouren, denn die meisten der Mitradler sind treue Hallentrainingsteilnehmer. Aufgrund der spätsommerlich warmen Temperaturen waren sich alle schnell einig, die Touren bis Ende September auszuweiten.

So hatten wir eine Menge Spass bei insgesamt 12 Rundtouren mit einer Länge so zwischen 20 und 30 Km. Kein anderer kennt die heimischen Radwege besser als Herbert Penske, der uns auch dieses Jahr wieder sicher und kundig interessante Ecken und Winkel im Umkreis von Kelkheim zeigte. Vielen Dank an dieser Stelle - auch im Namen aller Beteiligten.

Autor: Annemarie Kaiser

Sammel- und Startplatz an der Sindlinger Wiesen Schule


Die Tour über Königstein – Schneidhain war ganz schön anspruchsvoll. Einkehr bei Marco



Einkehr im Wäldches bei Selbstgebrautem

 

Annemarie Kaiser – nicht nur unsere stellvertretende SCK Vorsitzende – sondern auch ausgebildete Übungsleiterin für die Bereiche Nordic Walking und neuerdings auch für Skike (Nordic Skating oder Nordic Blading mit Langlauf-Stöcken) eine zum Skiclub passende Trendsportart, die im Gelände und auf der Straße ausgeübt werden kann.

Radtour durchs Hessische Ried

Zur traditionellen „Tour de Trance“, die in der Regel durch Weinregionen führt, traf sich am 13.August gegen 11 Uhr am Kostheimer Weinstand eine kleine aber feine Radtruppe, um bei Postkartenwetter eine leichte Rundtour durch das flache südhessische Ried zu unternehmen Wie schon seit vielen Jahren ging die Initiative wieder von den „Radprofis“ Annette und Hubert aus, während der Wein- und Kultur-Guide Charles – wie es in der Einladung immer so nett formuliert wird – wieder für Idee, Route und Ambiente zuständig war.

Über die Mainbrücke ging’s nach Gustavsburg und ab Ortsausgang über den Hochwasserdamm in Richtung Süden. Locker rollte es sich am Rand des den Rhein begrenzenden Auewalds entlang bis der an einem Altrheinarm gelegene Hafen von Ginsheim erreicht war. Ab jetzt landweinwärts an gepflegten Schre- bergärten vorbei nach Bauschheim und weiter über einen Feldweg nach Trebur. Der breite Weg lud zum Fahrrad-Bummeln und zum fröhlich-entspannten Plaudern ein. Da in diesen Tagen ein Baltikum-Tief das Wetter in Nordosteuropa fernsehwirksam beeinträchtigte, wir aber in Deutschlands Mitte über herrlichen Sonnenschein frohlockten, kam auch Alfreds Traum zur Sprache, der sich die A 66 gern nach starkem Schneefall gesperrt und nur mit Langlauf-Skiern befahrbar vorstellt.

Kurz vor Trebur kreuzte in gehörigem Tempo ein Nordic Inline Skater. Mit Helm und Knieschützern folgte er dem Fahrrad seiner Begleiterin, Stockeinsatz und Skating-Schritte geübt abgestimmt. Bei diesem Sport muß man erst einmal gut skaten können, um dann in der Nordic-Variante den gesamten Oberkörper perfekt trainieren zu können. Vom Beifall unserer Gruppe begleitet, flitzte das sportliche Paar dahin.

Wir rollten durch Trebur und weiter nach Süden. Soweit das Auge reichte, räkelte sich die Rheinebene im Sonnenschein und im Westen, jenseits des Rheins, grüßten die Weinhänge des rheinhessischen Hügellandes, wo die Trauben ihrer Vollendung entgegenreiften. Ein renaturierter Baggersee kam in Sicht und mit ihm das Vereinslokal der Angler und vielen Plätzen im Freien. Still lag der schilfumgürtete See neben uns und lockte zur Einkehr. Der kleine Umtrunk wurde von einer kammermusikalischen Einlage gekrönt, denn Gitta brachte uns Schuberts Lied von der „Launischen Forelle“ gekonnt zu Gehör.

Und weiter durchs Bauernland in Richtung Rheinufer. Lavendel setzte blaue Farbtupfer, Sonnenblumen gelbe Zeichen zwischen Mais und schon abgeernteten Getreidefeldern. An einer künstlichen Stromschnelle zwischen zwischen Rhein und einem Altrheinarm trainierten einige Kanuten ihre Wildwassertauglichkeit.

Dann war der Biergarten „Zum Rheinblick“ erreicht, der zur Mittagsrast einlud. Gestärkt durch Speis und Trank radelten wir dann auf holprigem Weg auf die kilometerlange Rheininsel „Langenau“, vorbei an drei Vereinsplätzen mit Dauercampern. In der Inselmitte empfahl sich das Hofgut Langenau mit einladendem Biergarten für eine nochmalige Fahrtunterbrechung. Unser Weg führte mitten durch das Hofgut, das mit Sitzplätzen im geräumigen Innenhof und solchen mit unverstelltem Rheinblick aufwartete. Auf Obstbau, Weide- und Ackerflächen stützt sich dieses stattliche Anwesen, in dessen Gutsausschank auch der selbstgekelterte Apfelwein beliebt ist. Ab November werden Weihnachtsgänse verkauft, und die Gaststätte lädt dann zum traditionellen Gänse-essen. Dieses Hofgut erwies sich als idealer Rastplatz für eine Radtour in dieser Gegend.

Am Inselende dann galt es mit der Fähre „Johanna“ über dem Altrheinarm wieder nach Ginsheim überzusetzen. Hobbykapitäne hatten sich hier zu einem Wettbewerb eingefunden, stellten Typen und Technik ihres Freizeitvergnügens an einigen Ständen zur Schau, und dirigierten ferngesteuerte Modellboote geräuschvoll in blitzschnellen Runden über das ruhige Wasser.

Die Sonne sandte inzwischen schräge Strahlen und wir waren auf dem Rückweg, erreichten bald wieder Gustavsburg und jenseits der Mainbrücke wartete der Kostheimer Weinstand, nunmehr geöffnet, auf unsere Schlußrast.

Bei einigen Piffchen als kleinem Abendwein und Brezeln ließen wir einen genußvollen und entspannten Ausflug im milden Licht des vergehenden Tages langsam ausklingen.


„Charles“

Autor: Karlheinz Haubs

 

Badmintonturnier 2005

Wie in jedem Jahr sollte auch dieses Mal im Herbst unser inzwischen traditionelles SCK-Badmintonturnier in der Turnhalle Sindlinger Wiesen ausgetragen werden. Der Termin stand fest, die Planung war abgeschlossen und die Teilnehmer hochmotiviert.

Dann – 10 Tage vor dem Turnier – das Fax der Stadt Kelkheim, dass die Halle Sindlinger Wiesen an dem geplanten Wochenende nicht zur Verfügung steht. Erst mal ein ziemlicher Schreck ! Was jetzt ? Ausfallen lassen ? Nein ! Verschieben ? Nein ! Dann wären wir in die Vorweihnachtszeit gerutscht und außerdem hatten viele Teilnehmer schon ihre Kinderbetreuung organisiert. Also habe ich im Sportpark Kelkheim am Kloster nachgefragt und wir hatten tatsächlich Glück. Die komplette Halle stand an unserem geplanten Termin zur Verfügung.

So fand unser Turnier am 13. November 2005 fast wie geplant statt. Durch den Wechsel des Austragungsortes konnten wir sogar zwei externe Spieler gewinnen. Somit waren 15 engagierte Spieler pünktlich um 13:30 Uhr in der Halle.

Dank des Sportparks, der allen unseren Wünschen sehr entgegen kam und sich sogar wegen unserer Lautstärke Ärger mit den Tennisspielern einhandelte, wurde es wieder mal eine gelungene Veranstaltung. Bedanken möchte ich mich auch noch bei Natascha, die sich kurzfristig bereit erklärt hatte, die Jury zu übernehmen und diese Aufgabe zu aller Zufriedenheit gemeistert hat.

Ein großes Lob noch an alle Teilenehmer und ich hoffe, ihr seid im nächsten Jahr wieder dabei !

Eure Sandra

Autor: Sandra Passarge

Hier die Platzierungen:

Platz Name
1 Stefan Passarge
2 Ludwig Franzisket
3 Hans-Jürgen Pispers / Mathias Wolf
4 Christian Hartung
5 Doris Franzisket / Bianca Wolf
6 Matthias Dubowy / Sandra Passarge
7 Ralph Schiffer
8 Michael Kaspar
9 Kurt Kroneberger
10 Marc Altenberg / Regina Cloos
11 Simone Henties

 

Sandra Passarge ist seit 1989 Mitglied im SCK, war neun Jahre Schriftführerin im Vorstand und engagiert sich schon sehr lange in der PP-Redaktion. Sie ist Mutter von zwei aufstrebenden SCK-Nachwuchstalenten (Moritz und Pauline), organisiert Jugend- und Familienfahrten, Badmintonturniere und so weiter.

Sommerfest 2005

   
   

 

SCK Kinder Sommerfest am Braubachweiher

Erfreulicherweise ist in letzter Zeit der Familienzuwachs mit Kindern im SCK enorm gestiegen, so dass auf Alfreds Vorschlag hin, erstmalig ein Kindersommerfest organisiert werden konnte.

Gesagt – getan ! Wir machten Werbung in allen Ecken, mobilisierten Freunde und Bekannte, die es sich trotz Parallelveranstaltungen (Schulfest, Fußballturnier) an diesem schönen Tag nicht nehmen ließen, mit ihren Kindern vorbeizuschauen. Wir rechneten mit ca. 10 bis 15 Kindern und waren um so mehr angenehm überrascht, wie sich das Gebiet rund um den Braubachweiher nach und nach mit freudigen Kinderstimmen füllte.

Bei selbstgebackenem Kuchen, heißen Würstchen mit Brötchen und verschiedenen Getränken, konnte sich die Kinderschar - mittlerweile auf schätzungsweise 30 angewachsen - stärken, um sich dann bei den verschiedensten Spielangeboten, wie z.B. Ringe werfen, Brezel schnappen, Ü-Eier Lauf, Taschen anmalen, Dosen werfen, „Surprise-Black-Box“, Skistock- und Luftballontanz so richtig auszutoben. Die Kinder wurden durch eine, von Nils (9 Jahre) selbst erfundene Stempelkarte zusätzlich angespornt, möglichst viele Spiele zu absolvieren, um am Ende mit attraktiven Preisen belohnt zu werden.

Höhepunkte des Festes waren sicherlich das von Simone kreativ und professionell durchgeführte Kinderschminken, sowie die abschließende Schnitzeljagd in den Wäldern rund um den Braubachweiher. Schön, dass ein paar Euro aus dem Kinder- und Jugendetat locker gemacht wurden, um dies alles zu ermöglichen.

Vielen Dank allen fleißigen Helfern, die das Kinderfest überhaupt zu Stande brachten, die uns unterstützten, für uns einkaufen gingen, aufbauten, abbauten, schmückten - uns spontan ihre Hilfe anboten.

Der Nachmittag war so erfolgreich, dass einige Familien bereitwillig als neue Mitglieder eintraten, um an weiteren SCK-Veranstaltungen teilnehmen zu können. Die Resonanz war so positiv, dass das Kinderfest in Zukunft als feste Größe im SCK-Programm etabliert wird.

Ein voller Erfolg !!

Autor: Barbara Kalisch

 

Nachruf

Auf geht's, großer schwarzer Vogel, auf geht's.
Baba, ihr meine Lieben daham, du mei Mäderl
und du mei Mama, bitte vergeßt's mi net.
(Ludwig Hirsch)


Lieber Harry,

wie anfangen? Wie aufhören? Vielleicht mit Erinnerung, denn gemeinsame Augenblicke und Perspektive sind uns ja nun genommen.
Erinnerung an Ludwig Hirsch zum Beispiel.

Als das Lied bei deiner Beerdigung gespielt wurde, fiel mir alles wieder ein, klang alles wieder an: Ein Lied, das wir so mitsummten, im Bus, auf den Weg in den Schwarzwald oder ins Stubaital (Hunger und Schröder, die Pension Monika in Fulpmes, mühsames Stangen-Schleppen auf dem Gletscher, später die Grundstufe am Königssee, dein Grund-Lachen, das – im Gegensatz etwa zu meinem Grund-Missmut – prekäre Situationen retten konnte, erinnerst du dich?).
Wir kokettierten mit dem Lied, nicht mit dem Leid, dachten nie daran, dass dessen Inhalt jemals etwas mit uns zu tun haben könnte, geschweige denn zu tun haben würde.

Wohin wären wir auch gekommen – als kräftige Halbstarke – alles persönlich zu nehmen. Da sind wir nun eines Besseren belehrt.
Nun sind wir, die daham-Gebliebenen, gemahnt, nicht zu vergessen; dich nicht, die gemeinsamen Erlebnisse nicht, und unsere Jugend nicht. Denn das wirst du für mich immer bleiben: Teil meines Erwachsenwerdens.

Natürlich spielt da der Skiclub eine Rolle, aber doch immer nur als große, wöchentlich willkommene Klammer, mit viel Platz zum Probieren. Entscheidend und einprägsam sind mir nämlich die Wege und Abwege, bei denen die Skiclub-Termine eher Anlass denn Ziel waren. Meine erste Mofafahrt etwa, ich werde wohl dreizehn oder vierzehn gewesen sein, unternahm ich mit deiner fast neuen Rixe-Zweigang durch den Kelkheimer Wald. Du warst vermutlich nervös, vielleicht tat dir deine Entscheidung auch leid, aber den Wunsch hast du mir nicht abgeschlagen. Das prägt seit damals mein Bild von dir, auch wenn es mir erst sehr viel später bewusst wurde: die Großzügigkeit, die umso größere Züge annimmt als du sie immer dem Egoismus vorgezogen hast. Eine Gabe, die nur wenige Menschen besitzen – du hattest sie und du hast sie ein Leben lang gelebt.

Lieber Harry, wie anfangen? Wie aufhören? Ich weiß es nicht.
Vielleicht gibt es im Erinnern kein Aufhören, dann ist ein Anfang gemacht.

Dein Stephan

Autor: Stephan Ott

 

Weitere Bilder von Harry

 

Unser SCK-Nachwuchs



Julia Marie Penske
10.07.2005





Jelena Haj-Issa
05.06.2005


Jasper Kruta
18.08.2005





Lars Ufer
21.07.2004

 

Leserbrief

Am 4.11.2005 war mal wieder die Mitgliederversammlung des SCK. Ach ja richtig, das hattet Ihr ja auch irgendwo gelesen, aber leider den Termin nicht notiert, oder vergessen auf den Kalender zu sehen, oder schon was vorgehabt !! ??
Nun ja, das macht ja nichts, denkt sich das einzelne Mitglied, es gibt ja im SCK jetzt 430 Mitglieder, die können diese Mitgliederversammlung prima ohne mich abhalten. Denkste !

Im großen Saal bei Lehnert verlieren sich um 20 h gerade mal 25 Personen (inklusive derer, die da sein müssen weil sie im Vorstand sind). Doch Gott sei Dank hatte man schon in der Einladung eine außerordentliche Mitgliederversammlung um 20.15 h einberufen, wenn sich nicht genug Mitglieder einfinden um eine ordentliche Versammlung abzuhalten. Es wären 34 Mitglieder notwendig gewesen.

Ich muss schon sagen, dass es sehr ernüchternd ist, bei einem Verein der 430 Mitglieder hat, zu sehen, dass noch nicht einmal 5 % dieser Mitglieder daran interessiert sind, welche Pläne der Vorstand hat, was er in dem vergangenen Jahr gemacht hat, ob die Kasse stimmt etc. etc.

Auch ist diese Mitgliederversammlung immer eine prima Gelegenheit sich beim Vorstand zu bedanken für die geleistete Arbeit, denn diese Vorstandsmitglieder opfern doch ihre Freizeit um den Verein zu führen und für uns alle attraktive Angebote bereit zu halten. Es ist sicher nicht verwunderlich, dass ein großer Teil der anwesenden Mitglieder frühere Vorstandsmitglieder bzw. sonstige Funktionsträger im Verein sind. Übrigens war die Jugend im Verein ( bis 40 Jahre) außerordentlich dürftig vertreten.

Ich würde mich freuen, wenn im nächsten Jahr doch der eine oder andere den Weg zur Mitgliederversammlung findet und es nicht wieder so eine wacklige Partie wird mit dem Zählen der eintreffenden Mitglieder bis man endlich anfangen kann.

Auf jeden Fall haben die anwesenden Mitglieder erfahren, dass der Verein gut geführt ist, die Kasse stimmt und uns alle im nächsten Geschäftsjahr ein tolles Programm in allen Berechen bevorsteht.

Autor: Gisela Penske

 

FIS Regeln

FIS – Verhaltensregeln für Skilangläufer

  1. Rücksichtnahme auf die anderen
    Jeder Langläufer muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  2. Signalisation, Laufrichtung und Lauftechnik
    Markierungen und Signale (Hinweisschilder) sind zu beachten. Auf Loipen und Pisten ist in der angegebenen Richtung und Lauftechnik zu laufen.
  3. Wahl von Spur und Piste
    Auf Doppel- und Mehrfachspuren muss in der rechten Spur gelaufen werden. Langläufer in Gruppen müssen in der rechten Spur hintereinander laufen. In freier Lauftechnik ist auf der Piste rechts zu laufen.
  4. Überholen
    Überholt werden darf rechts oder links. Der vordere Läufer braucht nicht auszuweichen. Er sollte aber ausweichen, wenn er es gefahrlos kann.
  5. Gegenverkehr
    Bei Begegnungen hat jeder nach rechts auszuweichen. Der abfahrende Langläufer hat Vorrang.
  6. Stockführung
    Beim Überholen, Überholtwerden und bei Begegnungen sind die Stöcke eng am Körper zu führen.
  7. Anpassen der Geschwindigkeit an die Verhältnisse
    Jeder Langläufer muss, vor allem auf Gefällstrecken, Geschwindigkeit und Verhalten seinem Können, den Geländeverhältnissen, der Verkehrsdichte und der Sichtweite anpassen. Er muss einen genügenden Sicherheitsabstand zum vorderen Läufer einhalten. Notfalls muss er sich fallen lassen, um einen Zusammenstoß zu verhindern.
  8. Freihalten von Loipen und Pisten
    Wer stehen bleibt, tritt aus der Loipe/Piste. Ein gestürzter Langläufer hat die Loipe/Piste möglichst rasch freizumachen.
  9. Hilfeleistung
    Bei Unfällen ist jeder zur Hilfeleistung verpflichtet.
  10. Ausweispflicht
    Jeder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

FIS – Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder

  1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
  3. Wahl der Fahrspur
    Der von hinten kommende Skifahrer oder Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
  4. Überholen
    Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
  5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts fahren
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  6. Anhalten
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich frei machen.
  7. Aufstieg und Abstieg
    Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  8. Beachten der Zeichen
    Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
  9. Hilfeleistung
    Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
  10. Ausweispflicht
    Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.